Hi zusammen, vielleicht weiß hier jemand was Kluges, wäre schön. Also, im letzten Jahr wurde ich Opfer einer Zecke, hab Antibiotika genommen. Jetzt habe ich seit etwa 6 Monaten einen arg geschwollenen Knöchel und Fuß. Gestern Nachmittag bekam ich vollkommen abartige Kopfschmerzen (mit Übelkeit, übergeben) und irrsinnige Ohrenschmerzen. Das dauerte bis heute früh. Aber jetzt ist auf einmal die Schwellung am Knöchel und Fuß weg, komplett. Kann das irgend etwas mit Borreliose zu tun haben? Danke schon mal für Antworten.
Hallo,
das dürfte auf die ‚Ferne‘ und mit den wenigen Angaben kaum zu eruieren sein.
Mein Tip:
Arztbesuch, Blut entnehmen lassen, Untersuchung auf Antikörper gegen Borrelien. Wenn keine Antikörper nachweisbar sind hat es mit Borrelien ziemlich sicher nichts zu tun, sind Antikörper nachweisbar wird’s schwierig. Die Symptomatik der Borreliose ist ziemlich unspezifisch und das was Du schilderst passt in etwa zu einer Borreliose, aknn aber auch ganz andere Ursachen haben.
Bei Bedarf und wenn Du aus dem Baden-Württemberger Gebiet kommst schick mir eine Mail, ich kann Dir einen SEHR erfahrenen Arzt in der Nähe von Bruchsal nennen, der sich mit allen Aspekten der Borreliose hervorragend auskennt.
Viele Grüße,
Oliver
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@ Oliver, dankeschön für die Antwort, bin aber in Franken. Gruß
hi Antares, hi Oliver,
hier in Franken, bes. in Unterfranken kennen sich alle(!) Hausärzte mit Borreliose aus, weil ist nämlich ein Endemiegebiet.
Also: der Hausarzt/die Hausärztin nimmt Blut ab, lässt den Borrelientiter bestimmen, vergleicht ihn mit dem (hoffentlich vorher schon bestimmten) Titer, wird dann, wenn er erhöht ist, eine Therapie mit Doxycyclin beginnen, oder mit täglich einer Infusion mit Rocephin (teurer Spass,hilft aber mit ziemlicher Sicherheit).
Die Beschwerden könnten gut zu einer Borreliose im späteren Stadium passen, aber so auf die Ferne…
Gute Besserung wünscht synapse
Borreliose - die Volkskrankheit…
jährlich 50.000 bis 80.000 Neuerkrankungen
Da kommt noch was auf die Menschheit zu -
aber dir kann ich nur einen Tipp geben:
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/modules.php?..
Da pfriemel dich mal rein und durch.
Richtig ist es, einen Bluttest machen zu lassen.
Dein Hausarzt wird einen Elisa-Test machen - da dieser Ablauf von den Krankenkassen so vorgeschrieben ist. In der Regel ist der Elisa jedoch zu 80 Prozent unzuverlässig. Heißt: nciht entmutigen lassen, denn die Symptome weisen in die Richtung Borreliose. Wenn Elisa negativ, dann WesternBlot oder LTT machen lassen. Hausärzte machen das NICHT GERN! (Das liebe Budget der Praxis…) Dann schau, dass du einen Spezialisten in deiner Region findest - unter dem genannten Link bekommst du Antworten - und checke gleich, ob eine Selbsthilfegruppe in der Nähe ist! Auch da kann man viele Tipps geben!
Spezialisten haben, da hoffnungslos überlaufen, eine lange Warteliste. Also schnell aktiv werden.
Ich wünsche dir viel Glück!
zaubermaus
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In der Regel ist
der Elisa jedoch zu 80 Prozent unzuverlässig.
