Zahnmedizinische Frage

Hallo Wissende,

ich hab eine zahnmedizinische Frage- teilt sich in einen (wahrscheinlich) mehr verwaltungsmäßigen Aspekt und einen medizinischen Aspekt. Sorry vorab- wird lange!

Ich fange mal mit der Vorgeschichte dazu an. Ich habe vor ca. einem halben Jahr einen Backenzahn gezogen bekommen. Der soll jetzt mit einer Brücke ersetzt werden. So weit, so gut. Nun habe ich den Termin für den Abdruck versäumt, den hatte ich gestern. Das war mir unangenehm, schließlich will ich endlich mal wieder mormal kauen können und normalerweise versäume ich auch keine Termine. Dass ich ihn versäumt habe, lag an Pfingsten. Einen zweiten Termin zum Einpassen der Brücke hatte ich nämlich auch schon, das war der Tag nach Pfingsten- und schon wars verwechselt.
Ich habe nicht weiter darüber nachgedacht, dass der Tag nach Pfingsten als Montag ja nicht in Betracht kommt. Das lag wiederum daran, dass ich Tage zuvor meine Freundin verrückt gemacht habe, dass wir einkaufen müssen, weil jetzt ja Pfingsten ist. Irgendwann nach dem Einkauf hat sie dann gemeint, dass gar kein Pfingsten dieses Wochenende ist. Ich dann- leider nur oberflächlich- auf meinen Terminkalender geguckt und sag noch zu ihr: Mensch, Sonntag ist Muttertag. Nun denke ich, dass ich nicht der erste bin, dem sowas passiert- sowas ist einfach alltagspathologisch und somit hierzulande auch sowas wie normal. Ich habe nicht mehr realisiert, dass der Montag nach Pfingsten als Termin nicht in Betracht kommt. Soweit mein leider lang ausgefallener Bericht zum Thema „vergessener Termin“. Ist aber vielleicht nicht ganz unwesentlich.

Zu allem Überdruss ist mir auch noch am Samstag (7.5.) eine Plombe rausgefallen. Da dachte ich noch: Na ja, bis Dienstag(!) wird es schon noch gehen…

Ich rufe also am Montag nachmittag bei meiner Zahnärztin an und frage nach einem neuen Termin, nicht versäumend, ihr zu sagen, dass mir das unangenehm ist, erzähle auch von meinem Dilemma mit der rausgefallenen Plombe. Da bekomme ich nach meinen Worten noch nicht einmal zu hören: „Nicht schlimm, das kann mal passieren.“, was ich eigentlich in einer solchen Situation erwarte und auch weiß, dass das schon gesagt wird. Stattdessen bekomme ich gesagt, dass der Termin am 17.5. bereits gestrichen ist, was mich dann schon etwas nervt, weil man diesen Termin zumindest für das Ersetzen der Plombe hätte nutzen können. Möglicherweise aber ist es so, dass sie es tatsächlich schon vorher gestrichen hat, ich bin auch darüber nicht ärgerlich geworden am Telefon.

Seltsam finde ich- und hier komme ich nun endlich zum zahnmedizinischen Teil meiner Frage- dass ich gesagt bekomme, dass ich, wenn ich Schmerzen habe, dann eben vorbeikommen soll. Geht das überhaupt, ohne größere Komplikationen? Ich meine: Jetzt ist das frisch, und natürlich konnte ich die Frage, ob ich Schmerzen habe auch verneinen. Den neuen Termin habe ich am 31.5, also immerhin erst in drei Wochen!

Ich bin geneigt, die Zahnärztin zu wechseln, obwohl ich eigentlich mit ihr selbst keine Probleme habe. Ich komme mir auch schon seltsam vor, weil ich nun aufgrund dieses Verhaltens einer Arzthelferin mich zu solchen Schritten verleiten lasse. Nun habe ich aber- nun zum vewaltungsmäßigen Teil meiner Frage- den Heilkostenplan für die Brücke schon in der Praxis abgegeben. Kann ich da problemlos sagen: Nein, ich mache das jetzt woanders? Noch ist ja hinsichtlich der Brücke nix gemacht worden. Spielt da die Kasse mit?

