Hallo Wissende,
ich hab eine zahnmedizinische Frage- teilt sich in einen (wahrscheinlich) mehr verwaltungsmäßigen Aspekt und einen medizinischen Aspekt. Sorry vorab- wird lange!
Ich fange mal mit der Vorgeschichte dazu an. Ich habe vor ca. einem halben Jahr einen Backenzahn gezogen bekommen. Der soll jetzt mit einer Brücke ersetzt werden. So weit, so gut. Nun habe ich den Termin für den Abdruck versäumt, den hatte ich gestern. Das war mir unangenehm, schließlich will ich endlich mal wieder mormal kauen können und normalerweise versäume ich auch keine Termine. Dass ich ihn versäumt habe, lag an Pfingsten. Einen zweiten Termin zum Einpassen der Brücke hatte ich nämlich auch schon, das war der Tag nach Pfingsten- und schon wars verwechselt.
Ich habe nicht weiter darüber nachgedacht, dass der Tag nach Pfingsten als Montag ja nicht in Betracht kommt. Das lag wiederum daran, dass ich Tage zuvor meine Freundin verrückt gemacht habe, dass wir einkaufen müssen, weil jetzt ja Pfingsten ist. Irgendwann nach dem Einkauf hat sie dann gemeint, dass gar kein Pfingsten dieses Wochenende ist. Ich dann- leider nur oberflächlich- auf meinen Terminkalender geguckt und sag noch zu ihr: Mensch, Sonntag ist Muttertag. Nun denke ich, dass ich nicht der erste bin, dem sowas passiert- sowas ist einfach alltagspathologisch und somit hierzulande auch sowas wie normal. Ich habe nicht mehr realisiert, dass der Montag nach Pfingsten als Termin nicht in Betracht kommt. Soweit mein leider lang ausgefallener Bericht zum Thema „vergessener Termin“. Ist aber vielleicht nicht ganz unwesentlich.
Zu allem Überdruss ist mir auch noch am Samstag (7.5.) eine Plombe rausgefallen. Da dachte ich noch: Na ja, bis Dienstag(!) wird es schon noch gehen…
Ich rufe also am Montag nachmittag bei meiner Zahnärztin an und frage nach einem neuen Termin, nicht versäumend, ihr zu sagen, dass mir das unangenehm ist, erzähle auch von meinem Dilemma mit der rausgefallenen Plombe. Da bekomme ich nach meinen Worten noch nicht einmal zu hören: „Nicht schlimm, das kann mal passieren.“, was ich eigentlich in einer solchen Situation erwarte und auch weiß, dass das schon gesagt wird. Stattdessen bekomme ich gesagt, dass der Termin am 17.5. bereits gestrichen ist, was mich dann schon etwas nervt, weil man diesen Termin zumindest für das Ersetzen der Plombe hätte nutzen können. Möglicherweise aber ist es so, dass sie es tatsächlich schon vorher gestrichen hat, ich bin auch darüber nicht ärgerlich geworden am Telefon.
Seltsam finde ich- und hier komme ich nun endlich zum zahnmedizinischen Teil meiner Frage- dass ich gesagt bekomme, dass ich, wenn ich Schmerzen habe, dann eben vorbeikommen soll. Geht das überhaupt, ohne größere Komplikationen? Ich meine: Jetzt ist das frisch, und natürlich konnte ich die Frage, ob ich Schmerzen habe auch verneinen. Den neuen Termin habe ich am 31.5, also immerhin erst in drei Wochen!
Ich bin geneigt, die Zahnärztin zu wechseln, obwohl ich eigentlich mit ihr selbst keine Probleme habe. Ich komme mir auch schon seltsam vor, weil ich nun aufgrund dieses Verhaltens einer Arzthelferin mich zu solchen Schritten verleiten lasse. Nun habe ich aber- nun zum vewaltungsmäßigen Teil meiner Frage- den Heilkostenplan für die Brücke schon in der Praxis abgegeben. Kann ich da problemlos sagen: Nein, ich mache das jetzt woanders? Noch ist ja hinsichtlich der Brücke nix gemacht worden. Spielt da die Kasse mit?
Sorry nochmals für die vielleicht etwas lange Ausführung. Mir war gerade danach, weil ich auch in Postings von Arzthelferinnen und deren Verhalten selten was lese, wobei ich mich gerade frage, ob ich überhaupt jemals schon etwas zu diesem Thema gelesen habe… Ich finde aber jetzt- erstmals aus eigenem Erleben- dass eine Praxis nur so gut oder schlecht ist wie die Arzthelferinnen, die in ihr arbeiten. Ich finde, dieser Aspekt wird allzuwenig in Betracht gezogen. Damit will ich hier keine Vorwurfshaltung einnehmen. Natürlich sind auch Arzthelferinnen bzw. Zahnarzthelferinnen Menschen mit Macken etc. pp… Aber ein gewisses Maß an Freundlichkeit und Verständnis kann ich dennoch meiner Meinung nach erwarten, auch wenn die Einführung der Praxisgebühr sicher scheiße ist für die Arbeit der Helferinnen und möglicherweise auch in der Ausbildung auf alltagspsychologische Aspekte der Tätigkeit nur wenig Rücksicht genommen wird. Der Kommentar einer Arzt- bzw. Zahnarzthelferin würde mich interessieren!
Gruß
Wilfried
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. Wäre nicht auch richtig: 1 Arzt, 2 Meinungen? Schließlich bekommt man ja das ein oder andere zur Option.