Wer behauptet den sowas??? Wie sollte denn so ein Test jemals eine Zulassung bekommen ??? (kopfschüttel)
Schon mal in die umgekehrte Richtung gedacht? Dass Borreliosen vielleicht keine sind? In solchen Fällen ist nämlich auch der ELISA negativ. Eine Borreliose wird noch lange nicht zu einer Borreliose weil ein Patient der Überzeugung ist, eine zu haben.
Und, nicht jede Zecke trägt Borrelien in sich. Fängt man sich eine Zecke ein die Borrelien hat, ist das Übertragungsriskio immer noch verhältnismäßig gering.
Statt von Volkskrankheiten zu sprechen wäre es sinnvoller, sachlich und gelassen an die Sache ranzugehen. Heißt, Antikörper bestimmen lassen und differtialdiagnostisch tätig werden. Es gibt schlußendlich auch noch andere Krankheiten und so toll passen die beschriebenen Symptome jetz auch nicht gerade auf eine Borreliose.
Viele Grüße,
Oliver
In der Regel ist
der Elisa jedoch zu 80 Prozent unzuverlässig.Wer behauptet den sowas??? Wie sollte denn so ein Test jemals
eine Zulassung bekommen ??? (kopfschüttel)Schon mal in die umgekehrte Richtung gedacht? Dass Borreliosen
vielleicht keine sind? In solchen Fällen ist nämlich auch der
ELISA negativ. Eine Borreliose wird noch lange nicht zu einer
Borreliose weil ein Patient der Überzeugung ist, eine zu
haben.
Hallo Oliver,
hmm, dann bin ich wohl ein Exot (und etliche andere mir bekannte Borreliosekranke auch). Ich hatte einen unbedenklichen Elisa, und der Western Blot war dann positiv, aber auch erst nachdem ich ihn vom Labor komplett angefordert hatte. Die hatten nämlich Teile weggelassen und dann wars negativ.
Viele Bekannte hatten ebenso negative Elisas und dick positive Western Blots.
Mit Deinem Spezialisten in Nordbaden (wird ja nur einen geben…) habe ich übrigens auch so meine Erfahrungen. Nachdem er raushatte, daß ich nur gesetzlich versichert bin, war alles plötzlich nicht mehr so interessant und ich sollte mit chron. Borreliose (Stufe 2-3 oder wie das hieß) mit Doxicyclin abgespeist werden, was ich aber vorher schon wirkungslos für 3 Wochen genommen habe, was er auch wußte. Ich hatte das Gefühl, daß er Borreliose und aufwendige Therapien besonders gerne bei Privatpatienten mit entsprechendem Einkommen diagnostiziert.
Die Heilung erfolgte dann auf anderem Wege, mittlerweile ist nur noch eine ‚Serumnarbe‘ vorhanden und ich bin beschwerdefrei.
Und zu Deinem Satz ‚so toll passen die Symptome auch nicht auf eine Borreliose‘:
Jaja, das hört man gerne von den lieben Ärzten, dabei gibt es DIE Borreliosesymptome nicht. Mein Onkel hatte auch B., und wurde davon fast blind. Der ganze ‚rheumatische‘ Komplex fehlte für eine ziemlich lange Zeit. Das gab ihm in den Augen der Ärzte nicht das Recht, Borreliose zu haben. Nach langer Zeit der erfolglosen Suche ließen sich die Halbgötter in Weiß dann doch mal dazu herab, den von ihm angeregten Test zu machen, damit der blöde Hypochonder endlich mal die Klappe hält. Und was wars? Knackpositiv!! Und das, obwohl er doch keine Borreliosesymptome hatte. Jaja. Danach kam dann auch der ‚rheumatische Formenkreis‘.
Je nachdem, was befallen ist, sind die Symptome variabel. Ich hatte 3 Sorten, immer schön nacheinander: Sehnenentzündung im Arm (Schulter bis Fingerspitze), dann Entzündungen der großen Muskeln und dann Panikattacken vom Feinsten, jeweils 2-3 Wochen je Symptom, dann gings von vorne los, am Ende auch mal alle drei zusammen. Während der Panikattacken hätte auch keiner gesagt, daß ich Borreliose habe. hatte ich aber trotzdem. Meine Borrelien hatten wohl noch keine Bücher gelesen, welche Symptome sie hervorrufen sollen.