Sorry nochmals für die vielleicht etwas lange Ausführung. Mir war gerade danach, weil ich auch in Postings von Arzthelferinnen und deren Verhalten selten was lese, wobei ich mich gerade frage, ob ich überhaupt jemals schon etwas zu diesem Thema gelesen habe… Ich finde aber jetzt- erstmals aus eigenem Erleben- dass eine Praxis nur so gut oder schlecht ist wie die Arzthelferinnen, die in ihr arbeiten. Ich finde, dieser Aspekt wird allzuwenig in Betracht gezogen. Damit will ich hier keine Vorwurfshaltung einnehmen. Natürlich sind auch Arzthelferinnen bzw. Zahnarzthelferinnen Menschen mit Macken etc. pp… Aber ein gewisses Maß an Freundlichkeit und Verständnis kann ich dennoch meiner Meinung nach erwarten, auch wenn die Einführung der Praxisgebühr sicher scheiße ist für die Arbeit der Helferinnen und möglicherweise auch in der Ausbildung auf alltagspsychologische Aspekte der Tätigkeit nur wenig Rücksicht genommen wird. Der Kommentar einer Arzt- bzw. Zahnarzthelferin würde mich interessieren!

Gruß

Wilfried

Hallo Wilfried,

ich bin nun leider weder Arzt noch Arzthelfer, aber trotzdem kann ich deinen Ärger nicht ganz nachvollziehen:

Du hast einen Termin verpasst, Ok, kann passieren. Richtig fies wäre es, wenn dich deine ZÄ dafür zahlen lassen würde, weil sie umsonst gewartet hat. Hat sie offenbar nicht, gut.

Also wurde der Termin für den Abdruck gestrichen, das passt soweit auch noch. Ohne Abdruck kann es aber naturlich auch nicht weiter gehen, daher hat sie dann auch gleich den Folgetermin gestrichen.
Das dir inzwischen eine Plombe rausgefallen ist, konnte sie in diesem Moment natürlich nicht wissen.

Warum der Folgetermin nicht für den Abdruck genutzt wurde, kann ich dagegen nicht sagen, aber vielleicht hing es an den davon abhängigen Folgeterminen.

Und wenn du wegen der Plombe nicht so lange warten willst, hat dir die Helferin ja auch eine Ausweichmöglichkeit genannt: wenn’s dringend ist und wehtut einfach so vorbeikommen.
Klar hätte sie dir dafür auch einen Termin geben können, aber vielleicht ist es ja, falls nicht schmerzhaft, für beide Seiten besser alles in einem Durchgang zu erledigen. Und wenn du doch Schmerzen hast, bringt dir auch ein Termin in 3 Tagen nichts, dann willst du gleich kommen.

Alles in Allem vielleicht nicht zu 100% optimal, aber in meinen Augen noch lange kein Grund nur deswegen den ZA zu wechseln.

Just my 3ct,

Daniel

Seltsam finde ich- und hier komme ich nun endlich zum
zahnmedizinischen Teil meiner Frage- dass ich gesagt bekomme,
dass ich, wenn ich Schmerzen habe, dann eben vorbeikommen
soll. Geht das überhaupt, ohne größere Komplikationen? Ich
meine: Jetzt ist das frisch, und natürlich konnte ich die
Frage, ob ich Schmerzen habe auch verneinen. Den neuen Termin
habe ich am 31.5, also immerhin erst in drei Wochen!

So seltsam finde ich das eigentlich nicht, denn ein Notfall läßt sich immer noch dazwischen schieben, und das muß auch so sein, denn wenn ich wirklich große Schmerzen habe, will und darf ich nicht drei Wochen warten. Fälle, die nicht so dringend sind, werden aber nicht einfach rein geschoben, da sonst der gesamte Terminplan durcheinander gerät. Und wir Kassenpatienten müssen immer besonders lange auf Termine für Behandlungen warten. Das ist zwar traurig, aber normal.

Die einzige Frage wäre, warum der zweite Termin bereits gestrichen wurde. Ich hätte erwartet, daß man mit mir Rücksprache gehalten hätte, ob dieser Termin für den Abdruck genutzt werden könne.

Bis denne
Schnoof

Hallo Wilfried,

leider bin ich keine Zahnarzthelferin, aber - aus Erfahrung - folgendes:

Mein Zahnarzt vergibt die Termine auch nach der Länge der Behandlung. Für einen Abdruck wird er aber wesentlich weniger Zeit veranschlagen, als für eine Brückenbehandlung. Wenn du den einen Termin verpasst, ist damit dann auch der andere - längere - hinfällig.

Deswegen passt der Termin aber auch nicht für eine „normale“ Füllungsbehandlung, da auch dies sehr viel schneller geht.

So geht es bei meinem Zahnarzt zu.

