Frage bzgl. des Herzen...

Von: , Frage gestellt am Di, 10. Mai 2005

Hallo.

Ich hoffe, Ihr könnt mir in dem Problem weiterhelfen.
Bin leider nur ein Laie, hoffe das es trotzdem reicht wie ich es beschreibe

Es geht um meinen Vater (50 Jahre, kein Sport, rel. ungesundes Leben...):
Er war vor kurzer Zeit beim Arzt zu einer Vorsorgeuntersuchung.
Dort wurde bei ihm Bluthochdruck festgestellt, worauf er ein paar Wochen täglich Blutdruck messen sollte und dies in ner Tabelle festhalten.
Zusätzlich musste er Atacand nehmen.

Nun war er gestern wieder beim Arzt, dort wurde er am Herzen in einer Art "Röhre" geröntgt und es wurde eine Verbreiterung der Aorta (nicht 100%ig sicher, aber die verläuft doch hinter den Lungen, oder??) festgestellt.
Der Arzt meinte, dies sei oft nach Unfällen der Fall, was dann auch evtl. bei meinem Vater die Ursache sein könnte, da er vor ca. 2-3 Jahren eben einen Autounfall hatte.
Der "normale" Wert/Durchmesser liege bei 4-6cm, bei meinem Vater sei ein Wert von 6,3cm festgestellt worden.

Der Arzt legt ihm eine OP nahe, dies sei "eine tickende Zeitbombe" (O-Ton).
Mein Vater ziert sich natürlich, da während der OP wohl das Herz eine Zeit lang stillgelegt wird und das zu breite Teil durch einen künstlichen, in Normalform befindlichen Ersatz ersetzt wird...


MMeine Frage/Sorge:
MUSS diese OP wirklich sein (wahrsch. ne unnötige Frage, wenns der Arzt sagt) und vielmehr, ist die OP wirklich kritisch bzw. lebensgefährlich oder handelt es sich dabei um einen durchaus machbaren, weniger gefährlichen Eingriff?


Ich bitte euch, mir so gut wie möglich zu helfen, da ich mir wirklich große Sorgen mache und ihn gerne durch andere fachliche Meinungen zur OP bewegen will!!

Auch viell. eine genaue Bezeichnung dieser Erkrankung, falls ihr mit meiner Beschreibung was anfangen könnt.

Vielen vielen Dank schonmal!!!


Mfg,
Mario

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 31 Minuten 5 hilfreich
    Re: Frage bzgl. des Herzen...

    Hallo Mario,

    zunächst einmal: Das Ding heißt Aortenaneurysma und JA, es MUSS operiert werden. Die Aorta ist die große Körperschlagader, in die das Blut aus dem Herzen gepumpt wird. Bei einer Erweiterung (= Aneurysma) verdünnt sich die Wand der Arterie bis sie irgendwann dem Druck im Gefäß nicht mehr standhält und rupturiert. So eine Aortenruptur ist zu 60 - 95 % tödlich.
    Jedes Aneurysma, das über 4 cm Durchmesser hat sollte operiert werden. Bei dieser OP wird ein Stück der Aorta entfernt und dafür eine Gefäßprothese eingesetzt.
    Natürlich ist eine solche OP nicht ohne Risiko, aber darüber wird Dein Vater vom operierenden Chirurgen aufgeklärt werden (ich kann dazu leider auch nichts genaues sagen).
    Ich hoffe, ich konnte Dir ein bißchen helfen.
    Viele Grüße,
    aureel [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Frage bzgl. des Herzen...

      hallo aureel.

      vielen vielen dank für die schnelle antwort.
      auch wenn es sich nicht wirklich gut anhört, was ich da jetzt alles so gelesen habe, bei der google.suche "aortenaneurysma"

      sehr beunruhingend und daher sehr sehr cool, dass das hier so schnell geklappt hat.
      werde jetzt sofort mal meinen vater anrufen.


      ich bin dir wirklich sehr sehr dankbar!!

      lg,
      mario [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
    Re: Frage bzgl. des Herzen...

    Hallo,

    ich habe etwas überlegt ob ich dir überhaupt schreiben soll weil es dich sicher nicht beruhigen wird.

    meinem bruder wurde 1997 ein stück künstliche hauptschlagader eingesetzt. die op hat ca. 9 ! stunden gedauert. dabei wurde die körpertemperatur auf unter 30 grad abgesenkt. lt. chirurg mit dem ich vor der op gesprochen habe lag die wahrscheinlichkeit die op zu überleben bei 50 %. allerdings hätte mein bruder ohne op keine chance gehabt auch nur eine woche länger zu leben.

    kurz und gut er hat es geschafft.

    alllerdings hätte er nach überstandener op zu regelmäßigen kontrollen gehen sollen. er verstarb 2001. die obduktion hat ergeben dass die künstliche hauptschlagader fast komplett verengt war.

    war ein ziemlicher hammer für unsere familie.

    sorry wenn ich dich jetzt beunruhigt habe. wenn die op notwendig ist wird dein vater ohnehin nicht umhin kommen sich dieser zu unterziehen.
    achtet aber dann auf die nachbehandlung.

    alles gute

    ms

    • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Frage bzgl. des Herzen...

      oh man...das is ja echt sehr sehr übe...
      aber gut zu wissen. werde meinem vater deine antwort zeigen, wohl aber erstz NACH der op, zu der er sich jetzt doch zu glück entschieden hat.

      er neigt nämlich, so wie ich ihn kenne, dazu, nach der op dann wieder einen "schlendrian" aufkommen zu lassen.

      vielen dank auch an dich!!!

      mario



      Hallo,

      ich habe etwas überlegt ob ich dir überhaupt schreiben soll
      weil es dich sicher nicht beruhigen wird.

      meinem bruder wurde 1997 ein stück künstliche hauptschlagader
      eingesetzt. die op hat ca. 9 ! stunden gedauert. dabei wurde
      die körpertemperatur auf unter 30 grad abgesenkt. lt. chirurg
      mit dem ich vor der op gesprochen habe lag die
      wahrscheinlichkeit die op zu überleben bei 50 %. allerdings
      hätte mein bruder ohne op keine chance gehabt auch nur eine
      woche länger zu leben.

      kurz und gut er hat es geschafft.

      alllerdings hätte er nach überstandener op zu regelmäßigen
      kontrollen gehen sollen. er verstarb 2001. die obduktion hat
      ergeben dass die künstliche hauptschlagader fast komplett
      verengt war.

      war ein ziemlicher hammer für unsere familie.

      sorry wenn ich dich jetzt beunruhigt habe. wenn die op
      notwendig ist wird dein vater ohnehin nicht umhin kommen sich
      dieser zu unterziehen.
      achtet aber dann auf die nachbehandlung.

      alles gute

      ms

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!