Großer Zeh verbrannt

Hallo

Mein Vater hat sich den rechten großen Zeh bei der Arbeit mit einer Flamme stark verbrannt.Dies geschah schon im Oktober 2004!
Es ist nun eine ringförmige offene Wunde, die blutet sobald man daran was tut…somit kein totes Gewebe.
Vom Azrt wurde öfters ein wenig weggeschnitten, es ist schon der Ansatz des Knochen zu sehen.

Nun wollen die Ärzte eine Teilamputation vornehmen, da es keine andere Möglichkeit mehr gibt.

Wer hatte ähnliche Erfahrung mit einer derartigen Verbrennung bzw. hat eine Alternativlösung.

Amputation kann doch nicht die Lösung sein, oder?

Vielen Dank für die Antwort.
Grüße Thomas

Naja, wenn du sagst, die Wunde ist seit Oktober 2004 offen, und es musste schon nekröses Gewebe entfernt werden, kann es sein, dass im Bereich des Zehs das Gewebe so zerstört ist, dass es nicht mehr heilen kann, sondern nur noch abstirbt. Um eine Ausbreitung (ich bin mir nicht ganz sicher, ob es Wundbrand ist) zu verhindern, wollen die Ärzte teilamputieren. Das ist nicht schön, aber immer noch besser, als die Ausbreitung der Wunde. Was ist denn schon alles an der Wunde probiert worden? Es gibt diverse Kräuterwickel, die wundheilungsfördernd wirken sollen. Ich kenn mich damit nicht wirklich aus, aber vielleicht hilft google. Vielleicht verträgt dein Vater das besser als chemische Medizin. Man kann das ja zumindest mal ausprobieren, aber ich würde mich nicht zu sehr darauf verlassen und zu viel Zeit verstreichen lassen, bevor´s nachher noch schlimmer wird. Oder hat er evtl. durch andere Erkrankungen Probleme mit der Wundheilung?
Gruß, Dine

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Hallo ihr beiden,

bei offenen Wunden wird auch immer wieder gern die Madentherapie angewendet. Die fressen das tote/kranke Gewebe weg. Soll wohl schon so manche Amputation verhindert haben.

http://www.medinfo.de/index.asp?r=947&thema=Madenthe…
http://www.medizin.uni-koeln.de/kliniken/dermatologi…

Gruß Wölkchen

Stimmt, das ist ne echt gute Idee. Dürfte zwar gewöhnungsbedürftig sein, und wer weiß, ob das die Krankenkasse zahlt (falls das in deinen Links stehen sollte, sorry, hab sie nicht durchgelesen), ist aber alle Mal besser als Amputation!

Gruß, Dine

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(Hyberbare) Sauerstofftherapie
Hi,

es gibt auch die Möglichkeit einer hyberbaren Sauerstofftherapie (besteht im wesentlichen in mehrfachem Aufenthalt in einer Druckkammer bei wenigen Bar Überdruck entsprechend einer Tauchtiefe von 30-40 Metern)

Durch den erhöhten Sauerstoffpartialdruck wird die Sauerstoffversorgung in der Wunde stark verbessert, ausserdem haben die in nekrotischen Wunden lebenden Mikroben was gegen Sauerstoff.

Jedenfalls hat diese Therapie schon in aussichtslos scheinenden Fällen schlecht heilender Wunden geholfen.

Leider zahlt die Kasse das nicht (zumindest die gesetzlichen, private weiss ich nicht). Es gibt also in Deutschland nur wenige Einrichtungen die so was machen (Druckkammern sind in Investition und Unterhalt teuer). Ich kenn z.B. in Leipzig so ein Zentrum.

Gruss Andreas

Liebe Dine,

so ganz ohne Geruch und Jucken geht´s wohl doch nicht, guckst Du hier:
http://www.krankenschwester.de/forum/archive/index.p…

Generell scheint die Seite gut zu sein (für mich als Laien jedenfalls)
http://www.krankenschwester.de/forum/archive/index.php/
Ist das was für eine Linkliste ?

Gruß
Bernd

Hab mich nochmal schlau gemacht in Sachen Heilkräuter und Pflanzenextrakten:

Beinwell (Symphytum officinale)

Beinwell wird schon seit langem zur Behandlung von Geschwüren und anderen Wunden verwendet. Für dies Wirkung ist das darin enthaltene Allantoin verantwortlich, dass das Wachstum neuer Zellen fördert. Allantoin wirkt ferner entzündungshemmend und immunsstimulierend. Auch die in dem Kraut enthaltenen adstringierenden Tannine tragen sicher etwas dazu bei. Experten haben das Kraut diffamiert, weil Beinwell karzinogene (möglicherweise krebserregende) Substanzen, die sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloide, enthält, die bei einer (oralen) Einnahme des Krautes die Leber schädigen können. Andere Kapazitäten wiederum schätzen seine mögliche Wirkung bei der Heilung von Geschwüren und Schnittwunden, einschließlich Operationsnarben bei äußerlicher Anwendung.
Anwendung: Man kann frischen Beinwell in Form von Umschlägen anwenden oder einen starken Tee daraus kochen, den man zum Waschen der Hautstelle verwendet. Zur Behandlung etwas ernsterer Hautgeschwüre (Gangrän, Ulcus…) wird empfohlen, während der ersten paar Tage einen Umschlag aus Beinwellblättern oder - wurzeln zu verwenden. Danach kann man auf Beinwellsalben oder eine selbst hergestellte Beinwellpaste umsteigen und die Stelle mit einem festen Verband abdecken.