Das du keine warmen Worte bekommen hast auf deine Schusseligkeit hin, na ja. Die Praxis ist ein Betrieb. Was meinst du wie das da zugeht, wenn nur einige ihre Termine verhampeln? Immerhin möchtest du im Gegenzug ja auch pünktlich drankommen, wenn du zum Termin kommst. Man sollte hier also hier Gnade vor Recht ergehen lassen. Hast du halt keine Absolution bekommen, Pech gehabt. Nimms sportlich.

Ob du deswegen gleich den Arzt wechseln solltest? Kommt natürlich darauf an. Eine Lösung könnte auch sein, beim nächsten Termin die Sache mal freundlich anzusprechen. Man darf ja ruhig zu der Arzthelferin sagen: „Entschuldigung noch mal für den verbaselten Termin. Andererseits hätte ich es aber nett gefunden, wenn sie meine Entschuldigung wenigstens akzeptiert hätten. Ich habe mich deshalb doppelt unwohl gefühlt.“ Z.B. so etwa. Der Zahnarzt selbst verliert aber durch das Verhalten der Sprechstundenhilfe noch nicht an Qualität. Also überleg es dir nochmal.

Ein Zahnarzt ist nur verpflichtet dich vorrangig zu behandeln, wenn du Schmerzen hast. Ansonsten haben alle anderen Patienten die sich ordnungsgemäß einen Termin besorgt haben das Recht diesen Termin auch so wahrnehmen zu können. Wie gesagt, einzig Notfallpatienten werden dann mit Vorrang behandelt. Ist auch in meinen Augen etwas merkwürdig, da man in drei Wochen schliesslich locker mächtig Schmerzen kriegen kann in so einem Zahn, aber das ist eben so.

Den Arzt zu wechseln, ist heute immer auch Kassensache. Deswegen schliesslich auch unsere 10 Euronen Praxisgebühr, damit wir nicht alle dauernd zu anderen Ärzten rennen. Nichtsdestoweniger können auch die Kassen nicht von dir verlangen, dich von einem Arzt behandeln zu lassen mit dem du Schwierigkeiten hast. Da würde ich an deiner Stelle einmal bei der Kasse anrufen und fragen. Denn wenn du zu einem anderen Arzt gehst, muss mit Sicherheit der Behandlungplan noch einmal neu entworfen werden, schliesslich: 2 Ärzte, vier Meinungen (hat mir grad mein Kieferchirurg noch gesagt).

Viel Spaß in den nächsten Wochen beim Zahnarzt, hab ich auch alles schon mitgemacht.

Gruß
Nita

Hallo Nita,

danke für dein langes Posting, das durch angenehme Ausgewogenheit und viele Komponenten einigermaßen brilliant ist.

leider bin ich keine Zahnarzthelferin, aber - aus Erfahrung -
folgendes:

Macht nix…

Deswegen passt der Termin aber auch nicht für eine „normale“
Füllungsbehandlung, da auch dies sehr viel schneller geht.

Hm, das weiß ich nicht, aber wenn der Termin zur Anpassung der Brücke kürzer ist, dann könnte man es durchaus einrichten, wenn man guten Willens ist, dass man da die Plombe macht, finde ich.

So geht es bei meinem Zahnarzt zu.

Jau, scheint gang und gebe zu sein.

Das du keine warmen Worte bekommen hast auf deine

Ah, nein, ich verwechsle die Zahnarztpraxis sicher nicht mit einer semitherapeutischen Einrichtung :wink:.

Schusseligkeit hin, na ja. Die Praxis ist ein Betrieb. Was
meinst du wie das da zugeht, wenn nur einige ihre Termine
verhampeln?

Das ist doch ziemlich hypothetisch. Es ist so, dass die meisten ihre Termine wohl nicht verhampeln- aus guten Gründen. An den Realitäten sollte sich wohl auch der Arzt orientieren.

Immerhin möchtest du im Gegenzug ja auch pünktlich
drankommen, wenn du zum Termin kommst.

Ja, wenn das mal so wäre, was?! Mit meiner Zahnärztin habe ich da zwar Glück, aber das Warten in einer Allgemeinpraxis ist wohl jedem bekannt, oder? Da helfen keine Termine, vor allem nicht an Montagen.

Man sollte hier also
hier Gnade vor Recht ergehen lassen. Hast du halt keine
Absolution bekommen, Pech gehabt. Nimms sportlich.

