Auf Schlaganfall warten?

Hallo an alle!

Meine Oma sagte gestern, dass sie oft ein Art Flimmern im Kopf hat. Sie war bereits 2mal beim MRT. Danach sagte man ihr, das ihr Gehirn schon sehr „verkalkt“ ist.
Außerdem hatte sie schon 3mal ein Flimmern vor den Augen und konnte kurzzeitig nicht sprechen.
Alles deutet also auf einen Schlaganfall hin.
Nun hat sie die Ärzte gefragt, was man da machen kann. Sie haben gesagt „Nichts!!!“. Sie muß jetzt auf den richtigen Schlaganfall warten.
Eine Apothekerin hat ihr zu Ginko geraten, was sie auch nimmt. Aber das kann doch nicht das einzige sein. Man muß doch vorbeugend etwas tun können. Hat jemand eine Idee?

Danke schon mal!
Tschaui!
Shelly

Moin

Eine Apothekerin hat ihr zu Ginko geraten, was sie auch nimmt.
Aber das kann doch nicht das einzige sein. Man muß doch
vorbeugend etwas tun können. Hat jemand eine Idee?

Es hilft das Blut zu verdünnen. Allerdings hat das Nebenwirkungen.

cu

Hallo!

Es hilft das Blut zu verdünnen. Allerdings hat das
Nebenwirkungen.

Was hat es denn für Nebenwirkungen?

Ciao!

Hallo Shelly!

Was hat es denn für Nebenwirkungen?

Ohrensausen,Übelkeit,Schwindelgefühle,Konzentrationsstörungen,Gedächtnisstärungen können da vorkommen.

LG
Andy

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Hallo, Shelly

Es hilft das Blut zu verdünnen. Allerdings hat das
Nebenwirkungen.

Was hat es denn für Nebenwirkungen?

das kannst du hier nachlesen:
http://www.neuro24.de/schlag18.htm

Gruß
karin

Ich danke euch!

Schade, dass man nichts weiter gegen den bevorstehenden Schlaganfall tun kann!

Ciao!
Shelly

Hallo Shelly,

älteren, schlaganfallgefährdeten Menschen wird heute von vielen Hausärzten vorbeugend Acetylsalicylsäure 100 mg, z.B. in ASS® und Aspirin® als blutverdünnende Arzneimittel verordnet (vermindert nach neuen Studien: bei Frauen 25% der Schlaganfälle, wirkt bei Frauen aber nicht gegen Herzinfarkt).

Voraussetzung für diese Medikamente ist, dass der Patient einen intakten Magen ohne Geschwüre hat, sonst kann es zu lebensgefährlichen Blutungen kommen.
Ebenfalls muss beobachtet werden, ob der Patient keine medikamentenbedingten Asthmaanfälle bekommt!

Auf alle Fälle sollte darauf geachtet werden, dass sich deine Oma ausreichend und regelmäßig bewegt, wenn sie kann, also nicht stundenlang nur herumsitzt und dass sie genügend „über den Durst“ trinkt (Wasser, Tees, verdünnte Säfte), sodass die guten Fließeigenschaften des Blutes erhalten bleiben und sich keine Thromben (Gerinnsel) bilden, die zu Thrombosen, Schlaganfällen, Herzinfarkten etc. führen können.

Eine leichte Arteriosklerose (Verkalkung) der Hirngefäße ist im Alter normal. Hier kannst du nachlesen, wodurch krankhafte Formen von Arteriosklerose verursachen werden können:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/arterioskl…

Wenn ihr die Risikofaktoren kennt, so ist man doch eher in der Lage, nicht zur Verschlimmerung beizutragen (Rauchen meiden, Bewegung, fettarme ausgewogene Mahlzeiten, viel Flüssigkeit trinken, Blutdruck und evt. Blutzucker im Zaum halten).
Weiterhin werden seit ca. 18 Jahren bei hohen LDL-Cholesterin-Werten mit großem Erfolg Fettsenker aus der Gruppe der Statine eingesetzt, die zwar keine bestehende Arteriosklerose beseitigt, aber eine Verschlimmerung vermeiden hilft und sogar frische Plaques auflösen können. Der Arzt verschreibt sie (z. B. Simvastatin), und sie sind sehr teuer. Aber ältere Leute, die ein Statin einnehmen, haben nachweislich ein stark reduziertes Risiko, eine Demenz zu entwickeln.

Gegebenenfalls ist es sinnvoll, wenn du deine Oma zum Arzt begleitest um diese Dinge mit ihm zu besprechen. Viele ältere Menschen sind alleine nicht in der Lage, derartige für sie schwierige Gespräche zu führen, wichtige Fragen stellen sie nicht und oft vergessen anschließend das meiste, was ihnen gesagt wurde, zumal eine Arteriosklerose der Hirnarterien sich auf die Hirnleistung mindernd auswirkt (vaskuläre Demenz).

