Unser Sohn (Lang)
Hallo nochmal,
Als unser Sohn geboren wurde, kam er knapp 6 Wochen zu früh.
Trotzdem wog er 8 Pfund und was 54 cm gross. Meine Frau hatte Schwangerschaftsdiabetes die erst kurz vor der Geburt festgestellt wurde. Er musste beatmet werden und kam sofort in ein anderes Krankenhaus auf die Frühchenstation.(Sah komisch aus, so ein normal grosses Kind. zwischen all den Zwergen)
Er wurde künstlich ernährt und bekam dazu noch Gelbsucht…
…nach ca. 6 Wochen wurde er als „Gesund“ aus dem Krankenhaus entlassen. Kaum Zuhause angekommen bemerkten wir, das er blau anläuft und nicht reagierte. Erst nach leichtem Anstubsen wurde er wieder normal.
Wir haben uns das Kind geschnappt und sofort wieder ab ins Krankenhaus!!! Dort haben sie ihn komplett durchgescheckt und nichts feststellen können, ausser das sein Blutsauerstoff alle paar minuten auf 40-60% absackte. Wir wurden nach hause geschickt und sollten uns keine Sorgen machen, er würde zur Beobachtung da bleiben.
Wir also „Sorgenvoll“ aber im glauben an die Ärzte, sind nach hause gegangen und am nächsten Tag wieder sofort ins Krankenhaus gefahren. Dort angekommen, suchten wir vergeblich unser Kind. keine Schwester konnte uns sagen, wo es geblieben ist *schock*!!! Nach einiger Zeit und total fertig vor panik, kam auf einmal eine Schwester an und sagte ganz trocken: „Ach, er ist auf der Intensivstation, es sieht nicht so gut aus“!!!
Wir sind sofort zur Intensiv gestürmt und…
…Kind war nicht da! *wiederpanikbekomm*
Ihm Wurde gerade Hirnwasser abgenommen (Ich höre heute noch sein schreien) Die Sauerstoffabfälle (Apnoen)kamen so alle paar minuten. In der nacht war es besonders schlimm. Wir hatten fürchteriche Angst um ihn.
nach etlichen Untersuchungen (8x Kernspinn, 3 x Hirnwasser, x mal EEG ect.) wurde festgestellt, das er Epilepsie hat. Während der Anfälle hatte er einfach aufgehört zu atmen.
Die ganzen untersuchen haben ca. 6 Wochen angedauert. 6 Wochen voller Angst.
Er wurde auf Luminaletten eingestellt und hat einen Überwachungsmonitor erhalten. Die Ärzte sagten uns, das Luminaletten harmlos seien (Komisch)
naja,
Als er nach weiteren 2 Wochen wieder zuhause war, konnten wir mit ihm nicht viel anfangen, weil er einfach nur apartisch da gelegen hat.(in der zeit hatte er nur einen Anfall)Nach ca. 1 1/2 Jahren wurden die Luminaletten langsam herunterdosiert und ab da ging es erst langsam wieder Bergauf.
Die Epilepsie war herausgewachsen. *Freu*
Heute (er ist mittlerweile 3)ist er immernoch nicht seines Alters entsprechend reif. Es gibt sehr viele probleme. Er kann noch nicht richtig sprechen, hat Motorikprobleme, ist Agressiv, sehr ängstlich und hat sehr wahrscheinlich ADS.
Wer weiss, ob es vielleicht mit seiner Geschichte oder den Luminaletten zusammenhängt!?!?!?!
Er bekommt zz Ergo-Therapie und es scheint langsam wirkung zu zeigen. Zumindestens nimmt die Angst schon ab.
Ich möchte die Zeit damals nie wieder durchmachen. Es macht mich immernoch total fetig, wenn ich daran denken muss (Es ist jeden tag, von morgens bis abends)
Sorry, das ich so viel geschrieben (und vielleicht was durcheinander)habe
Gruss
Carsten