!!Sehr schön, die Absolution!! Hm, ich überlege gerade, ob ich auch bereit wäre, 5 mal das Vater unser zu beten :wink:. Nein, bin ich nicht- brauch ich nicht lang zu überlegen- denn ich bin noch nicht mal katholisch. Schwein gehabt. Jetzt im Ernst: Ich erwarte keine Absolution, ich erwarte auch keine besondere Art der Zuwendung, wenn ich einen Termin verschleudere. Dennoch: Ein allgemeines Verständnis für diese Situation kann ich sehr wohl erwarten. Denn a) steht der Patient in einem ganz besonderen Abhängigkeitsverhältnis zum Arzt und b) viel wichtiger vielleicht noch: Auch der Arzt will was von mir.

Ob du deswegen gleich den Arzt wechseln solltest? Kommt
natürlich darauf an. Eine Lösung könnte auch sein, beim
nächsten Termin die Sache mal freundlich anzusprechen. Man
darf ja ruhig zu der Arzthelferin sagen: „Entschuldigung noch
mal für den verbaselten Termin. Andererseits hätte ich es aber
nett gefunden, wenn sie meine Entschuldigung wenigstens
akzeptiert hätten. Ich habe mich deshalb doppelt unwohl
gefühlt.“

Das halte ich für eine ganz brauchbare Idee, mal sehen, ob sich das ergibt und ob es passt.

Z.B. so etwa. Der Zahnarzt selbst verliert aber
durch das Verhalten der Sprechstundenhilfe noch nicht an
Qualität.

Womit du abermals Recht behältst. Es fragt sich auch, ob der Rüffel, den die Helferin dann u.U. von der Ärztin bekommt- auch das ist ja nicht auszuschließen- sich unbedingt positiv für mich auswirkt. Ich habe mich in einer Allgemeinpraxis mal über eine Arzthelferin beschwert. Es ging um die Verwendung der Arztpost, die die Helferin mir verweigern wollte. Zufällig bekam ich aber mit, dass die Ärztin angeordnet hat, das entsprechende mit derselben zu verschicken. Da hat sie Pech gehabt, denn die Ärztin hat sofort zu meinen Gunsten reagiert, da schließlich ihre Anweisung nicht beachtet worden ist.

Also überleg es dir nochmal.

Tu ich sicher.

Ein Zahnarzt ist nur verpflichtet dich vorrangig zu behandeln,
wenn du Schmerzen hast.

Das ist verrückt! Wenn ich Schmerzen habe, ist es oft für eine einfache Behandlung zu spät. Alle Welt labert von Vorsorge, die beim gescheiten Essen anfängt und mit der Gesundheitsuntersuchung aufhört, und hier soll man groteskerweise erst dann zum Arzt, wenn man Schmerzen hat?!? Zur Strafe, was?

Ansonsten haben alle anderen Patienten
die sich ordnungsgemäß einen Termin besorgt haben das Recht
diesen Termin auch so wahrnehmen zu können.

Dass ich warten müsste, wäre nicht das Problem, das muss ich woanders auch.

Wie gesagt, einzig
Notfallpatienten werden dann mit Vorrang behandelt. Ist auch
in meinen Augen etwas merkwürdig, da man in drei Wochen
schliesslich locker mächtig Schmerzen kriegen kann in so einem
Zahn, aber das ist eben so.

Siehst du wohl… Und dann wird möglicherweise eine kompliziertere Behandlung fällig- auf Kosten der Versicherungsgemeinschaft, wie ich mal pointiert hinzufüge.

Den Arzt zu wechseln, ist heute immer auch Kassensache.
Deswegen schliesslich auch unsere 10 Euronen Praxisgebühr,
damit wir nicht alle dauernd zu anderen Ärzten rennen.
Nichtsdestoweniger können auch die Kassen nicht von dir
verlangen, dich von einem Arzt behandeln zu lassen mit dem du
Schwierigkeiten hast. Da würde ich an deiner Stelle einmal bei
der Kasse anrufen und fragen. Denn wenn du zu einem anderen
Arzt gehst, muss mit Sicherheit der Behandlungplan noch einmal
neu entworfen werden, schliesslich: 2 Ärzte, vier Meinungen
(hat mir grad mein Kieferchirurg noch gesagt).

Genau deswegen habe ich das nochmal angesprochen. Auf diesem Plan steht nämlich die Adresse der Zahnärztin. Den Spruch kannte ich noch nicht: 2 Ärzte 4 Meinungen :smile:. Wäre nicht auch richtig: 1 Arzt, 2 Meinungen? Schließlich bekommt man ja das ein oder andere zur Option.

