'Verbote' in einer Psychosomatischen Klinik?!

Hallo,

was darf einem Patienten alles in einer Psychosomatischen Klinik „verboten“ werden und wie weit dürfen Ärzte und Therapeuten Konsequenzen ziehen?

Speziell liegen folgende „Verbote“ bzw. Empfehlungen vor:

1.) Interne Telefonate mit anderen Patienten sind untersagt!
2.) Telefonate werden teilweise mitgehört!
3.) Kontaktsperre mit Freunden, Verwandten, … außerhalb der Klinik!
4.) Hausgebot! Das Haus darf höchstens in die Raucherecke verlassen werden, wenn man eine rauchen möchte! Eingeschränktes Hausgebot! Das Haus darf z. B. für 2 Std. verlassen werden!
5.) Ein Patient hat sich einen anderen Patienten verliebt. Ärzte und Therapeuten erfahren dies. Dürfen Ärzte und Therapeuten den Patienten empfehlen, keinen Kontakt zueinander zu haben? Inwieweit muss man sich daran halten? Frage, da aus Sicht der Ärzte und Therapeuten eine Therapie nicht zustande kommen kann, wenn man wegen verliebt sein/Liebe nicht über seine Probleme spricht, da man aufgrund der positiven Gefühle beeinflusst ist! Gibt es einen Unterschied, wenn sich der Patient kurz vor dem Krankenhausaufenthalt in jemanden verliebt hätte?
6.) Dürfen Kameras und Wanzen angebracht werden? Wenn ja, in welchen Räumlichkeiten ist dies erlaubt? Muss man darüber als Patient informiert sein?

Wenn man sich an DIESE o. g. „Verbote“, Empfehlungen, … nicht hält, dürfen die Ärzte und Therapeuten den Patienten aus dem Krankenhaus werfen? Oder gibts bei den o. g. Fällen Abgrenzungen?

Bitte um eure Hilfe.

Vielen Dank im Voraus.

Gruß

Hallo jerry,

eine Hausordnung in Kliniken ist generell üblich. Dazu gehört in manchen Kliniken auch der Verbot des Ausgangs. Dies hat dann u.a. therapeutische Gründe, z.B. in Alkoholikerkliniken, weil die Patienten allen Beteuerungen zum Trotz zum Alkohol greifen, wenn sie das Gelände der Klinik verlassen. Meistens sind solche Regeln so aufgebaut, daß das Verbot schrittweise gelockert wird, damit sich zeigt, wie der Patient / die Patientin mit seinen neuen Freiheiten umgeht. Wenn jemand die Hausordnung bricht, fliegt er / sie u.U. raus. Das ist o.k. so und würde ich immer so vertreten. Gerade das, was man von Patienten aus Alkoholikerkliniken gewöhnt ist, bestätigt mir diese „harte“ Gangart. So ein Klinikaufenthalt ist kein Urlaub mit Vollpension.

Da sich Suchtmittelabhängige und anderes nicht einfaches Klientel auch in psychosomatischen Kliniken aufhält, werden die Kliniken ihre ähnlichen Gründe haben.

Die Empfehlungen zu Partnerschaften halte ich für unbedenklich, so lange nicht gedroht wird. Was die Kameras und Abhöreinrichtungen angeht, habe ich davon noch nichts gehört. Man müßte prüfen, inwieweit das rechtlich zulässig ist.

Grüße,

Oliver Walter

guten morgen,

das eigentliche problem besteht darin, dass o. g. punkte weder in der hausordnung, noch im klinikwegweiser stehen!

darüber hinaus finde ich es fraglich, ob eine therapie speziell beim verliebt sein in einen anderen patienten nicht mehr möglich ist und ob speziell in diesem fall der patient rausgeworfen werden darf!? angesprochener patient kann seine gefühle von den problem, weshalb dieser in der klinik ist, klar trennen! in den augen der ärzte und therapeuten würde der patient aber nur eine show abziehen und nicht mehr wirklich auf seine probleme eingehen!

Hallo jerry,

das eigentliche problem besteht darin, dass o. g. punkte weder
in der hausordnung, noch im klinikwegweiser stehen!

um dazu etwas sagen zu können, müßte man sich die Sache genauer vor Ort anschauen.

darüber hinaus finde ich es fraglich, ob eine therapie
speziell beim verliebt sein in einen anderen patienten nicht
mehr möglich ist und ob speziell in diesem fall der patient
rausgeworfen werden darf!? angesprochener patient kann seine
gefühle von den problem, weshalb dieser in der klinik ist,
klar trennen! in den augen der ärzte und therapeuten würde der
patient aber nur eine show abziehen und nicht mehr wirklich
auf seine probleme eingehen!

Ich halte es für fraglich, ob jemand, wenn er verliebt ist, eine gute Kontrolle über seine Gefühle hat, so daß er die Dinge klar trennen kann. Wir kennen ja alle die Kapriolen unserer Gefühle in dem Zustand der Verliebtheit. Und es gibt tatsächlich Patienten, die eine Show abziehen und dazu alles mögliche benutzen, was ihnen einfällt. Da könnte man Geschichten erzählen, die glaubt man nicht, wenn man nicht dabei war. Ob das in dem Fall, den Du meinst, zutrifft oder nicht, kann man aber nur vor Ort klären.

Grüße,

Oliver Walter

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