Hoggar

Ich meinte gerade „Suizid“, wirklich!!

Hallo Michael, schön, dass es Dich noch gibt!!!
Hi Michael,
wahrscheinlich liest Du dies hier gar nicht mehr, da meiner Erfahrung nach „the day after“ einem Riesenkater gleicht. Ich möchte Dir nur sagen, wie schön ich es finde, dass es Dich noch gibt und dass ich weiß wie einsam, verlassen und unverstanden man sich fühlen und wie weh, weh, weh das Leben tun kann. Und der Gedanke, dass man wenigstens das Ende in der eigenen Hand hat, ist sooo tröstlich. Kalendersprüche wie: „Du hast nur dies eine Leben“, „Morgen scheint die Sonne wieder“, sind zwar zutreffend, ergeben aber in solchen Momenten keinen Sinn, denn eben dieses eine Leben schmerzt mehr, als man glaubt ertragen zu können und fühlen möchte man sowieso überhaupt gar nichts mehr, schon gar nicht Sonne auf der Haut. Du kannst sehr stolz darauf sein, das Du diese Nacht überstanden hast. Du ganz allein hast es geschafft mit diesen überwältigenden Gefühlen klarzukommen. Und diese Stärke solltest Du(Vorsicht!Rat-Schlag!)jetzt nutzen, um Dir aus eigener Entscheidung jemand zu suchen, der Dir Bewältigungsstrategien an die Hand gibt, die es Dir noch besser ermöglichen mit solchen Zuständen zurecht zu kommen. Warte nicht so lange, bis es dir so schlecht geht, dass du nehmen musst, was Du kriegen kannst. Sozialpsychiatrischer Dienst, Einweisung in Klinik etc. sind nicht unbedingt das, was ich empfehlen würde. Besser ist es doch sich ohne akuten Druck den besten Therapeuten(einen wirklichen Experten!)zu suchen, den Du finden kannst. Darauf hast Du ein Anrecht! Lass Dir nicht die Fäden aus der Hand nehmen!
Viele liebe Grüße
Anna