Viel Spaß in den nächsten Wochen beim Zahnarzt, hab ich auch
alles schon mitgemacht.

Ja, dass ich nicht der einzige bin, dem es so ergeht, ist mir schon klar. Deswegen sitze ich nicht den Tag hier rum und versinke in Selbstmitleid :smile:.

Gruß

Wilfried

Hallo Nita,

danke für dein langes Posting, das durch angenehme
Ausgewogenheit und viele Komponenten einigermaßen brilliant
ist.

Bitte, gern geschehen.

leider bin ich keine Zahnarzthelferin, aber - aus Erfahrung -
folgendes:

Macht nix…

Du bist gut, solche Erfahrungen sind beim Zahnarzt auch schon mal schmerzlich!

Deswegen passt der Termin aber auch nicht für eine „normale“
Füllungsbehandlung, da auch dies sehr viel schneller geht.

Hm, das weiß ich nicht, aber wenn der Termin zur Anpassung der
Brücke kürzer ist, dann könnte man es durchaus einrichten,
wenn man guten Willens ist, dass man da die Plombe macht,
finde ich.

Die gehen aber nicht nach gutem Willen, sondern nach Schema F vor. Es gibt eine Menge sehr gut organisierter Arztpraxen, aber eine noch größere Menge an: So-machen-wir-das-immer-Praxen.

So geht es bei meinem Zahnarzt zu.

Jau, scheint gang und gebe zu sein.

Das du keine warmen Worte bekommen hast auf deine

Ah, nein, ich verwechsle die Zahnarztpraxis sicher nicht mit
einer semitherapeutischen Einrichtung :wink:.

Schusseligkeit hin, na ja. Die Praxis ist ein Betrieb. Was
meinst du wie das da zugeht, wenn nur einige ihre Termine
verhampeln?

Das ist doch ziemlich hypothetisch. Es ist so, dass die
meisten ihre Termine wohl nicht verhampeln- aus guten Gründen.
An den Realitäten sollte sich wohl auch der Arzt orientieren.

Na ja, Murphys-Law, du kennst das. Genau an dem Tag an dem du schusselst, schusseln auch zwei andere, alles Durcheinander. Und die Arzthelferin ist ein Mensch, ägert sich und peng!

Immerhin möchtest du im Gegenzug ja auch pünktlich
drankommen, wenn du zum Termin kommst.

Ja, wenn das mal so wäre, was?! Mit meiner Zahnärztin habe ich
da zwar Glück, aber das Warten in einer Allgemeinpraxis ist
wohl jedem bekannt, oder? Da helfen keine Termine, vor allem
nicht an Montagen.

Das bezog sich jetzt auch wirklich streng auf die Zahnärzte, die m.E. die einzigen sind, die es überhaupt einigermaßen schaffen ihre Termine einzuhalten. Bei meinem Allgemeinmediziner krieg ich erst gar keinen Termin, da heisst es: Hingehen und warten.

Man sollte hier also
hier Gnade vor Recht ergehen lassen. Hast du halt keine
Absolution bekommen, Pech gehabt. Nimms sportlich.

!!Sehr schön, die Absolution!! Hm, ich überlege gerade, ob ich
auch bereit wäre, 5 mal das Vater unser zu beten :wink:. Nein,
bin ich nicht- brauch ich nicht lang zu überlegen- denn ich
bin noch nicht mal katholisch. Schwein gehabt. Jetzt im Ernst:
Ich erwarte keine Absolution, ich erwarte auch keine besondere
Art der Zuwendung, wenn ich einen Termin verschleudere.
Dennoch: Ein allgemeines Verständnis für diese Situation kann
ich sehr wohl erwarten. Denn a) steht der Patient in einem
ganz besonderen Abhängigkeitsverhältnis zum Arzt und b) viel
wichtiger vielleicht noch: Auch der Arzt will was von mir.

Füge hier bitte noch ein: Verkäufer/innen wollen was von mir, Autowerkstattmitarbeiter wollen was von mir, etc. Das wird uns allen wohl ein ewiges Rätsel bleiben, wieso da teilweise so gepampt wird.

