Meningitis - Ansteckung

Hallo,

ich war gestern abend bei jemandem zu Besuch, der am Vormittag seinen
kleinen Sohn mit Meningitis-Verdacht ins Krankenhaus gebracht hatte.
Im Laufe des Abends bestätigte sich der Verdacht, die Ärzte gehen
davon aus, dass es sich um eine Virus-bedingte Infektion handelt,
können aber eine bakterielle nicht ausschließen und so bekommt er nun
intravenös Antibtiotika… Anscheinend ist es jedoch auf jeden Fall
nicht eine der Art, bei der alle Kinder des Kindergarten sofort
mitbehandelt werden müssen…

Nun meine Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich
angesteckt haben könnte?
Ich bin leicht hypochondrisch veranlagt und schon bei Magen-Darm-
Grippen in meiner Umgebung beunruhigt, also fühle ich mich gerade
auch nicht sehr wohl…

Wie lange muss man denn zittern, bis man relativ sicher ist, es nicht
zu haben?

Oder mache ich nur (meine) die Pferde scheu? :smile:

Würde mich über Antworten freuen!

Viele Grüße
Vera

Hallo,

"Infektion/Ansteckung

Alle Meningitisformen sind Infektionskrankheiten. Ein erster Erkrankungsgipfel betrifft das Kindesalter, eine Infektion kommt jedoch in jedem Lebensalter vor.
Von Bedeutung sind vor allem die gefährlichen bakteriellen Meningitisformen. In der Regel erfolgt die Ansteckung in Form einer Tröpfcheninfektion, d.h. ein Erkrankter oder Keimträger stößt Keime beim Ausatmen oder Husten aus, die von anderen Personen eingeatmet werden.
Die meisten Meningitis-Erreger kommen auch bei gesunden Personen (sogenannte Keimträger) im Mundspeichel vor. Nach der Übertragung auf eine andere Person kann diese ebenfalls zum Keimträger werden, d.h. klinisch gesund bleiben, oder aber an der Krankheit erkranken.
Jeder Erkrankte besitzt mehr Krankheitserreger im Körper als ein einfacher Keimträger und stellt somit eine Gefahr für die rasche Ausbreitung der Infektion in seiner Umgebung dar. Immer wieder sind auf diese Weise kleine oder größere Epidemien entstanden. Dies wird heute in der Regel durch eine rasche und wirksame Prophylaxe verhindert. Ein Ansteckungsrisiko besteht bei einer Tröpfcheninfektion besonders für die Personen, die sich längere Zeit in direkten Kontakt mit Erkrankten aufgehalten haben. Sie werden als Kontaktpersonen bezeichnet und bei den Prophylaktischen Maßnahmen besonders berücksichtigt.

Die typischen Krankheitssymptome beginnen am Ende der Inkubationszeit. Diese beträgt bei den bakteriellen Meningitiden im allgemeine nur wenige Tage, d.h.: wer nach wenigen Tagen keine Krankheitssymptome bietet, hat sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht infiziert.

Neben der Tröpcheninfektion sind bei der bakteriellen Meningitis andere Infektionswege möglich:

Eine schwere Mittelohrentzündung kann den Schädelknochen durchwandern und so die Gehirnhäute erreichen, so daß eine Hirnhautentzündung entsteht. Typische Keime sind in diesem Fall z.B. Staphylokokken.
Nach einer schweren Lungenentzündung befinden sich Krankheitserreger in der Blutbahn. Hier können sie, vor allem bei abwehrgeschwächten Personen auch die Gehirnhäute erreichen. Typische Keime: Pneumokokken.
Eine besondere Gefährdung besteht nach einem offenen Schädelhirntrauma, z.B. einem Schädelbasisbruch, der im Einzelfall sogar Jahre zurückliegen kann. Gefahr besteht dann, wenn es eine offene Verbindung zwischen den Gehirnhäuten und der Außenwelt gibt, durch die die Erreger eindringen können.
Eine Sonderform stellt die tuberkulöse Meningitis dar, die ebenfalls vor allem bei abwehrgeschwächten Personen eine Rolle spielt.
Von den bakteriellen Meningitisformen sind in erster Linie die viralen Meningitiden abzugrenzen. Auch hier erfolgt Ansteckung durch Tröpfcheninfektion. Anhand der klinischen Symptome lassen sie sich oft nicht sicher von der bakteriellen Meningitis unterscheiden, sind jedoch sehr viel harmloser und brauchen oft keine spezielle Therapie. Im Zweifelsfall hilft eine Lumbalpunktion weiter.

Sehr selten kann eine Meningitis auch durch Pilze ausgelöst werden.

Ebenfalls zu den seltenen Krankheitsbildern zählt die aseptische Meningitis, die nicht von Krankheitserregern, sondern z.B. durch Medikamente oder aber autoimmun ausgelöst wird. "

Quelle:http://www.hydrocephalus.de/seiten/neurologie/meninf…

nu mach dich mal nicht verrückt… Du hattest do keinen direkten kontakt zu dem Kind-oder?
Und da nicht mal díe kids vom KiGa behandelt werden müssen, wirst du dich nicht angesteckt haben!

Geniesse Pfingsten

Manu

Hallo,

dankeschön! Ja, ich versuche auch, nicht dran zu denken :smile: Wenn ich
unerträgliche Kopfschmerzen bekomme, kann ich mich immer noch
fürchten…

Gruß
Vera