unerklärliches Unwohlsein

Hi,

ich mache mir Sorgen um meine Frau.

Sie hat nach längerer Schmerzbehandlung nach Rücksprache mit unserem Hausarzt das Medikament (Amitryptilin, knapp 4 Jahre lang 1 x täglich abends 1 Tablette) abgesetzt.
Seit knapp eineinhalb Wochen nimmt sie keine Medikamente mehr und seit beinahe einer Woche fühlt sie sich nicht gut.
Ihr ist ständig übel, sie muss häufig auf Toilette, hin und wieder Schwindel, Geruchsempfindlichkeit, gelegentliche Kopfschmerzen, Müdigkeit.

Der Arzt hat sie gründlich untersucht und ein komplettes Blutbild gemacht. Lediglich ihre Cholesterinwerte waren minimal erhöht und er stellte fest, dass sie zuviel Blut hat. Laut Hausarzt ist sie gesund und es könnten auch keine Begleiterscheinungen vom Absetzen des Medikamentes sein.

Vielleicht muss ich noch erwähnen, dass die wegen der Übelkeit nur noch Lebensmittel zu sich nimmt, die sauer und kalt sind.

Wir sind etwas ratlos!

mG
nyke

Hallo.

Erstmal schlau machen wg. Amitryptilin: http://www.google.de/search?hl=de&q=Amitryptilin&btn… -> aha, ein Antidepressivum
Als Laie wage ich lediglich eine Hypothese aufzustellen: es handelt sich um die Auswirkungen einer Allergie mit dem Kopf (Gleichgewichtssinn,…)als Zielobjekt.
Was passiert nach einer intensiven körperlichen Anstrengung mit Pulsschlag weit über normal ? Schon ein anderes Mittel versucht um den Blutkreislauf in Schwung zu bekommen ? Vor allem Rotwein soll -in nüchternem Zustand genossen- eine direkte Wirkung zeigen.
Ganz zur Not kann man die Psyche bemühen. Oder Wetterfühligkeit…

HTH
mfg M.L.

Hi Markus,

es handelt sich um die Auswirkungen einer Allergie mit dem Kopf
(Gleichgewichtssinn,…)als Zielobjekt.

Könntest du das näher erläutern?
Allergie mit dem Kopf - das habe ich noch nie gehört.

Was passiert nach einer intensiven körperlichen Anstrengung
mit Pulsschlag weit über normal ?

Letzten Freitag hat meine Frau ein Belastungs-EKG machen lassen. Alle Wert waren vollkommen in Ordnung.
Ihr Kreislauf ist in Ordnung, Blutdruck lag vor dem Belastungs-EKG bei 119/84 und gegen Ende des Belastungs-EKG bei 152/98.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann könnte es schon mit dem Absetzen des Medikamentes zu tun haben.
Gibt sich das dann wieder von alleine?

mG
nyke

Danke für deine Antwort.

Hallo nochmal.

es handelt sich um die Auswirkungen einer Allergie mit dem Kopf
(Gleichgewichtssinn,…)als Zielobjekt.

Könntest du das näher erläutern?
Allergie mit dem Kopf - das habe ich noch nie gehört.

Naja, vor ein paar Jahren bin ich in einem medizinischen Lexikon über den Begriff ‚Gehirnallergie‘ gestolpert. Interessante Bezeichnung, nicht wahr ? Und Neugierde erregend: eine solche Allergie wird lt. Lexikon durch Nahrungsmittel ausgelöst und bringt die beschriebenen Symptome mit sich.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann könnte es schon
mit dem Absetzen des Medikamentes zu tun haben.

Das ist denkbar.

Gibt sich das dann wieder von alleine?

Hoffen wir’s. Zur Not kann man ja ein bisschen nachhelfen.

HTH
mfg M.L.

***Beitrag aus dem Newsletter von WS aktuell vom 18.04.2005***
Milchsäurebakterien gegen Aids [Medizin]

Lake Tahoe (USA)/Chicago (USA) - Nützliche Milchsäurebakterien könnten vor einer HIV-Infektion schützen: Zwei spezielle Lactobacillus-Stämme verzehren bevorzugt einen bestimmten Zucker, mit dem die Oberfläche der Viren überzogen ist. Deshalb greifen die Bakterien die Erreger an und fangen sie ein, haben amerikanische Forscher entdeckt. Milchsäurebakterien sind für den Menschen nicht schädlich und besiedeln gewöhnlich zum Beispiel die Schleimhäute im Mund und Vaginalbereich. Die Schleimhäute mit den Bakterien zu beimpfen, könnte somit einen Schutz vor HIV bieten, berichteten die Wissenschaftler auf der American Society for Microbiology Conference on Beneficial Microbes in Lake Tahoe.

„Ich glaube, dass jede Lebensform ihren natürlichen Feind hat“, erklärte Lin Tao von der University of Illinois in Chicago. „Wenn wir den natürlichen Feind von HI-Viren finden können, können wir die Verbreitung des Virus auf eine natürliche Weise und kostengünstig kontrollieren – so wie wir Katzen einsetzen, um Mäuse in Schach zu halten.“ Tao und seine Kollegen isolierten Lactobacillus-Arten von den Mund- und Vaginal-Schleimhäuten gesunder Menschen und untersuchten die Vorliebe verschiedener Stämme der Bakterien für Bäckerhefe. Die Oberfläche dieser Mikroorganismen ist ebenso wie die von HI-Viren mit dem Zucker Mannose bedeckt. Eine kleine Gruppe der Milchsäurebakterien setzte sich tatsächlich an dem Zucker und damit an der Hefe fest. In weiteren Tests mit HI-Viren fanden die Forscher dann zwei Stämme, die speziell die AIDS-Viren angriffen und festsetzten und damit eine Infektion verhindern könnten.

