Bauchspeicheldrüsenentzündung

Hallo Expereten!

bei meinem Hund (Boxerhündin) wurde eine Bauchspeichelentzündung festgestellt, die auch auf das Bauchfell übergegriffen hat. und Sie wird schon sein 3 tagen Intravenös ernährt. Einmal weil sie weder frisst noch trinkt, und weil die Tierärtztin bei ihr für 5 Tage jede Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme über den Verdauungstrakt verboten hat.
Z.Z bekommt der Hund Antibiotika und Schmerzmittel.
Seltsamerweise hat sie kein Fieber
Die Liphasewerte und Protheasewerte sind stark erhöht. Der arme Hund hat starke Bauchschmerzem. bis vor 3 Tagen starke wässrig-fettige Durchfälle
nun aber überhaupt kein stuhl mehr aber sie hockt sich öfter hin und presst unter schmertzen, aber es kommt nichts und das Röntgenbild (mit kontrastmittel) zeiget, daß der Darm leer ist.
Pinkeln tut sie auch kaum noch.
Ausserdem hat sie seit einigen tagen überall Pfenniggroße rote Flecken. Und der ganze hund ist total abgemagert und sieht sehr Krank aus.
Kennt sich jemand mit sowas aus? Brauche dringent Infos!
Auch über unterstützende Anwendung von Homöopatika und Akupunktur. Möcht dem armen Tier so gerne helfen!
Lisa und ich wären euch furchtbar dankbar!

Andrula mit Lisa

Hallo Andrula oder so ähnlich…

Vielleicht gibt es hier auch ein Brett Veterinärmedizin. Von der Situation beim Menschen ausgehend, sieht die Sache eher nach Risiko aus. Der Pankreas ist ja ein Organ, das nicht nur nach innen Hormone erzeugt, sondern auch nach „aussen“ in den Darm Enzyme abgibt. Letztere sind zur Verdauung nötig und können, bei Entzündung der Drüse, auch diese selbst „verdauen“. Dann ist vom Pankreasgeweben oft nur noch ein Rest vorhanden. In der Humanmedizin ist so ein Zustand lebensbedrohlich und man hat unerträgliche Schmerzen.
Da die Tierärztin nicht operiert, wird sie hoffen, die Sache medikamentös in den Griff zu kriegen. Ich würde das arme Tier aber dabei mit Schmerzmitteln sedieren, sonst ist das eine unwürdige Quälerei.
Andererseits: Was treibt Dich hierher ins Brett, stelle Deine Frage am besten der Tierärztin, so lang, bis Antworten und Taten folgen - wie wäre das?
Gruß
V.

Eine Pankreatitis ist eine ziemlich gefährliche Erkrankung.
Außerdem ist sehr schmerzhaft. In der Humanmedizin würde man intensive therapeutische Maßnahmen ergreifen, die so bei einem Tier natürlich nicht möglich sind.

Die parenterale (=intravenöse) Ernährung ist sinnvoll wenngleich man darauf achten muß, daß auch wirklich genug Flüssigkeit zugeführt wird! Die Tatsache, daß das Tier kein Wasser mehr läßt ist ein ungünstiges Zeichen, da es auf ein Nierenversagen hindeutet.

Ganz wichtig ist, daß das Tier neben außreichend Wasser (Elektrolyte, Ringer-Lösung?) intravenös auch genug Schmerzmittel erhält, die außreichend stark sind.
Hier sind Morphine günstig.

Antibiotika sind sinnvoll, wenngleich man sehr auf das Erregerspektrum achten sollte. Am ehesten wohl ein Breitspektrumpenicillin/Cephalosporin, Cotrimoxazol, Chinolon ?.

Der schlechte Allgemeinzustand des Tieres läßt aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch keine gute Prognose mehr zu.

Im Falle einer Heilung kann sich ein Diabetes mellitus (Zucker) oder eine exokrine Pankreasinsuffizienz (Verdauungstörungen) entwickeln

Akkupuntur und Hamöopathie sind, glaube ich, keine sinnvollen Behandlungsmöglichkeiten, da sie meistens eher bei leichten, chronischen Leiden (Psychischer Faktor) wirksam sind.
Probieren kann man es aber immer.

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Eine Pankreatitis ist eine ziemlich gefährliche Erkrankung.
Außerdem ist sehr schmerzhaft. In der Humanmedizin würde man
intensive therapeutische Maßnahmen ergreifen, die so bei einem
Tier natürlich nicht möglich sind.

