vielleicht erinnert ihr euch noch, vor ca 3 Wochen habe ich eine Frage gestellt - warum ich ständig müde bin, pausenlos pinkeln muss und literweise trinke - und ihr alle hattet recht!
Ich habe Diabetes Typ I und war gerade 2 Wochen im Krankenhaus und bin auf Insulin Injektionen eingestellt worden.
Man hat es von Deinem Ausgangs-Posting her ja fast befürchtet, daß was in der Richtung läuft. Hat die WWW-Gemeinde also wieder ganze Arbeit geleistet.
Natürlich ist das jetzt alles lästig aber gut, daß die Diagnose zügig gestellt wurde und Du nun richtig behandelt wirst.
Das Gespritze und Gepiekse, ich denke nach kurzer Zeit hast Du Dich daran so gewöhnt, daß es Dir kaum mehr was ausmacht.
Hallo, liebe Claudia,
laß dir Mut machen. Eine gute Freundin lebt seit dem 18. Lebensjahr mit Diabetes I und ist jetzt 54. Sie hat ihre Lebensführung darauf eingestellt und achtet darauf, was sie ißt, mißt regelmäßig den Blutzuckerspiegel und spritzt 2xtäglich.
Aber darüber hinaus merkt niemand etwas von ihrer Krankheit - im Gegenteil, sie ist seltener krank als einige Ihrer Kolleginnen, hat Spaß an der Arbeit und am Leben.
Nach einigen Jahren Gewöhnung hast auch du deine Spritzenangst überwunden, hast die Körperstellen gefunden, wo es dir am wenigsten ausmacht. (Zumal man die dünnen Kanülen der modernen Spritzen gar nicht mehr spürt.)
Also: Life goes on! und zwar jetzt ohne die üblen Auswirkungen!
Hallo Claudia,
Kopf hoch - wenn dein Insulinbedarf sich eingependelt hat und du BE´s und Bedarf und korrektur und alles was dazugehört so richtig verinnerlicht hast - dann lass dir eine Insulinpumpe unter die Haut pflanzen, dann brauchst du nicht dauernd die Insulininjektionen, sondern drückst auf ein Knöpfchen, wenn du Lust auf ein Eis o.ä. hast. Wenn du dich richtig mit dem Insulinmangel auseinandersetzt, wirst du lernen den Diabetes zu beherrschen. Der Diabetes darf nicht dich beherrschen. Den BZ zu bestimmen wird dir bleiben- lerne dies zu akzeptieren: es gehört zum Herrschen über den Diabetes dazu. Übrigens gibt es bei dir in München - glaube in der Poliklinik, bin mir aber nicht sicher - eine Diabetesambulanz, die mit den Insulinpumpenträgern arbeitet.
Wünsche dir alles Gute.
Übrigens danke, dass du uns informiert hast - meistens hört man nicht mehr, ob sich eine Vermutung oder ein Rat bewährt hat.
gruss rico
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Die Insulinpumpe kann man auch als „neuer“ Diabetiker bekommen, Voraussetung ist eine eingehende Schulung, die aber sowieso notwendig ist, wenn man erstmal alles lernen muss, was zu der Krankheit gehört.
Die Pumpe wird NICHT eingepflanzt! Es ist ein Gerät, das man sich in die Hosentasche stecken kann. Darin befindet sich eine Ampulle mit Insulin, die über einen dünnen Schlauch in einer Nadel endet, die man sich unter die Haut sticht. Gewechselt wird der Katheter (also Schlauch samt Nadel) alle paar Tage. Das Pieksen also bleibt, es muss nur weitaus seltener gemacht werden. Aber ob jemand mit einer Spritzenphobie glücklicher ist, wenn er weiss, dass er eine Nadel in sich stecken hat?
Als kleine Vorstellungshilfe, so sieht der Teil aus, der an der Haut anliegt. Unten ist die Nadel, die in der Haut steckt: http://www.florian-mueller.de/shop/images/medium/pro…
es gehört zum Herrschen über den Diabetes dazu. Übrigens gibt
es bei dir in München - glaube in der Poliklinik, bin mir aber
nicht sicher - eine Diabetesambulanz, die mit den
Insulinpumpenträgern arbeitet.
Ich bin im Schwabinger Krankenhaus eingestellt worden. Es gibt aber in München verschiedene Kliniken, die eine Pumpenambulanz haben.
Meine Erfahrung ist allerdings, dass ein niedergelassener Diabetologe weitaus engagierter ist. Bin mit meiner jetzigen Praxis (allerdings nicht mehr in München) weitaus zufriedener. Das liegt allerdings mit Sicherheit auch daran, dass ich generell ein schwieriger Patient bin - hinsichtlich des Diabetes. Die Pumpenambulanz (und übrigens auch die ganz normale Diabetesambulanz) waren für mich zu unpersönlich.
Liebe Grüsse
Bine *die gerne noch weitere Tipps/Erfahrungen weitergibt, wenn erüwnscht*
heutzutage kann man damit wirklich ein Leben zwar mit Rechnen und zählen führen - aber mit normalen Restaurantbesuchen und ohne permanente Entsagung.
Was mir einfällt - achte immer auf Deine Füße - meines Wissens nach kann bei Diabetikern leicht eine kleine unerkannte Verletzung beispielsweise zwischen den Zehen zu einer großen Sache kommen - ich glaub, es liegt am verminderten Schmerzempfinden in Extremitäten.
Was mir einfällt - achte immer auf Deine Füße - meines Wissens
nach kann bei Diabetikern leicht eine kleine unerkannte
Verletzung beispielsweise zwischen den Zehen zu einer großen
Sache kommen - ich glaub, es liegt am verminderten
Schmerzempfinden in Extremitäten.
In der Tat, Wendy, das ist ein sehr wichtiger Hinweis.
Auch geringfügige Wunden an den Zehen und Füßen können sehr lange brauchen um zu heilen. Da ist wirklich besondere Aufmerksamkeit angebracht.
Gruß
Eckard
oh,uups, hallo,
ja da ist mir ein „Übersetzungsfehler“ unterlaufen, als ich „während“ meiner Antwort kurz nochmal einen englischen Artikel überflog.
Sorry, du hast natürlich Recht - die Pumpe wird nicht implantiert.
Wer letztendlich zu wem passt bzgl. einer weiteren Betreuung, muss jeder selbst herausfinden.
ciao r.
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