halli hallo!
möchte gerne wissen warum es bei einer fruchtwasseruntersuchung zu einer fehlgeburt kommen kann; dass es zu blutungen kommen kann,wel der arzt "daneben stechen " kann ist mit klar, aber was genau kann bei einer solchen untersuchung eine fehlgeburt auslösen?
LG anne
Hallo Anne,
weil die Gebärmutter auf so eine herumpieksende Veranstaltung nicht vorbereitet ist. Wenn sich die Eihaut nach der AC nicht wieder vollständig schließt, geht häufig das Fruchtwasser ab, worauf der Uterus mit Wehen reagiert, die man nicht wirklich kontrollieren kann. Das Risiko ist allerdings sehr gering (je nach Quelle: 0.5 - 1.0 %).
Viele Grüße
Renee
sehr gering heißt grad mal halb so wahrscheinlich wie ein dreier im lotto.
wirklich gering?
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Genau die Entscheidung zur FU überlegen!
Die Quote klingt relativ gering, jetzt ist die Frage, wie man damit umgeht. Bis zu jedes hundertste Kind geht nach dieser Quote ab, wenn man eine Fruchtwasseruntersuchung macht. Besonders bitter ist das dann, wenn das Kind eigentlich gesund gewesen wäre. Daher gilt es meiner Ansicht nach, keinesfalls einfach mal so eine Fruchtwasser-Untersuchung zu machen, sondern wirklich nur, wenn ein harter Verdacht auf eine Chromosomenstörung vorliegt. Dies kann man durch Voruntersuchungen wie die Nackenfaltentransparenz-Messung per Ultraschall sowie durch Blutuntersuchungen erhärten, aber auch hier kommt es vor, dass die Werte falschen Alarm auslösen.
Darüber hinaus muss man sich dringend überlegen, welche Konsequenz daraus folgt, wenn bei einer Fruchtwasseruntersuchung eine chromosomale Störung gefunden wird. Würde man das Kind dann abtreiben? Es gibt Frauen, für die das auf keinen Fall in Frage kommt und diese Frauen müssen dann auch keine FU machen, da kann man sich dieses Risiko wirklich sparen.
Ich für meinen Teil kann ohnehin auf natürlichem Weg nicht schwanger werden. Wir sind auf künstliche Befruchtung angewiesen, daher ist die Chance, dass wir überhaupt schwanger werden, relativ gering. Ich wurde im Februar schwanger, leider hatte ich in der 10. Woche eine Fehlgeburt. Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und fanden heraus, dass unser Sohn eine chromosomale Störung hatte und daher die Natur sich zu diesem Schritt entschied. Ich bin heute noch nicht sicher, wie ich selbst entschieden hätte, nachdem der Weg zu dieser Schwangerschaft so lange war. Auch für eine möglicherweise erneut entstehende Schwangerschaft bin ich mir nicht sicher, auch nicht, ob ich wirklich eine FU machen möchte. Das Risiko einer Fehlgeburt eines dieses Mal gesunden Kindes ist mir zu groß, dazu stecken wir zu viel Mühe in das „Schwangerwerden“ hinein.
Was will ich mit diesem Monsterposting sagen? Ich finde es unschön, dass vielen Frauen z.B. ab einem gewissen Alter immer noch programmmäßig zu einer FU geraten wird. Jeder muss das für sich entscheiden, ob es eine Konsequenz aus dieser Untersuchung geben würde etc. Daher guuuuuut nachdenken und sich nichts aufschwatzen lassen.
Lieben Gruß,
Claudia
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