Die parenterale (=intravenöse) Ernährung ist sinnvoll
wenngleich man darauf achten muß, daß auch wirklich genug
Flüssigkeit zugeführt wird! Die Tatsache, daß das Tier kein
Wasser mehr läßt ist ein ungünstiges Zeichen, da es auf ein
Nierenversagen hindeutet.

Ganz wichtig ist, daß das Tier neben außreichend Wasser
(Elektrolyte, Ringer-Lösung?) intravenös auch genug
Schmerzmittel erhält, die außreichend stark sind.
Hier sind Morphine günstig.

Antibiotika sind sinnvoll, wenngleich man sehr auf das
Erregerspektrum achten sollte. Am ehesten wohl ein
Breitspektrumpenicillin/Cephalosporin, Cotrimoxazol, Chinolon
?.

Der schlechte Allgemeinzustand des Tieres läßt aller
Wahrscheinlichkeit nach jedoch keine gute Prognose mehr zu.

Im Falle einer Heilung kann sich ein Diabetes mellitus
(Zucker) oder eine exokrine Pankreasinsuffizienz
(Verdauungstörungen) entwickeln

Akkupuntur und Hamöopathie sind, glaube ich, keine sinnvollen
Behandlungsmöglichkeiten, da sie meistens eher bei leichten,
chronischen Leiden (Psychischer Faktor) wirksam sind.
Probieren kann man es aber immer.

Hallo Tigger!

Danke für Deine Antwort!

Sorry, daß ich erst jetzt schreibe, aber ich habs einfach zeitlich nicht geschafft!
Wie es aussieht, schlägt die Antibiotikaterapie an!*freu*
Lisa frisst wieder (Diätfutter).Sie hat zwar immernoch Durchfall, aber nicht mehr so schlimm. Wasserlassen klappt auch wieder. Anscheinend waren die beiden infusionen am Tag zu wenig.
Sie scheint auch nicht mehr so schlimme Bauchschmerzen zu haben.
Morgen wird sie nochmal „durchgecheckt“. Hoffentlich hat sie es jetzt soweit überstanden, und trägt keine Diabetes davon,
und keine allzuschlimme Pankreasschädigung.
Insgesamt wirkt sie jedenfalls schon sehr viel fitter als vorgestern, als sie so aussah, als würde sie den Tag nicht überleben.
Welche Maßnahmen würde man denn beim Menschen anwenden, die beim Tier nicht möglich sind?

Viele Grüsse!
Andrula

Hallo Volkmar oder so ähnlich…

auch dir danke für die Antwort!
sorry, daß ich das Medizinerforum mit einem Hund entweihe!
ein Veterinärforum konnte ich leider nicht entdecken.
Und abgesehen davon,…ist Veterinärmedizin keine Medizin???
Ich dachte mir, daß die Mediziner bestimmt am besten über sowas bescheid wissen…!
Die Tierärtztin habe ich schon ausgefragt, aber ich wollte nochmehr über die Krankheit wissen, als sie mir erklährt hat!(nicht viel)
Entschuldige bitte nochmal vielmals, daß ich in einem Wissensforum eine Frage gestellt habe, um mein Wissen zu vertiefen!
Abgesehen davon geht es Lisa inzwischen wieder relativ gut.
Die Antibiotika scheinen angeschlagen zu haben.

Nichts für ungut!

Andrula oder so ähnlich…

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Schön, dass es dem Tierchen wieder gut geht. - Du hast dich aber richtig angegriffen gefühlt, was? Tut mir leid, wenn das so raus kam. Tatsächlich habe ich gemeint, dass Humanmedizin nicht unbedingt auf Tiere anwendbar ist, vor allem dann, wenn die Schmerztherapie nicht ausreichend vorgenommen wird. Das Tier hat mir einfach leid getan. Da ich viele Anfragen erhaltze und immer beantworte, fallen manche eben etwas knapper aus - so kam es wohl zu dem Mißverständnis.
Das „…oder so ähnlich“ stammt übrigens aus den unterschiedlichen Pseudonymen Deiner eigenen e-mail Adresse: "Andrula

Schön, daß es dem Tier besser geht.

Beim Menschen ist neben einer intensiven pflegerischen Betreuung und klinischer Überwachung auch ein operativer Eingriff denkbar.
Außerdem stehen in der Humanmedizin in viel größerem Umfang diagnostische und therapeutische Mittel (z.B.Medikamente) zur Verfügung, die zwar auch bei Tieren denkbar aber eben viel zu teuer sind.