Hallo Fachleute,
meine Mutter (lebt im Altenheim, fortgeschrittene Demenz) hat latenten Diabetes. Lt. Arzt soll sie 3x1 Tr. tägl. Dispatenol Augentropfen verabreicht bekommen. (Ich besorge sie immer selbst, da keine Kassenleistung.)
Ich wundere mich, daß die solange nicht alle werden, das letzte Fläschchen war nach 2 1/2 Monaten noch nicht leer. Ich habe doch sehr den Verdacht, daß sie nur sehr unregelmäßig getropft wird (auch sonst liegt einiges im Argen).
Frage: kann mir vielleicht jemand sagen, wieviele Tropfen ein 10 ml-Fläschchen ergibt?
Sind diese Tropfen bei lat. Diabetes sehr wichtig? Verhindern bzw. verzögern sie evtl. Blindheit?
Lt. Beipackzettel sind sie nach Anbruch 6 Wochen haltbar. Muß man das genau nehmen? Oder ist das so wie bei Joghurt z.B., der auch noch lange gut ist, nachdem das Verfalldatum abgelaufen ist?
Danke im Voraus für Antworten
Rosi
Hallo Rosi!
Diese Augentropfen sind gegen „trockene Augen“, sorgen also dafür, dass bei zuwenig eigener Tränenflüsigkeit die Benetzung der Hornhaut gewährleistet ist.
Blindheit verhindern, so meine Sicht, tun diese Tropfen erstmal nicht.
Es sei denn, die Hornhaut wird *so* schlecht versorgt, dass es zu massiven Entzündungen kommt.
Das wäre dann aber auch von außen zu sehen.
Bekommt Deine Mutter zur Nacht eine Salbe in die Augen?
Grade demente Menschen haben einen verzögerten Lidschlag und nicht immer einen kompletten Lidschluss.
Mit einem 10-ml-Fläschchen kommt man durchaus ein Vierteljahr hin, und wenn nicht der Patient selbst tropft, sondern eine andere Person, geht erfahrungsgemäß auch wenig daneben.
Das MHD ist m.E. immer ziemlich eng bemessen nach der Öffnung, und wenn die Tropfen bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, sinnvoll.
Stellt man sie aber immer wieder ins Kalte (z.B.Kühlschrank)passiert nach meinen Erfahrungen nichts daran.
Das eigentliche Problem scheint mir aber zu sein, dass die Versorgung Deiner Mutter insgesamt nicht zufriedenstellend ist, und das ist wohl die wesentliche Schwierigkeit.
Angelika
Danke Angelika für Deine Antwort.
Wenn die Tropfen im Kühlschrank aufbewahrt werden, dann „denken“ die Schwestern noch weniger dran - so stehen sie im Stat.Zimmer bereit. Demnach wäre es also sinnvoll, sie nach 6 Wochen zu entsorgen.
Eine weitere Creme für die Augen bekommt Mutter nicht - sie ist Gottseidank noch nicht so schlimm dran mit ihrer Demenz.
Leider hast Du recht betreffs Heim - es könnte so manches besser sein …
Liebe Grüße
Rosi