Ob du deswegen gleich den Arzt wechseln solltest? Kommt
natürlich darauf an. Eine Lösung könnte auch sein, beim
nächsten Termin die Sache mal freundlich anzusprechen. Man
darf ja ruhig zu der Arzthelferin sagen: „Entschuldigung noch
mal für den verbaselten Termin. Andererseits hätte ich es aber
nett gefunden, wenn sie meine Entschuldigung wenigstens
akzeptiert hätten. Ich habe mich deshalb doppelt unwohl
gefühlt.“

Das halte ich für eine ganz brauchbare Idee, mal sehen, ob
sich das ergibt und ob es passt.

Z.B. so etwa. Der Zahnarzt selbst verliert aber
durch das Verhalten der Sprechstundenhilfe noch nicht an
Qualität.

Womit du abermals Recht behältst. Es fragt sich auch, ob der
Rüffel, den die Helferin dann u.U. von der Ärztin bekommt-
auch das ist ja nicht auszuschließen- sich unbedingt positiv
für mich auswirkt. Ich habe mich in einer Allgemeinpraxis mal
über eine Arzthelferin beschwert. Es ging um die Verwendung
der Arztpost, die die Helferin mir verweigern wollte. Zufällig
bekam ich aber mit, dass die Ärztin angeordnet hat, das
entsprechende mit derselben zu verschicken. Da hat sie Pech
gehabt, denn die Ärztin hat sofort zu meinen Gunsten reagiert,
da schließlich ihre Anweisung nicht beachtet worden ist.

Deswegen hab ich auch nicht vorgeschlagen, dich gleich bei der Ärztin zu beschweren. Vielleicht auch kontraproduktiv.

Also überleg es dir nochmal.

Tu ich sicher.

Ein Zahnarzt ist nur verpflichtet dich vorrangig zu behandeln,
wenn du Schmerzen hast.

Das ist verrückt! Wenn ich Schmerzen habe, ist es oft für eine
einfache Behandlung zu spät. Alle Welt labert von Vorsorge,
die beim gescheiten Essen anfängt und mit der
Gesundheitsuntersuchung aufhört, und hier soll man
groteskerweise erst dann zum Arzt, wenn man Schmerzen hat?!?
Zur Strafe, was?

Absolut richtig, finde ich auch. Bescheuertes System. Vielleicht solltest du noch mal nachhaken, von wegen: Hören Sie, ehe ich Schmerzen kriege? Dann müsstest du mit Sicherheit aber warten. Oder du sagst, sie sollen dich benachrichtigen, wenn ein anderer Termin platzt, geht auch.

Ansonsten haben alle anderen Patienten
die sich ordnungsgemäß einen Termin besorgt haben das Recht
diesen Termin auch so wahrnehmen zu können.

Dass ich warten müsste, wäre nicht das Problem, das muss ich
woanders auch.

Wie gesagt, einzig
Notfallpatienten werden dann mit Vorrang behandelt. Ist auch
in meinen Augen etwas merkwürdig, da man in drei Wochen
schliesslich locker mächtig Schmerzen kriegen kann in so einem
Zahn, aber das ist eben so.

Siehst du wohl… Und dann wird möglicherweise eine
kompliziertere Behandlung fällig- auf Kosten der
Versicherungsgemeinschaft, wie ich mal pointiert hinzufüge.

Ja, leider.

Den Arzt zu wechseln, ist heute immer auch Kassensache.
Deswegen schliesslich auch unsere 10 Euronen Praxisgebühr,
damit wir nicht alle dauernd zu anderen Ärzten rennen.
Nichtsdestoweniger können auch die Kassen nicht von dir
verlangen, dich von einem Arzt behandeln zu lassen mit dem du
Schwierigkeiten hast. Da würde ich an deiner Stelle einmal bei
der Kasse anrufen und fragen. Denn wenn du zu einem anderen
Arzt gehst, muss mit Sicherheit der Behandlungplan noch einmal
neu entworfen werden, schliesslich: 2 Ärzte, vier Meinungen
(hat mir grad mein Kieferchirurg noch gesagt).

Genau deswegen habe ich das nochmal angesprochen. Auf diesem
Plan steht nämlich die Adresse der Zahnärztin. Den Spruch
kannte ich noch nicht: 2 Ärzte 4 Meinungen :smile:. Wäre nicht
auch richtig: 1 Arzt, 2 Meinungen? Schließlich bekommt man ja
das ein oder andere zur Option.

Viel Spaß in den nächsten Wochen beim Zahnarzt, hab ich auch
alles schon mitgemacht.

Ja, dass ich nicht der einzige bin, dem es so ergeht, ist mir
schon klar. Deswegen sitze ich nicht den Tag hier rum und
versinke in Selbstmitleid :smile:.

