Parodontitis, Privatleistungen

bei mir wurde eine Paradontitis diagnostiziert, einige Zähne wackeln
schon. Die konsultierte Zahnärztin will folgendes in Summe von 610 €
privat abrechnen, obwohl ich gesetztlich versichert bin.
Prophylaxeprogramm , Risikogentest, Nachweis für 5 Parodontitiskeime,
alles gemäß §2/3 GOZ.
Wie sinnvoll ist das ? Ist die geseztliche Leistung
nicht ausreichend ?

Prophylaxeprogramm hört sich ja ganz gut an, wobei bei bestehender Parodontitis wohl eher die Behandlung als die Prophylaxe in Frage kommt.
Der Risikogentest (Nachweis einer bestimmten genetischen Variante eines Botenstoffs [Interleukin 1] des Immunsystems) und der molekularbiologische Nachweis der fünf Keime (von denen man in der Regel die meisten auch beim Patienten ohne bestehende Parodontitis findet) sind reine Privatleistungen, die die ges. Kasse nicht übernimmt. Daher müssen die erbrachten Leistungen privat gezahlt werden.
Aber: Wenn die Parodontitis schon besteht sind m.E. beide Teste überflüssig. Die Behandlung dürfte so oder so einem Standardschema folgen und der Nachweis einer oder aller fünf Keime mittels eines molekularbiologischen Verfahrens bei dem nur das Erbgut dieser Bakterien nachgewiesen wird, bringt in diesem Stadium auch keine Erkenntnis mehr. Sinngemäß das gleiche gilt für den Risikogentest: welche Schlußfolgerung lässt sich bei bestehender Parodontitis denn daraus noch ziehen?
Ich würde mir den Sinn der Teste und den Wert der entsprechenden Ergebnisse durch die Zanärztin einmal genau erläutern lassen. Aus meiner Sicht (Mikrobiologe) sind beide Verfahren eher verzichtbar.
Viele Grüße,
Oliver

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