Bislang ist es äußerst schwierig, eine Impfung gegen AIDS zu entwickeln, da das Virus äußerst schnell mutiert. Die Schleimhäute, über die typischerweise eine Ansteckung mit dem Virus vonstatten geht, mit diesen nützlichen Bakterienstämmen zu behandeln, könnte die Ausbreitung des Virus jedoch eindämmen, hoffen die Forscher. „Wenn die Methode erfolgreich weiterentwickelt und tatsächlich angewandt werden kann, könnte die weltweite Verbreitung von HIV schnell, effektiv und kostengünstig kontrolliert werden“, sagt Tao. „Die Bakterien könnten etwa Säuglinge vor HI-Viren in der Muttermilch bewahren. Frauen könnten sich durch spezielle Lebensmittel oder Frauenprodukte dezent und unauffällig vor einer Ansteckung beim Geschlechtsverkehr schützen.“ (wsa050418cop1)

Hallo,

Dein letzer Satz macht mich etwas stutzig:

Vielleicht muss ich noch erwähnen, dass die wegen der Übelkeit
nur noch Lebensmittel zu sich nimmt, die sauer und kalt sind.

Was heisst das genau: Sauer und kalt? Wenn man nur noch säuerliche Speisen (z.B. Zitronen, saure Gurken, Ananassaft, saure Gummibärchen) ist es ja kein Wunder, wenn einem schlecht wird. Mir wird immer übel, wenn ich morgens einen Obstsaft trinke. Deshalb lass ich das lieber. Erst recht, nachdem ich mal spasseshalber im Chemielabor den pH-Wert von Ananas-Saft gemssen habe. Bah! Nee. Vielleicht liegt es ja daran. Lasst doch mal diese seltsame sauer-und-kalt-Diät und probiert es mit mehligen, laumwarmen Kartoffeln und etwas Gemüse.

Grüsse
Anna

gar nicht unerklärlich

Laut Hausarzt ist sie gesund und es könnten auch keine
Begleiterscheinungen vom Absetzen des Medikamentes sein.

Unerklärlich? Was ist das denn für ein Arzt?
Ich (Laie!) habe gerade ergoogled:

Das spätere Absetzen der Antidepressiva muss langsam-stufenweise erfolgen („ausschleichend“ über mehrere Wochen), um panikähnliche Nebenwirkungen zu vermeiden. Antidepressiva machen nicht abhängig, daher treten auch keine Entzugserscheinungen auf, bei plötzlichem Absetzen (z.B. wegen vermeintlicher Unwirksamkeit oder wegen des Beginns einer Psychotherapie) ist jedoch mit folgenden Absetzerscheinungen zu rechnen: innere Unruhe und Anspannung, Reizbarkeit, Missgestimmtheit, Angstzustände, vegetative Symptome (z.B. Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Schwindel, Bewegungsstörungen, Schlafstörung).

von:
http://www.panikattacken.at/antidepressiva/antidepre…

Andere sites findest du mit Eingabe von folgendem in google:
Absetzen von trizyklischen Antidepressiva

Gruss, Isabel
(die trotz ihres Laienstatus weiss, dass man solche Medikamente nicht APRUPT absetzen soll! Genau wie man auch nicht gleich anfangs die erforderliche Dosis nimmt, sondern sich langsam auf diese hochsteigert)

Hi Isabel,

vegetative Symptome (z.B.
Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Schwindel, Bewegungsstörungen,
Schlafstörung).

Treffer! Das trifft es zu 100 %!!!
Na super, also doch. Da wird wohl ein ernsteres Gespräch mit dem Arzt fällig werden.
Ich habe deine Antwort meiner Frau gerade auf die Schnelle per Telefon mitgeteilt und sie war entsetzt. Allerdings sagt sie, dass sie das Medikament nicht wieder nehmen wird.

(die trotz ihres Laienstatus weiss, dass man solche
Medikamente nicht APRUPT absetzen soll! Genau wie man auch
nicht gleich anfangs die erforderliche Dosis nimmt, sondern
sich langsam auf diese hochsteigert)

Stimmt. Aber leider haben wir uns auf die Aussage des Arztes verlassen und nun hat meine Frau das Übel auszusitzen.

Ich soll dir von meiner Frau ganz herzlich Danken (ich Danke dir natürlich auch)!

Jetzt mache ich mich mal bei Google schlau.

mG
nyke

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Hi,
you’re very welcome…

Mach Dir keine Sorgen, Deine Frau muss nicht wieder anfangen, das Medikament zu nehmen, um es dann langsam abzusetzen.

Entzugserscheinungen jeglicher Art halten ja nicht ewig an…

Sie HÄTTE es halt nicht von einem Tag auf den anderen absetzten sollen, aber dazu ist’s halt jetzt zu spät. Jetzt muss sie da halt erstmal durch, durch die Entzugserscheinungen. Sch…

(ok, alles wieder ‚Laienmeinung‘ - vielleicht hat ein GUTER Arzt ja eine bessere Empfehlung)

Good luck to the two of you,
Isabel

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