Hi!
Laut den Antworten im Psychologie-Brett gibt es bei Epilepsie zwei große Gruppen von Anfällen:
- generalisierte
- fokale
Anfälle, wobei bei letzteren das Bewusstsein erhalten bleibt.
Mich würde jetzt interessieren, ob und wie diese Menschen ihren Anfall und die unsinnigen Aktionen erleben und an was sie sich nach dem Anfall erinnern.
Danke
Hansi
Schau mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Epilepsie
Laura
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Hi Hansi!
Laut den Antworten im Psychologie-Brett gibt es bei Epilepsie
zwei große Gruppen von Anfällen:
- generalisierte
- fokale
Anfälle, wobei bei letzteren das Bewusstsein erhalten bleibt.
Mich würde jetzt interessieren, ob und wie diese Menschen
ihren Anfall und die unsinnigen Aktionen erleben und an was
sie sich nach dem Anfall erinnern.
Ich erinnere mich dunkel, in einer von diesen Fallstudien von Oliver Sacks einmal den Begriff „psychomotorische Anfälle“ gelesen zu haben. Sie heißen, glaube ich, auch „Dämmerattacken“. Vielleicht hilft Google dir hier weiter?
Grüße,
Beate
Hallo Hansi,
Laut den Antworten im Psychologie-Brett gibt es bei Epilepsie
zwei große Gruppen von Anfällen:
- generalisierte
- fokale
Anfälle, wobei bei letzteren das Bewusstsein erhalten bleibt.
Jein, denn sogenannte Myoklonien - Muskelzuckungen bis hin zum Hinfallen, wenn sie in den Beinen stattfinden - sind auch generalisiert und führen dennoch nicht zur Bewusstseinstrübung.
Mich würde jetzt interessieren, ob und wie diese Menschen
ihren Anfall und die unsinnigen Aktionen erleben und an was
sie sich nach dem Anfall erinnern.
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Myoklonien: der Arm oder das Bein zuckt unkontrolliert, wobei je nach Stärke auch Gegenstände weggeschleudert werden oder die Beine umknicken.
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Absencen: Das Bewusstsein ist kurzfristig (ein paar Sekunden) weg. Das merkt man, wenn man gerade einen Vortrag hält, sehr gut - man verliert komplett den Faden. Generell ist es so - manche merken’s, manche nicht (besonders Kinder!). Das kann man vielleicht ein wenig mit dem verträumten Blick vergleichen, bei dem man sämtliche Gedanken abschaltet - du merkst es erst hinterher (wenn überhaupt).
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Grand Mal: Wenn man eine Aura hat, merkt man es vorher (z.B. ein komisches, aufsteigendes Gefühl aus der Magengegend oder ein seltsamer Geschmack im Mund oder es fängt alles an, sich zu drehen oder seltsame Kopfschmerzen oder… die Liste ist schlicht unendlich, das ist sehr individuell). Hinterher schläft man erst einmal sehr fest, wenn man dabei geweckt wird, kann man keine sinnvollen Antworten geben und kann sich hinterher überhaupt nicht daran erinnern. Aber auch nicht an die erste Zeit, wenn das Bewusstsein schon da ist und man vernünftige Antworten gibt. Ab einem bestimmten Moment setzt die Erinnerung wieder ein. Es ist aber ganz seltsam - zu diesem Moment weiß man schon sehr genau, dass man einen Anfall hatte. Das Gehirn kommt also sehr allmählich wieder in Schwung. Man ist danach auf jeden Fall auch seeeehhhr müde und hat auch Mühe, sich an bestimmte Sachen (z.B. welche Medikamente nehmen sie in welcher Dosierung?) zu erinnern, aber langsam lässt die Müdigkeit nach, die Erinnerung kommt wieder und je mehr Zeit nach dem Anfall vergangen ist, desto klarer kann man sich hinterher auch an diese Zeit erinnern. Ist irgendwie schwer zu beschreiben. 
Na ja, das ist nicht immer so - manche glauben es auch partout nicht, dass sie einen Anfall gehabt haben, wenn man es ihnen hinterher sagt. Wie du siehst - auch sehr unterschiedlich.
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Fokale Anfälle können sehr unterschiedlich ablaufen. Bei manchen äußern sie sich durch seltsame Empfindungen („weiße Würmchen vor den Augen“ z.B.), ist aber auch sehr vielfältig und dafür bin ich auch nicht so der Experte.
Es gibt aber auch noch andere Anfallstypen, auf die hier einzugehen den Rahmen sprengen würde.
Eine sehr schöne Aufbereitung der wichtigsten Informationen findest du hier:
http://www.izepilepsie.de/cweb/cgi-bin-noauth/cache/…
Ich hoffe, dir damit etwas geholfen zu haben.
Grüße,
Anja
Hallo Anja!
Danke für die viele Info! Kriegst ein Sternderl von mir!
Bye
Hansi