Blut im stuhl

hi,

eine ältere dame (83jahre) stark sehbehindert, wird v. sozialstation betreut und hat einen toilettenstuhl da sie das klo nicht mehr alleine aufsuchen kann. soweit zu den umständen.

seit mindestens 1/2 jahr erzählt sie v. mehr o. weniger regelm. blut im stuhl. wenn dieser dünn ist kommt besonders viel blut.

ein arztbesuch kommt nicht in frage weil dann eine krankenhauseinweisung vorprogrammiert ist - ihre meinung!

das die sozialstation b. säubern der toilette den blutigen abgang noch nicht bemerkt hat liegt nach aussage der dame daran, dass eine ordentl. menge klopapier das häufchen zudeckt.

möchte noch erwähnen d. regelm. aspirin 100 verordnet wird, patientin hat starke arteriosklerose.

wenn man mal eine ferndiagnose stellen würde, was käme da so alles in frage? könnten es einfach blutende polypen sein oder hämorrhoiden? oder muss man eher v. schlimmsten ausgehen, nämlich darmkrebs.

möchte noch erwähnen das die dame sonst recht munter ist u. eigentl. alles essen kann. allerdings klagt sie öfter über druckschmerz in nähe galle oder bauspeicheldrüse, könnte natürlich auch ab-o. austeigender darmbereich sein (bin kein mediziner).

nach meiner eigenen vermutung könnte es sich ja auch um eine harmlose sache handeln. da asperin 100 ja sowas wie blutverdünnend wirkt wäre der scheinbar gr. blutverlust damit zu erklären.

das die pflegekräfte v. der station beim säubern des eimers bisher nicht bemerkt haben wundert mich trotzdem. wielange kann man blut denn noch als solches erkennen?

was meint ihr dazu? wie lange kann das noch gut gehen?

hanna

Hallo Hannah,
ich werde hier keine Ferndiagnose stellen.
Aber mir sind 2 Sachen aufgefallen: Die Dame ist schwer sehbehindert.Und das sie viel Klopapier draufmacht.
Das Klopapier suppt durch…
Sprich doch mal mit den Pflegerinnen!
Aber, schön, das du dir Gedanken um die Dame machst.
Manu

Hallo Hannah,
ich werde hier keine Ferndiagnose stellen.
Aber mir sind 2 Sachen aufgefallen: Die Dame ist schwer
sehbehindert.Und das sie viel Klopapier draufmacht.
!
Aber, schön, das du dir Gedanken um die Dame machst.
Manu

hallo manou,


Das Klopapier suppt durch…

Sprich doch mal mit den Pflegerinnen


versteh nicht ganz was du mit durchsuppen meinst?

mit den pflegerinnen darf und werde ich wohl nicht sprechen weil mir das nur unter strikter geheimhaltung anvertraut wurde, ja, ja,…

die dame steht mir nämlich recht nahe.

allerdings wunderte mich auch schon wie jemand mit stark eingeschränkter sehfähigkeit blut im stuhl erkennen kann. sie ist sich aber dessen ganz sicher!

hanna

mit den pflegerinnen darf und werde ich wohl nicht sprechen
weil mir das nur unter strikter geheimhaltung anvertraut
wurde, ja, ja,…

die dame steht mir nämlich recht nahe.

Ganz besonders dann würde ich mit den Pflegerinnen sprechen. Oder mit einem Arzt - im schlimmsten Fall mit meinem, ohne zu erwähnen, um wen es geht. Meine Sorge, dass diese Dame etwas Ernstes haben könnte (du hast ja schon Darmkrebs erwähnt), wäre größer als meine Sorge wegen der Geheimhaltung. Ich habe inzwischen drei Personen an Darmkrebs sterben sehen, ich würde das nicht riskieren.
Gruß, die Elbin

Hallo

versteh nicht ganz was du mit durchsuppen meinst?

Naja, das Papier wird feucht und dann sollte man eigentlich das Blut durch schimmern sehen.

mit den pflegerinnen darf und werde ich wohl nicht sprechen
weil mir das nur unter strikter geheimhaltung anvertraut
wurde, ja, ja,…

Naja, bei Krankheiten sollte man schon ein Geheimnis lüften, kann ja auch etwas schlimmes sein.

die dame steht mir nämlich recht nahe.

Eben drumm!! Sprich mit den Pflegern!

allerdings wunderte mich auch schon wie jemand mit stark
eingeschränkter sehfähigkeit blut im stuhl erkennen kann. sie
ist sich aber dessen ganz sicher!

