Speiseröhre

Hallo.

In so einem Prospekt über Krebs habe ich letztens gelesen, daß an der Speiseröhre sehr schwer operiert werden könne (welche Krebsart das sein sollte, weiß ich nicht mehr).
Warum ist die Speiseröhre schwerer operierbar als andere Körperteile? Ist das ein schwieriges Gewebe?

Grüße
Ostlandreiter

Hi,

In so einem Prospekt über Krebs habe ich letztens gelesen, daß
an der Speiseröhre sehr schwer operiert werden könne (welche
Krebsart das sein sollte, weiß ich nicht mehr).
Warum ist die Speiseröhre schwerer operierbar als andere
Körperteile? Ist das ein schwieriges Gewebe?

Prinzipiell nicht.
Bei der speiseröhre gibt es zwei arten von krebs. Zum einen das plattenepithelkarzinom und das adenokarzinom.
Das nur als rein akademische info.

Die eigentliche antwort zu deiner frage ist recht einfach:

Leitsymptom bei einem speiseröhrenkrebs ist die dysphagie (schluckbeschwerden).
Leider ist die aber auch ein spätsymptom und außerdem sehr unspezifisch, d.h. schluckbeschwerden treten auch bei einem dutzend anderer erkrankungen auf.
So sauert es i.d.R. 4. monate bis zur diagnosestellung. Zu diesem zeitpunkt haben aber schon ca. 70% der patienten einen wandüberschreitenden tumor mit lymphknoten- und/oder fernmetastasen.

Klar ausgedrückt:

Wenn sich der krebs bemerkbar macht ist es eigentlich für eine heilung schon zu spät.
Prinzipiell kann man am oesophagus (speiseröhre) recht gut operieren (z.b. mit darmtransplantaten); man bemerkt die kranheit halt meist erst zu spät…

LG Alex:smile:

Wenn sich der krebs bemerkbar macht ist es eigentlich für eine
heilung schon zu spät.
Prinzipiell kann man am oesophagus (speiseröhre) recht gut
operieren (z.b. mit darmtransplantaten); man bemerkt die
kranheit halt meist erst zu spät…

LG Alex:smile:

Gut, dann war der Prospekt aber ungenau. Da stand, die Speiserhöre ginge schwer zu operieren.
Ich dachte schon, da könne vielleicht nichtsauber gearbeitet werden.

Hi,

Gut, dann war der Prospekt aber ungenau. Da stand, die
Speiserhöre ginge schwer zu operieren.
Ich dachte schon, da könne vielleicht nichtsauber gearbeitet
werden.

Hast du den prospekt zufällig zur hand. dann könntest du vielleicht mal schreiben, was da genau stand…

Bei einer erkrankung zu sagen „schwer zu operieren…“ ist eine äußerst vage formulierung, weil man nicht weiß, was mit „schwer“ gemeint sein soll. Etwa die das verfahren ansich, die intraoperative letalität, intraoperative komplikationen, postoperative komplikationen/letalität???

so weit…

LG Alex:smile:

Moin, also das mit dem gut operieren ist relativ. Die OP ist nämlich im Brustkorb und da operiert es sich zwar prinzipiell nicht anders als woanders, aber weil der Ösophagus kein „Fell“ hat wie das in das der Darm eingepackt ist, breitet sich Krebs schnell aus und wandert dann in meist lebensnotwendige Gewebe ein, was das Operieren dann ausnehmend schwer macht.
Eine andere Frage ist die der Anästhesie, denn für den Zugang zum Ösophagus muß meist ein Lungenflügel stillgelegt werden, was dann die OP nie langweilig werden läßt.

Grüße,

Chris

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Hi,

Moin, also das mit dem gut operieren ist relativ. Die OP ist
nämlich im Brustkorb und da operiert es sich zwar prinzipiell
nicht anders als woanders, aber weil der Ösophagus kein „Fell“
hat wie das in das der Darm eingepackt ist, breitet sich Krebs
schnell aus und wandert dann in meist lebensnotwendige Gewebe
ein, was das Operieren dann ausnehmend schwer macht.

Stimmt. Die sache mit dem serosaüberzug hatte ich jetzt nicht explizit erwähnt, DAS ist ja auch ein grund, warum so ein CA schnell wandüberschreitend wächst…

Eine andere Frage ist die der Anästhesie, denn für den Zugang
zum Ösophagus muß meist ein Lungenflügel stillgelegt werden,
was dann die OP nie langweilig werden läßt.

Das ist ja wiedere in ganz anderes und vor allem weites feld…

LG Alex:smile:

hm, also ich meine mich zu erinnern, dass in unserer anatomievorlesung mal erwähnt wurde, dass die operation von tumoren im bereich der speiseröhre deshalb etwas komplizierter ist, da es nicht gut möglich ist - oder war - gerade dieses feste schon fast knochenähnliche Knorpelgewebe zu ersetzen.
uns wurden dann auch so abenteuerliche geschichten von löchern im bauchraum erzählt, die angelegt wurden, wenn die speiseröhre komplett entfernt wurde und man sich nur noch auf diesem weg nahrung zuführen konnte… aber das ist wahrscheinlich heute nicht mehr usus :wink: