Hab mich nochmal schlau gemacht in Sachen Heilkräuter und Pflanzenextrakten:
Beinwell (Symphytum officinale)
Beinwell wird schon seit langem zur Behandlung von Geschwüren und anderen Wunden verwendet. Für dies Wirkung ist das darin enthaltene Allantoin verantwortlich, dass das Wachstum neuer Zellen fördert. Allantoin wirkt ferner entzündungshemmend und immunsstimulierend. Auch die in dem Kraut enthaltenen adstringierenden Tannine tragen sicher etwas dazu bei. Experten haben das Kraut diffamiert, weil Beinwell karzinogene (möglicherweise krebserregende) Substanzen, die sogenannten Pyrrolizidin-Alkaloide, enthält, die bei einer (oralen) Einnahme des Krautes die Leber schädigen können. Andere Kapazitäten wiederum schätzen seine mögliche Wirkung bei der Heilung von Geschwüren und Schnittwunden, einschließlich Operationsnarben bei äußerlicher Anwendung.
Anwendung: Man kann frischen Beinwell in Form von Umschlägen anwenden oder einen starken Tee daraus kochen, den man zum Waschen der Hautstelle verwendet. Zur Behandlung etwas ernsterer Hautgeschwüre (Gangrän, Ulcus…) wird empfohlen, während der ersten paar Tage einen Umschlag aus Beinwellblättern oder - wurzeln zu verwenden. Danach kann man auf Beinwellsalben oder eine selbst hergestellte Beinwellpaste umsteigen und die Stelle mit einem festen Verband abdecken.
Sammetpappel (Sida cordifolia)
Die Blätter dieses mehrjährigen Krautes enthalten eine wasserlösliche Faser, den sogenannten Muzilago. Umschläge damit helfen, Geschwüre zu lindern, da die Pflanze breitgestreute antiseptische Eigenschaften besitzt, die dadurch ebenfalls eine Heilung unterstützen.
Ginkgo (Ginkgo biloba)
Zur oralen Einnahme (Extrakt) , da die Wirkstoffe in den Blättern selbst sehr niedrig dosiert sind. Ginkgo hilft bei der Heilung von Beingeschwüren.
Dosis: sollte zwischen 60 und 240 Milligramm pro Tag liegen, allerdings nicht höher dosiert werden, da in großen Mengen Nebenwirkungen auftreten können (z.B. Durchfall, Gereiztheit, etc…)
Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)
Wirkt antiseptisch gegen eine große Bandbreite von Bakterien. Gibt es in der Apotheke fertig zum Gebrauch zu kaufen. Gemischt mit der gleichen Menge Wasser und Pflanzenöl ergibt dies eine Verdünnung, die eventuelle Hautreizungen vermindert. Sollten dennoch Hautreizungen auftreten, sollte die Anwendung beendet werden.
Gotu kola (Centella asiatica)
Wirksam bei vielen Arten von Hautwunden (auch schwerere). Das Kraut stimuliert das Wachstum von regenerativem Bindegewebe, das unter der Haut liegt. Als wirksame Komponente wird asiatische Säure angegeben. Empfohlen wird die äußerliche Anwendung eines standardisierten Extraktes aus der Apotheke. Dazu taucht man einen Wattebausch in die Flüssigkeit und wischt damit über die betroffene Hautpartie. Gotu kola kann auch in Form eines Tees getrunken werden, doch sollte man sich an die Dosierungsempfehlung des jeweiligen Herstellers halten. Die Urtinktur ist auch unter der Bezeichnung „Hydrocotyle asiatica“ in der Apotheke erhältlich.
P.S.:
Die Wirkstoffe hab ich aus „Die Grüne Apotheke“ von Dr. James A. Duke, der Botaniker ist, der sich seit mehreren Jahrzehnten mit medizinischen Pflanzen und deren Wirkstoffen/-weisen beschäftigt. Insbesondere interessierten ihn Krankheitsfälle, bei denen pharmazeutische Produkte nicht halfen und mit Heilpflanzen gute Ergebnisse erzielt werden konnten. Dennoch empfiehlt er, bei deren Anwendung immer Rücksprache mit den Ärzten zu halten!!
Gruß, Dine