Samenspende - halbgeschwister?

meine frage dreht sich um die vielfach oder mehrfach samenspende:

…also ein mann über diesen weg(über die samenspende) mit unter- schiedlichen frauen div. kinder in die welt setzt - was ist eigentlich wenn diese sich in vielen jahren treffen und verlieben und kinder zeugen - genetisch vor allem - sind ja halbgeschwister wenn ich richtig liege. -…

wird der spender und die bespendete eigentlich auf diese möglichekit die ja zunimmt mit jeder spende hingewiesen? - und was bedeutet das in sachen erbgut? ist das nicht eher inzucht dann und ähm… ungut sag ich mal?

frag ich mich schon seid jahren - wenn dem nämlich so ist - dann ist mir unklar irgendwie das es rechtlich erlaubt ist - wegen eben genau dem risiko.

LG

nina

Hi,
erstens bekommen weder die Empfänger den Spender noch umgekehrt zu erfahren - also wirst Du es nie erfahren wenn es so ist.

Dann ist die Wahrscheinlichkeit eines von vielleicht 100 Kindern (wieviel künstliche Befruchtungen gibt es in Deuschland? jedenfalls nicht so viele) zu treffen schon sehr gering. Zumal, wenn man das Sperma zeitnah verbraucht, der Altersunterschied zwischen Spender und Kind so 30 Jahre aufwärts liegt(die meisten Männer kommen auf die Idee mit er Samenspende erst im mittleren Alter), so dass es schon sehr unwahrscheinlich ist, schon wegen des Altersunterschiedes.

So ist es rechnerisch viel wahrscheinlicher, dass das gleiche auf natürlichem Wege passiert, dh. Mann macht einer Frau ein Kind (z.b. one-night-stand) und trifft später seine eigene Tochter wieder.

Aber auch dann passiert nicht zwingend etwas. Die Wahrscheinlichkeit für Erberkrankungen steigt. Aber die typischen „degenerierten“ Kinder kommen erst nach mehreren Generationen Inzucht zustande (z.B. in kleinen, abgeschlossenen Dörfern, oder früher auch im europäischen Hochadel).

A.

Dann ist die Wahrscheinlichkeit eines von vielleicht 100
Kindern (wieviel künstliche Befruchtungen gibt es in
Deuschland? jedenfalls nicht so viele) zu treffen schon sehr
gering. Zumal, wenn man das Sperma zeitnah verbraucht, der
Altersunterschied zwischen Spender und Kind so 30 Jahre
aufwärts liegt:
So ist es rechnerisch viel wahrscheinlicher, dass das gleiche
auf natürlichem Wege passiert, dh. Mann macht einer Frau ein
Kind (z.b. one-night-stand) und trifft später seine eigene
Tochter wieder.

Hi,
ich glaube, in der Frage ging es nicht so sehr darum, ob der Vater mit der - unbekannten - Tochter, sondern ob zwei künstlich gezeugte Kinder vom gleichen Vater miteinander etwas anfangen. Da ist dann ja kaum noch ein Altersunterschied, vor allem dann nicht, wenn das Sperma zeitnah verbraucht wird.
Gruß, Miriam

Hi, Nina,
da in Deutschland für eine künstliche Befruchtung die Ehe Voraussetzung ist, du also mit dem Spender verheiratet sein musst, ist diese Chance von unbekannten Halbgeschwistern und unwissentlich begangenen Inzests doch sehr gering.
Die einzige Chance, die ich da sehe, ist, dass einer der beiden Partner in zwei Ehen nacheinander eine künstliche Befruchtung vornehmen lässt und diese beiden Kinder sich dann später treffen.
Gruß, Miriam

Hi,
das habe ich auch so verstanden. Die Antwort bleibt aber die selbe.
Die beiden Kinder haben uU 50% ihres Erbguts identisch. Es steigt einfach die statistische Wahrscheinlichkeit, dass deren Kinder eine möglich Erbkrankheit des Vaters ausprägen. Aber, wie schon gesagt wurde, bringen erst mehrere Generationen in einem kleinen, bayrischen Dorf solche sichtbaren vermehrten Resultate.

Cu
Lalle

danke euch!

LG

nina