Sollte nur noch mal ausdrücken, wie sehr ich nachempfinden kann, mit welcher ausgesprochenen Freude man solchen Terminen entgegensieht. Sonst nix.

Gruß

Wilfried

Gruß auch noch mal
Nita

Hallo Nita,

hast ja wieder mächtig in die Tasten gehauen :smile:.

leider bin ich keine Zahnarzthelferin, aber - aus Erfahrung -
folgendes:

Macht nix…

Du bist gut, solche Erfahrungen sind beim Zahnarzt auch schon
mal schmerzlich!

Ich meinte damit nur, dass es nix macht, dass du keine Zahnarzthelferin bist :smile:.

Deswegen passt der Termin aber auch nicht für eine „normale“
Füllungsbehandlung, da auch dies sehr viel schneller geht.

Hm, das weiß ich nicht, aber wenn der Termin zur Anpassung der
Brücke kürzer ist, dann könnte man es durchaus einrichten,
wenn man guten Willens ist, dass man da die Plombe macht,
finde ich.

Die gehen aber nicht nach gutem Willen, sondern nach Schema F
vor. Es gibt eine Menge sehr gut organisierter Arztpraxen,
aber eine noch größere Menge an:
So-machen-wir-das-immer-Praxen.

Ja, leider.

Schusseligkeit hin, na ja. Die Praxis ist ein Betrieb. Was
meinst du wie das da zugeht, wenn nur einige ihre Termine
verhampeln?

Das ist doch ziemlich hypothetisch. Es ist so, dass die
meisten ihre Termine wohl nicht verhampeln- aus guten Gründen.
An den Realitäten sollte sich wohl auch der Arzt orientieren.

Na ja, Murphys-Law, du kennst das.

Kenne ich das? Möglicherweise, aber doch eher nicht…

Genau an dem Tag an dem du
schusselst, schusseln auch zwei andere, alles Durcheinander.

…ah, das ist wohl Murphys law, ich entsinne mich. Daher kommt also dieser ganze Stuss, wie konnt ich das vergessen!

Und die Arzthelferin ist ein Mensch, ägert sich und peng!

… ham wer den Salat.

Immerhin möchtest du im Gegenzug ja auch pünktlich
drankommen, wenn du zum Termin kommst.

Ja, wenn das mal so wäre, was?! Mit meiner Zahnärztin habe ich
da zwar Glück, aber das Warten in einer Allgemeinpraxis ist
wohl jedem bekannt, oder? Da helfen keine Termine, vor allem
nicht an Montagen.

Das bezog sich jetzt auch wirklich streng auf die Zahnärzte,
die m.E. die einzigen sind, die es überhaupt einigermaßen
schaffen ihre Termine einzuhalten.

Da gebe ich dir unbedingt recht. Möglicherweise bildet die Zunft der orthopädischen Fachärzte diesbezüglich das Schlusslicht :–(. Glücklich ist, wer keinen Orthopäden braucht.

Bei meinem
Allgemeinmediziner krieg ich erst gar keinen Termin, da heisst
es: Hingehen und warten.

Nicht immer so. Kommt auch drauf an, was gemacht wird. Ich habe jetzt Akupunktur, da krieg ich Termine, und die werden auch ziemlich pünktlich eingehalten- ziemlich heißt: Wenn ich um 10 den Termin habe, dann sticht sie mich um ca. 10 Uhr 15. Aber darüber reg ich mich ja auch nicht auf.

Man sollte hier also
hier Gnade vor Recht ergehen lassen. Hast du halt keine
Absolution bekommen, Pech gehabt. Nimms sportlich.

!!Sehr schön, die Absolution!! Hm, ich überlege gerade, ob ich
auch bereit wäre, 5 mal das Vater unser zu beten :wink:. Nein,
bin ich nicht- brauch ich nicht lang zu überlegen- denn ich
bin noch nicht mal katholisch. Schwein gehabt. Jetzt im Ernst:
Ich erwarte keine Absolution, ich erwarte auch keine besondere
Art der Zuwendung, wenn ich einen Termin verschleudere.
Dennoch: Ein allgemeines Verständnis für diese Situation kann
ich sehr wohl erwarten. Denn a) steht der Patient in einem
ganz besonderen Abhängigkeitsverhältnis zum Arzt und b) viel
wichtiger vielleicht noch: Auch der Arzt will was von mir.

Füge hier bitte noch ein: Verkäufer/innen wollen was von mir,
Autowerkstattmitarbeiter wollen was von mir, etc.

