Wem ging es nach Halux-OP wirklich besser?

Hallo ihr Experten,

meine Mutter hat verschiedene Behandlungsempfehlungen für die Diagnose Halux und Hammerzeh an einem Fuß von verschiedenen Ärzten bekommen.

Der eine meint das sein in ihrem Alter halt so und sie solle sich damit abfinden, ausserdem wäre eine OP wenig aussichtsreich auf Verbesserung des Zustandes und wegen der großen Narben könne sie dann keine offenen Schuhe mehr tragen. Und die Zehen seien danach alle gleich lang.

Der andere Arzt meinte durch eine frühzeitige OP könne ihr Leiden beendet werden. Und die Narben seien auch nich so arg.

Hängt eigentlich der Halux und der Hammerzeh irgendwie zusammen?

Meine Mutter ist jetzt total verunsichert, ob sie sich operieren lassen soll.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen ihr zu oder ab zu raten.

Vielen Dank

Schönes Wochenende noch

Julia

Hallo Julia,

meines Wissens ist die Diagnose Halux valgus ein Hammerzeh. Also ein und das selbe. Die Meinungen über eine OP gehen wirklich weit auseinander. Meine Freundin ist Orthopädieschuhmacherin und sie hat von vielen Patienten mitbekommen, dass die Schmerzen im Grunde geblieben sind und nur die „Beule“ wegoperiert wurde. Meine Mutter hat sich operieren lassen und es geht ihr besser damit. Sie ist zwar auch nicht schmerzfrei, kann aber besser laufen. Ich denke jeder Mensch reagiert anders auf Operationen. Ich hoffe du bekommst noch andere meinungsbildende Mails.
Viel Glück
Skippy

Hallo Julia,

meines Wissens ist die Diagnose Halux valgus ein Hammerzeh.
Also ein und das selbe.

Hall Skippy, nein das ist nicht ein und das selbe. Den Unterschied findest du hier:

http://www.fusschirurgie.com/fuss/sub/03sub_fuss.html

und hier

http://www.surgical-tutor.org.uk/pictures/images/ort… (nicht sonderlich ansehnlich, aber zur Unterscheidung gut geeignet)

@Julia
Es kommt drauf an inwieweit deine Mutter dadurch gehindert ist. Ständige Schmerzen und die Tatsache, dass man in keinen normalen Schuh mehr reinkommt sind eben unangenehm.
Es gibt verschiedene OP-Methoden für den Hallux valgus. Habt ihr euch mal erkundigt, welche Klinik bei euch in der Nähe die OP macht und welche Methode?

MfG

Hallo!

Ich wurde letztes Jahr am rechten Fuß aufgrund von Hallux Valgus operiert. Ich konnte oft nicht mehr richtig auftreten und sogar das Fahrradfahren tat weh. Es wurde nach Chevron operiert. Heißt: Der Knochen unter dem großen Zehgelenk wurde V-förmig durchtrennt und der Zeh mit Gelenk nach außen ( richtung andere Zehen ) verschoben. Der überstehende Rest Knochen wurde entfernt. Keine Schrauben zum fixieren. Die Schmerzen nach der Op sind nicht zu verachten!
Im allgemeinen geht es meinem Fuß jetzt besser, auch wenn ich jetzt mit 19 Jahren eine Arthrose im Zehengelenk bekomme :frowning: . Schmerzen beim laufen habe ich keine mehr und tanzen geht auch wieder.

Der eine meint das sein in ihrem Alter halt so und sie solle
sich damit abfinden, ausserdem wäre eine OP wenig
aussichtsreich auf Verbesserung des Zustandes und wegen der
großen Narben könne sie dann keine offenen Schuhe mehr tragen.
Und die Zehen seien danach alle gleich lang.

Die Narben sind nicht so groß und kaum noch, eigentlich fast garnicht, zu sehen. Ich habe eine drei Zentimeter Narbe auf dem Fuß zwischen dem großen Zeh und dem daneben und eine ca. 5-6 cm Narbe an der Fußseite.
Na ja und gleich lang sind meine Zehen nicht wirklich.
Später wenn man alt ist sollte man wirklich überlegen, ob man die Strapazen der Op auf sich nehmen möchte. Die Heilung ist auch ein langwieriger Prozess ( und schmerzhafter ).

Der andere Arzt meinte durch eine frühzeitige OP könne ihr
Leiden beendet werden. Und die Narben seien auch nich so arg.

Ja, so war es bei mir.

Meine Mutter ist jetzt total verunsichert, ob sie sich
operieren lassen soll.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen ihr zu oder ab zu raten.

Bei sehr starken Schmerzen und großer Bewegungseinschränkung würde ich es machen lassen.

Wünsch euch viel Glück, ich weiß wie sch**** es ist, wenn man nicht mehr vernünftig laufen kann…

Hi Julia,

meine Mutter hat es ambulant machen lassen. Keine Schmerzen, aber der Fuß ist hin - die Fehlstellung sieht noch wüster aus. Eine Bekannte hat es in der Klinik machen lassen mit 10 Tagen Bettruhe - keine Schmerzen mehr, alles paletti. Also: Bloß für Ruhigstellung der Füße sorgen - dann kann offenbar nichts (oder nicht so viel) schief gehen…

Liebe Grüße,

Susanne

Auch meine Mutter hat einen Halux operieren lassen. Sie konnte kaum noch laufen oder stehen (sie war Lehrerin) und in Schuhe kam sie eh nicht mehr rein. Also war der Leidensdruck so groß, dass es eigentlich kaum noch schlimmer werden konnte.

Die ersten Wochen nach der OP müssen schlimm gewesen sein, aber heute, nach…8 Jahren oder so, da geht es ihr sehr gut. Der Fuß ist zwar nicht so schön wie in jungen Jahren. Trotzdem ist sie sehr zufrieden, weil weitgehend schmerzfrei. Nur bei längeren Strecken Pflastertreten, da tut’s irgendwann weh.