Gruß, Renate

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Hallo Shelly,

älteren, schlaganfallgefährdeten Menschen wird heute von
vielen Hausärzten vorbeugend Acetylsalicylsäure 100 mg, z.B.
in ASS® und Aspirin® als blutverdünnende Arzneimittel
verordnet (vermindert nach neuen Studien: bei Frauen 25% der
Schlaganfälle, wirkt bei Frauen aber nicht gegen Herzinfarkt).

Hallo Renate,

alle Welt SPRICHT bei Acetylsalicylsäure von Blutverdünner. Ich nehme seit 25 Jahren ASS. Auf dem Beipackzettel steht, dies sei ein Thrombozytenaggregationshemmer. Nichts von Verdünner. Aggregation ist doch das Zusammenballen (Verkleben) von Thrombozyten und dies wird verhindert. Verdünnen tut doch z. B. Marcumar. Sehe ich das falsch?

Gruß
Otto

Hallo Konzepi!

Oh, oh, oh… Ich hoffe du hast das auf ärztl.Verschreibung. Und du tust was für deinen Magen!!!
ASS ist ein Aggregationshemmer und wirkt somit Blutverdünnend (die Gerinnung ist verändert). Aber er greift massiv deine Magenschleimhaut an!

Also ASS od. Marcumar „verdünnen“ zwar das Blut, aber wenns vom Neurologen (in diesem Falle)nicht empfohlen wird, dann bitte nicht selber mit Blutverdünnern herumspielen!!!

Andy

besser Verflüssigung, keine reale Verdünnung
Hallo Otto,

ja, laienhaft reden wir stets von „Blutverdünnung“, eigentlich zum besseren Verständnis.

Aber weder Marcumar noch ASS dienen im Wortsinn der Blutverdünnung. Gemeint ist stets eine Erhaltung der Viskosität (Flüssighaltung) des Blutes mit der Vermeidung von Gerinnseln.

Beide wirken, indem sie Einfluss auf die Blutgerinnung nehmen. Während das Aspirin auf die Blutplättchen (Thrombozyten) einwirkt, indem es deren Aggregation also Aneinanderhaften hemmt, greift Marcumar über das Blutplasma in die Gerinnung ein und verlangsamt sozusagen den Gerinnungsprozess, indem es Vitamin K (ein weiteres Glied aus der komplizierten Blutgerinnungskette) aus seinem Wirkungsort in der Leber verdrängt.

Ebenso wirken sich Bewegung und Gewichtsreduktion günstig auf die Viskosität des Blutes aus. Fettgewebe produziert z. B. eigenständig Fibrinogen, das ebensfalls zur Gerinnung beiträgt.

Regelrecht „verdünnen“ lässt sich das Blut tatsächlich z. B. nur durch ausreichendes Trinken oder wenn es im Notfall schnell gehen soll, durch entsprechende Infusionen.
Daher sind auch dehydrierte (ausgetrocknete) Patienten in höchstem Maße gefährdet, in Bezug auf Schlaganfall, Herzinfarkt, Thrombose, weil deren Blut seine Viskosität verliert.

Die, wie bereits gesagt, keinesfalls nebenwirkungsfreie ASS-Prophylaxe müsste in vielen Fällen nicht gemacht werden, wenn gefährdete Patienten Gewichtsoptimierung, Ernährung, Trinken, Bewegung, täglich ausreichend beachten würden, was aber meist nicht erwartet werden kann.

Gruß, Renate

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Hallo,

ich habe nicht erwähnt, dass ich ASS wegen einer Thrombozythämie, die mit Litalir auf ca. 500.000 reduziert werden kann, zusätzlich einnehme. Magenbeschwerden habe ich keine. Sonst hätte ich Aspirin Protec probiert.

Gruß
Otto

Hallo Renate!

Ich danke dir!
Ich werde meiner Oma sagen, dass sie ganz viel trinken soll. Zu Aspirin kann man wohl nicht raten, das scheint mir insgesamt zu gefährlich. Aber Knoblauch hat wohl auch blutverdünnende Wirkung, das werde ich ihr auch noch mal sagen.

Mit ihr zum Arzt gehen ist schlecht möglich, weil sie etwas entfernt wohnt. Allerdings ist das auch nicht nötig. Sie ist erst 68 Jahre und noch sehr gut beisammen, da sie immer auf ihre Enkel aufpasst.

Ciao!
Shelly