Nee, das habe ich extra nicht eingefügt, weil es eine medizinische Dienstleistung doch eben eine besondere Dienstleistung ist. Der Vergleich ist eben nicht machbar. Wenn man es eben vergleicht, reduziere ich mich auf einen organischen Mechanismus, und das bin ich nicht.

Das wird uns
allen wohl ein ewiges Rätsel bleiben, wieso da teilweise so
gepampt wird.

Na ja, sooo rätselhaft finde ich das wieder nicht. Möglicherweise liegts einfach mit daran, dass man da als Arzthelferin 8 Stunden am Tag in der Praxis ist. Jeder noch so tolle Job nervt nach der Mittagspause :wink:.

Ob du … Ich habe mich deshalb doppelt unwohl
gefühlt."

Das halte ich für eine ganz brauchbare Idee, mal sehen, ob
sich das ergibt und ob es passt.

Z.B. so etwa. Der Zahnarzt selbst verliert aber
durch das Verhalten der Sprechstundenhilfe noch nicht an
Qualität.

Womit du abermals Recht behältst. Es fragt sich auch, ob der
Rüffel, den die Helferin dann u.U. von der Ärztin bekommt-
… da schließlich ihre Anweisung nicht beachtet worden ist.

Deswegen hab ich auch nicht vorgeschlagen, dich gleich bei der
Ärztin zu beschweren. Vielleicht auch kontraproduktiv.

Ja, manchmal legt man sich halt ein Ei ins Nestlein, passiert eben.

Also überleg es dir nochmal.

Tu ich sicher.

Ein Zahnarzt ist nur verpflichtet dich vorrangig zu behandeln,
wenn du Schmerzen hast.

Das ist verrückt! Wenn ich Schmerzen habe, ist es oft für eine
einfache Behandlung zu spät. Alle Welt labert von Vorsorge,
die beim gescheiten Essen anfängt und mit der
Gesundheitsuntersuchung aufhört, und hier soll man
groteskerweise erst dann zum Arzt, wenn man Schmerzen hat?!?
Zur Strafe, was?

Absolut richtig, finde ich auch. Bescheuertes System.

Eigentlich gar keins. Oder das von Verrückten eben.

Vielleicht solltest du noch mal nachhaken, von wegen: Hören
Sie, ehe ich Schmerzen kriege?

Hätte ich machen sollen, fiel mir aber gerade nicht ein, kommt auch vor sowas. Hey, und ich telefonier nicht den Tag über mit Arzthelferinnen herum :wink:. Entweder funktioniert die Kommunikation oder es funktioniert nicht. Wenn sie funktioniert hätte, dann wäre mir das möglicherweise auch eingefallen.

Dann müsstest du mit Sicherheit
aber warten.

Kein Ding- im normalen Rahmen gehe ich bei einem Arztbesuch auch davon aus.

Oder du sagst, sie sollen dich benachrichtigen,
wenn ein anderer Termin platzt, geht auch.

Ah, guter Tipp! Das habe ich noch nicht in Erwägung gezogen. Machen die das in deiner Praxis. Wo wohnst du :smile:?!

Wie gesagt, einzig
Notfallpatienten werden dann mit Vorrang behandelt. Ist auch
in meinen Augen etwas merkwürdig, da man in drei Wochen
schliesslich locker mächtig Schmerzen kriegen kann in so einem
Zahn, aber das ist eben so.

Siehst du wohl… Und dann wird möglicherweise eine
kompliziertere Behandlung fällig- auf Kosten der
Versicherungsgemeinschaft, wie ich mal pointiert hinzufüge.

Ja, leider.

Und dann kommt man wahrscheinlich hinterher natürlich und wettert gegen mich, weil ich den Termin verschludert habe. Klasse, echt.

Ja, dass ich nicht der einzige bin, dem es so ergeht, ist mir
schon klar. Deswegen sitze ich nicht den Tag hier rum und
versinke in Selbstmitleid :smile:.

Sollte nur noch mal ausdrücken, wie sehr ich nachempfinden
kann, mit welcher ausgesprochenen Freude man solchen Terminen
entgegensieht. Sonst nix.

Nee, also ich habe zum Glück keine Panik beim Arzt. Die Hauptsache ist, ich spüre nix. Mein Hausarzt hat vor Jahren mir mal meinen Fuß operiert. Da konnte ich mit Interesse zuschauen- alles kein Problem gewesen, ich hab’ doch nix gespürt!

Gruß

Wilfried