Gehirtumor danach Loch im Kopf offen...?

Hallo,

ich hab eine Geschichte gehört und kann sie nicht glauben, vielleicht kann mir hier wer Wissendes was dazu sagen?

Jemand hat einen Gehirntumor. Der Schädel wird auf Handtellergröße geöffnet, Tumor entfernt, Knochendeckel wieder eingesetzt.

Gehirn schwillt an - warum auch immer - Knochendeckel wird wieder abgenommen und nur mit Kopfhaut verschlossen.

Der Mensch ist nach dieser zweiten OP mit den Worten entlassen worden, vorsichtig zu sein.

Lebte ein Jahr ohne den Knochendeckel, dann kamen mal Zysten im/am (?) Gehirn, wurden entfernt, zwischendurch drängte sich das Gehirn aus dem Loch raus und gab eine faustgroße Beule.

  1. OP, ein künstlicher Deckel, der schief sitzt, soll seit einem jahr wieder rausgenommen werden.

Dieser Mensch lebt, das Loch ist wohl noch da, hat sich einen Motorroller geholt (vorsichtig fahren??? ).

Diverse starke Medikamente, auch welche gegen Epilepsie, weil er während der 1. OP (Entfernung des Tumors) einige Anfälle gehabt haben soll, dann muß er alle 3 Monate zum CT und MRT.

Gut, es würde mich freuen, wenn so eine schreckliche Geschichte wahr wäre, weil der Mensch lebt. Aber wie seht Ihr das? Ist das alles realistisch? Die Medizin kann ja viel. Oder wird einem hier ein Bär aufgebunden?

Ich würde mich freuen, wenn ein paar Mediziner, die sich damit auskennen, etwas dazu sagen.

Viele Grüße
Tanja

Hallo Tanja
Das Problem bei vielen Gehirn-Erkrankungen und/oder Gehirnverletzungen ist, dass sich ein übermäßiger GehirnDRUCK einstellt; meist mit/durch ein Ödem (Flüssigkeitserhöhung/ansammlung) bedingt.
Nun will also das Gehirn mit dem erhöhten Druck mehr Platz haben, was wiederum nicht geht, weil ja die harte Hirnschale drumherum sitzt. Daher wird manchmal schon deshalb operiert, ein Loch in den Schädel trepaniert, um den Druck auszugleichen.
So gesehen macht es Sinn, den „Deckel“ nicht allzu fest auf dem „Kochtopf“ zu lassen, wenigstens für eine gewisse Zeit.
Gruß,
Branden

Hi!

Dir ist kein Bär aufgebunden worden. das wird tatsächlich so gemacht, meist vorübergehend und anschliessend mit Knochenzement oder sogar Knochentransplantation wieder geschlossen.

Bei Ödemen wird das allerdings nicht mehr angewandt. Es hat Versuche gegeben, nur ist das Hirn dann durch das Loch herausgekommen und das ist genauso schlecht. Deswegen wird wieder davon abgesehen.

Grüße Dusan

Dankeschön!
Dankeschön Ihr beiden,

hab hier gedacht: „hoppala, was es nicht all gibt!“ !

Und wieder etwas schlauer, dank w-w-w :smile:

viele Grüße
Tanja