LG Manu

hallo hanna,
du hast mit deinen Befürchtungen eigentlich schon das allerwichstigste aufgezählt, was, sagen wir mal auch therapierbar ist.
Hinzu kommt dann noch Dünndarmblutungen durch kleine Gefäßmissbildungen, die man aber leider nicht wirklich angehen kann, außer mit Ass pausieren.
Zunächst würde ich trotz Sehbehinderung der Patientin einmal glauben. Zur Überprüfung könntest du ja mal die Unterwäsche begutachten, ob du dort Spuren frischen Blutes entdeckst. Da fällt dir sicherlich etwas diplomatisches ein.
Dass es bisher von Pflegekräften nicht entdeckt wurde - hmmm- wenn das ein einigermaßen seriöser gewissenhaft arbeitender Verein ist, sagt er was. Außer - wie es oft so spielt „Läuse und Flöhe“ sie hat offensichtliche Marisken, was als Hämmorrhoiden und deren Blutspritzerchen interpretiert wird und Häm sind ja ach so harmlos.Du solltest die Pfleger wirklich ansprechen - schenk ihnen doch über die Ansichten der Dame und über euer Vertrauensverhältnis reinen Wein ein- es sind doch auch erwachsene Menschen
Nächste Möglichkeit: Der Hausarzt kommt vorbei, das tut jeder - du MUSST ihn darauf hinweisen und er nimmt sich mal gaaanz viel Zeit und macht ein Blutbild und untersucht bei der Gelegenheit als ordentlicher HA auch mit dem Handschuh das Rectum. Sind es also Hb-wirksame Blutungen oder ist Blut? Teerstuhl am Fingerling??
Der zweite Punkt, der mich sehr hellhörig werden lässt sind die SChmerzen im rechten Oberbauch. Wie du richtig vermutest kann eben sehr sehr wohl was ernstes dahinterstecken.
Versichere ihr, dass heutzutage kein Mensch ins Krankenhaus muss, wenn er nicht will und selbst entscheiden darf. Jede Darm- und Magenspiegelung wird genauso schonend ambulant durchgeführt. Man muss ihr irgendwie klar machen, dass es zum Ausschluss von was Bösem geht, DAMIT man ihr falls nötig irgendwie helfen kann, bevor es so richtig weh tut.Ganz abgesehen muss sie wissen, dass falls was böses wächst, es auch sehr schnell zu einem „Darmverschluss“ kommen kann- und das tut höllisch weh. So irgendwie- ihr kennt euch ja. Bereite das Gespräch einfach ein wenig tja fast will ich sagen „kindgerecht“ vor.
Mit dem Blutbild wird der Hausarzt sehen wie stark die Blutung ist und ob zum Beispiel schon Eisenmangel eingetreten ist, dass es also chronisch leicht vor sich hin blutet, oder ob es zu heftigen Blutungen kommt, dann hat man eher die sog. normozytäre Anämie.
Mal unter uns: wenn es ein halbes Jahr so richtig heftig bluten würde, wäre sie nicht mehr „munter“. Nicht desto trotz: Auch bei chronischen Blutungen geht´s mal irgenwann nicht mehr- mit 80 eher schneller als mit 40 oder so.
(Soo ganz harmlos sind ASS- Blutungen nicht - die können alle denkbaren Folgen nachsichziehen und das Gemeine: Oft ohne SChmerzen, weil Ass auch ein Schmerzmittel ist).

Wie schon gesagt wurde, würde ich gerade weil mir jemand was bedeutet andere zu Rate ziehen, mit dem Hinweis auf Diplomatie, wo sie angebracht ist. Der Dickdarm sollte gespiegelt werden, der Magen auch.
Und erwähne, dass falls sie doch in ein KH müsste sie dort schneller „fertig“ ist, als ambulant. (Wahrscheinlich werden KK-Mitarbeiter wutschnaubend mitlesen.
Übrigens ist der Hämocculttest, falls so was vorgeschlagen würde nur dann sinnvoll, wenn man selbst kein Blut erkennen kann, aber „schon“ einzelne rote Blutkörperchen vorhanden sind. Wenn man Blut mal sieht, braucht es den Test nicht mehr- logisch, oder?
Also lass dir was einfallen und viel Erfolg.
gruß r.

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Hallo Hanna.

Also was die alte Dame Dir vertraulich erzählt hat, sollte Sie doch einem Arzt erzählen, den Sie vertraut.

Es ist nur möglicherweise, das sie vielleicht nicht weiß, wohin sie sich wenden kann, oder sie schämt sich in irgendeiner Form, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das gibts öfter. Du kannst Ihr ja freundlich einen Arzt empfehlen, vielleicht gibts ja auch welche, die sich besonders gut mit alten Leuten auskennen. Das man als alter Mensch schon mal ins Krankenhaus muß ist auch völlig normal.

Das man alte Leute im Krankenhaus unwürdig sterben läßt ist natürlich die Story (und ich glaube auch, das passiert oft genug), aber das Gerede hier im Internet nützt überhaupt nichts, wenn nicht ein niedergelassener Arzt die Frau untersucht, und Du kannst schon mal hieraufhin gar nichts selbst behandlungsmäßiges unternehmen.
Nachher ist die noch totgeinternettet…
MfG

hi,

gut gemeinter rat, aber die dame weiss sehr genau wohin sie sich wenden könnte und schämen tut die sich absolut nicht. das ding ist, sie will einfach nicht mehr ins krankenhaus (hat schon viel über sich ergehen lassen müssen) und das stünde ihr aber bevor, denn einen arztbesuch kann sie nicht machen, wegen starker gehbehinderung.
der könnte sie zu hause ja gar nicht richtig untersuchen.

ich wollte für mich, und wirklich nur für mich persönlich ein paar meinungen einholen. ansonsten akzeptiere ich, dass die dame das ganze geheimhalten möchte. ich finde jeder mensch hat das recht auf selbstbestimmung und man sollte ihn nicht zu etwas überreden was er eigentlich nicht möchte.

ihr hausarzt ist nicht die person des vertrauens, der macht seine hausbesuche auch nur mit dem vermerk dass er eigentlich nicht kommen muß. wechseln tun alte leute den nach 20 jahren auch nicht mehr…

lieben gruß v. hanna

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sternchen für dich

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