Sammetpappel (Sida cordifolia)

Die Blätter dieses mehrjährigen Krautes enthalten eine wasserlösliche Faser, den sogenannten Muzilago. Umschläge damit helfen, Geschwüre zu lindern, da die Pflanze breitgestreute antiseptische Eigenschaften besitzt, die dadurch ebenfalls eine Heilung unterstützen.

Ginkgo (Ginkgo biloba)

Zur oralen Einnahme (Extrakt) , da die Wirkstoffe in den Blättern selbst sehr niedrig dosiert sind. Ginkgo hilft bei der Heilung von Beingeschwüren.
Dosis: sollte zwischen 60 und 240 Milligramm pro Tag liegen, allerdings nicht höher dosiert werden, da in großen Mengen Nebenwirkungen auftreten können (z.B. Durchfall, Gereiztheit, etc…)

Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)

Wirkt antiseptisch gegen eine große Bandbreite von Bakterien. Gibt es in der Apotheke fertig zum Gebrauch zu kaufen. Gemischt mit der gleichen Menge Wasser und Pflanzenöl ergibt dies eine Verdünnung, die eventuelle Hautreizungen vermindert. Sollten dennoch Hautreizungen auftreten, sollte die Anwendung beendet werden.

Gotu kola (Centella asiatica)

Wirksam bei vielen Arten von Hautwunden (auch schwerere). Das Kraut stimuliert das Wachstum von regenerativem Bindegewebe, das unter der Haut liegt. Als wirksame Komponente wird asiatische Säure angegeben. Empfohlen wird die äußerliche Anwendung eines standardisierten Extraktes aus der Apotheke. Dazu taucht man einen Wattebausch in die Flüssigkeit und wischt damit über die betroffene Hautpartie. Gotu kola kann auch in Form eines Tees getrunken werden, doch sollte man sich an die Dosierungsempfehlung des jeweiligen Herstellers halten. Die Urtinktur ist auch unter der Bezeichnung „Hydrocotyle asiatica“ in der Apotheke erhältlich.

P.S.:
Die Wirkstoffe hab ich aus „Die Grüne Apotheke“ von Dr. James A. Duke, der Botaniker ist, der sich seit mehreren Jahrzehnten mit medizinischen Pflanzen und deren Wirkstoffen/-weisen beschäftigt. Insbesondere interessierten ihn Krankheitsfälle, bei denen pharmazeutische Produkte nicht halfen und mit Heilpflanzen gute Ergebnisse erzielt werden konnten. Dennoch empfiehlt er, bei deren Anwendung immer Rücksprache mit den Ärzten zu halten!!

Gruß, Dine

Hallo Dine
Vielen Dank für deinen Beitrag.

Naja, wenn du sagst, die Wunde ist seit Oktober 2004 offen,
und es musste schon nekröses Gewebe entfernt werden, kann es
sein, dass im Bereich des Zehs das Gewebe so zerstört ist,
dass es nicht mehr heilen kann, sondern nur noch abstirbt.

Es ist kein totes Gewebe, da sonst eine Madenbehandlung in Frage gekommen wäre.

(ich bin mir nicht ganz sicher, ob es Wundbrand ist)
Es gibt diverse Kräuterwickel, die wundheilungsfördernd wirken :sollen.

Es wurden Salben angewandt, aber anscheinend ohne Erfolg.

Oder hat er evtl. durch
andere Erkrankungen Probleme mit der Wundheilung?

Nicht das welche bekannt sind.

Grüße Thomas

Hallo Wölkchen

bei offenen Wunden wird auch immer wieder gern die
Madentherapie angewendet. Die fressen das tote/kranke Gewebe
weg. Soll wohl schon so manche Amputation verhindert haben.

Danke für den Tipp, doch ist dies nicht bei meinem Vater anwendbar, da es laut Aussage der Ärzte kein totes Gewebe ist.

Schöne Woche noch
Gruß Thomas

Hallo Dine

Hab mich nochmal schlau gemacht in Sachen Heilkräuter und
Pflanzenextrakten:

Wie kann ich das nur gut machen?
Das ist sehr, sehr nett. Werde da gleich mal weiter stöbern.
Nur zu dumm, dass ich wegen dem Studium 300km von meinem Vater weg bin.
So bleibt nur der telefonische Rat.

Eine schöne Woche noch
Gruß Thomas

Hallo Thomas,

eine weitere Möglichkeit wäre, sich an einen professionellen Wundberater zu wenden. Wundberater ist ein Berufsbild, welche sich mit Problemwunden und deren optimaler Versorgung und Beratung beschäftigen!
Leider kann ich Dir nicht sagen wohin genau Du Dich wenden kanns doch sicherlich kann Dir ein Arzt helfen Dich darüber zu informieren.

Als Fachinformation kann ich Dir nur folgende Seite vorschlagen, vielleicht kannst Du da Hilfe finden:

http://de.hartmann.info/DE/Home/Produkte/Wundbehandl…

Gute Besserung

Andrea