Hallo,
ich leide schon seit vielen Jahren an Bluthochdruck, Nun hat mein Hausarzt begonnen der Sache auf den Grund zu gehen.
Der Grund konnte allerdings noch nicht geklärt werden.
Ich weiss dass ich einer Risikogruppe angehöre da ich Übergewicht habe und rauche, aber in der Zeit mit Normalgewicht und als ich das Rauchen für 4 Jahre gesteckt hatte war eben der Bluthochdruck auch noch da.
Ich habe jetzt bei meinem Sohn(1,5 Jahre) einen Test auf Lebensmittelunverträglichkeit gemacht bei dem beinahe alle Lebensmittel leichte Reaktionen ausgelöst haben, 28 Lebensmittel sind als Risikoreich eingestuft worden. Nun überlege ich ob ich auch so einen Test machen soll, der allerdings 300.- Euro kostet.
Können Lebensmittelunverträglichkeiten einen hohen Blutdruck und leichtes Asthma erzeugen? Kennt sich jemand aus mit solchen Tests und führte dieser auch in irgendeiner Weise zum Erfolg?
mit dem Bluthochdruck kenne ich mich nicht aus, habe eher niedrigeren als hohen. Das du mit Übergewicht und Rauchen trotzdem noch mehr zur Risikogruppe gehörst, als mit Normalgewicht und als Nichtraucher (und trotzdem Bluthochdruck) muss dir wahrscheinlich nicht mehr gesagt werden (und ich hab es doch getan, pfui ).
Bezüglich der Lebensmittelunverträglichkeit: Ich nehme an, es wurde bei deinem Sohn ein Prick-Test gemacht? Oder eine Blutuntersuchung, oder was? Ich bin etwas verwirrt, weil doch bisher der Prick-Test (also das leichte Anritzen der Haut und der Test mit entsprechenden Flüssigkeiten) bisher immer Teil der kassenärztlichen Leistung war. Und der Bluttest war zwar mit irgendwo um 100,-- Euronen auch schon immer ganz schön teuer, aber 300,–?
Nun denn, egal. Ich habe noch nie gehört, dass Bluthochdruck in Zusammenhang mit Allergien steht, seien es nun Lebensmittelunverträglichkeiten oder andere. Was das leichte Asthma betrifft liegst du natürlich mit Allergien voll im Bereich des Möglichen. Meine Mutter - von Geburt an starke Allergikerin - hatte bis vor kurzem immer eher niedrigen Blutdruck, dies hat sich erst im Alter geändert und betrifft wohl hier also eher einen normalen Alterungsprozess.
Also meiner nichtfachlichen Meinung nach: Asthma ja, Bluthochdruck nein.
Nochmal zum Allergietest: Bei einem Prick-Test werden in der Hauptsache Hautreaktionen und die allgemeine „Bereitschaft“ zu allergischen Reaktionen getestet. Der Bluttest entdeckt dagegen auch Allergien, die nicht über die Haut ausgetragen werden, also z.B. Lebensmittelunverträglichkeiten. Denn ein Allergiker muss nicht zwingend mit Hautausschlag auf die Allergene reagieren, es können auch inhalations-toxische und Schleimhautreaktionen ausgelöst werden.
Die von Dir geschilderten Möglichkeit ist tatsächlich sehr gut möglich. Dazu gehören nebenbei auch èbergewicht, vor allem, wenn Dein Gewicht nicht 8nur) vom vielen essen zu kommen scheint.
Rate dir sehr zu dem Buch „Ist das Ihr Kind?“ von Prof Dr Doris Rapp.
Inhalt ist auch für Erwachsene zutreffend. Im weiteren sind dort auch Möglichkeiten angegeben, wie Du ohne kostspielige Tests Sachen herausfinden kannst.
also, mich verwirrt, daß nicht der arzt, sondern du den test bei deinem sohn gemacht hast.
habe ich das richtig verstanden?
solche tests werden von der krankenkasse bezahlt.
es gibt aber auch völlig sinnlose tests, welche von quacksalbern angeboten werden und nicht aussagefähig sind, weil zum größten teil einfach falsch.
deshalb nochmals die entscheidende frage:
dein hausarzt überwies dich an einen allergologen und dieser möchte 300€ für diesen test?
Hallo Strubbel
natürlich habe ich den Test nicht selber gemacht. Bei dem Test handelt es sich um einen Bluttest bei dem 180 Lebensmittel auf Verträglichkeit überprüft werden. Die Blutprobe wurde in der Arztpraxis entnommen und in einem Labor ausgewertet. Ich denke nicht dass mein Arzt ein Quacksalber ist, aber man weiss ja nie.
Leider ist es wohl so dass diese Tests nicht von der Kasse bezahlt werden.
Jürgen
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man hat dir also eine igelleistung aufgeschwatzt? ist es ein allergologe, der die untersuchung veranlasste?
frage bitte bei der krankenkasse nach (medizinischer dienst), wie ihre wissenschaftliche einschätzung genau dieses testes ist.
es gibt einen ziemlich sinnlosen test dieser art (LM-unverträglichkeit), auf den www-user schon reingefallen waren und sich verzweifelt fragten, was sie noch essen dürften.
eine untersuchung beim allergologen brachte ein völlig (!) anderes ergebnis.
im allgemeinen bezahlen die krankenkassen eine große anzahl an medikamenten und therapien nicht umsonst nicht.
es sollte im allgemeinen hellhörig machen, wenn KK dieses nicht tun, deshalb immer nachfragen bei den KK, warum nicht gezahlt wird.
seit der gesundheitsreform verkaufen immer mehr arztpraxen medizinisch unsinnige untersuchungen und therapien um wirtschaftlich zu überleben.
sei bitte sehr skeptisch zu diesem test, eventuell können hier noch andere was dazu sagen, schau bitte auch noch mal unter dem stichwort lebensmittelunverträglichkeit o.ä. im archiv.
lebensmittelunverträglichkeiten sind wohl gar nicht so häufig, wie immer dargestellt wird.
Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei dem test um einen sogenannten IgG4 Test.
Diese werden nicht von den Kassen bezahlt und sind auch bei gewissen Ärzten umstritten.
Die IgG Reaktion ist eine andere als eine IgE oder IgA Reaktion, weshalb Tests auf IgA bzw IgE in vielen Fällen andere Ergebnisse zeigen. Während die IgA und IgE Allergieen relativ selten sind, ist dies bei den IgG Allergieen nicht so.
De Gegner der igG Test können keine einzige Studie vorweisen, dass so ein Test nicht aussagekräftig ist. Für die igG Test spricht aber nicht nur eine menge von Erfahrungen, sondern auch einige Studien. Ausserdem gibt es mehrere Studien welche klar nachgewiesen haben, dass es noch andere Allergieen als die igE und IgA Allergieen gibt.
Nebst den angegebenen links (welche sich ausschliesslich auf Gluten bezieen, andere gibt es aber auch) sind die Studien, teilweise nach Goldstandards, dh placebokontrollierte Doppelblindstudien von Prof Dr Doris Rapp erwähnt. Ihr Buch „Ist das Ihr Kind?“ war nebenbei monatelang auf der Bestsellerliste der „New York Times“. Das Buch ist übrigens sehr lesenswert. Hat schon manchen kindern/Eltern geholfen und auch einige Ärzte sogar aus der klassischen Medizin überzeugt. Spätestens wenn man so ein kind ärztlich begelitet und die unterschiede sieht, überzeugt es meistens auch grosse Kritiker. Ansonsten bietet sicch immer noch das lesen der wissenschaftlichen Studien an