MfG
Claudia
Hallo,
hmm, dann bin ich wohl ein Exot (und etliche andere mir
bekannte Borreliosekranke auch).
Ich habe nichts derartiges behauptet…
Ich hatte einen
unbedenklichen Elisa, und der Western Blot war dann positiv,
aber auch erst nachdem ich ihn vom Labor komplett
was genau heisst komplett…?
angefordert hatte. Die hatten nämlich Teile weggelassen
wie darf ich mir das vorstellen? Teile weglassen? Nur keine Scheu bei der Erklärung, ich habe selber genug Western Blots selbst gemacht (zwar nicht zurm Borreliose-Nachweis, aber das Prinzip ist das gleiche).
und dann wars negativ.
Was jetzt: der ELISA oder der WB?
Viele Bekannte hatten ebenso negative Elisas und dick positive
Western Blots.
Könnte das vielleicht die Serumnarbe gewesen sein?
Mit Deinem Spezialisten in Nordbaden (wird ja nur einen
geben…)
Ich kenne einen, der übrigens auch im universitären Bereich als ausgewiesener Fachmann gilt, wen Du kennst weiß ich nicht.
habe ich übrigens auch so meine Erfahrungen. Nachdem
er raushatte, daß ich nur gesetzlich versichert bin,
bekommt man ja ziemlich schnell raus, steht auf der Versichertenkarte…
war alles plötzlich nicht mehr so interessant und ich sollte mit chron. Borreliose (Stufe 2-3 oder wie das hieß) mit Doxicyclin
abgespeist werden, was ich aber vorher schon wirkungslos für 3
Wochen genommen habe, was er auch wußte. Ich hatte das Gefühl,
daß er Borreliose und aufwendige Therapien besonders gerne bei
Privatpatienten mit entsprechendem Einkommen diagnostiziert.
Mit solchen Urteilen in der Öffentlichkeit wär ich an Deiner Stelle extrem vorsichtig…
Die Heilung erfolgte dann auf anderem Wege, mittlerweile ist
nur noch eine ‚Serumnarbe‘ vorhanden und ich bin beschwerdefrei.
Kleine Zwischenfrage:
Wie sieht denn so eine Serumnarbe im WesternBlot aus?
Und zu Deinem Satz ‚so toll passen die Symptome auch nicht auf
eine Borreliose‘: Jaja, das hört man gerne von den lieben Ärzten, : :dabei gibt es DIE Borreliosesymptome nicht.
eben, dass sag ich ja…
Mein Onkel hatte auch B., und
wurde davon fast blind. Der ganze ‚rheumatische‘ Komplex
fehlte für eine ziemlich lange Zeit. Das gab ihm in den Augen
der Ärzte nicht das Recht, Borreliose zu haben. Nach langer
Zeit der erfolglosen Suche ließen sich die Halbgötter in Weiß
dann doch mal dazu herab, den von ihm angeregten Test zu
machen, damit der blöde Hypochonder endlich mal die Klappe
hält. Und was wars? Knackpositiv!! Und das, obwohl er doch
keine Borreliosesymptome hatte. Jaja. Danach kam dann auch der
‚rheumatische Formenkreis‘.
Je nachdem, was befallen ist, sind die Symptome variabel. Ich
hatte 3 Sorten, immer schön nacheinander: Sehnenentzündung im
Arm (Schulter bis Fingerspitze), dann Entzündungen der großen
Muskeln und dann Panikattacken vom Feinsten, jeweils 2-3
Wochen je Symptom, dann gings von vorne los, am Ende auch mal
alle drei zusammen. Während der Panikattacken hätte auch
keiner gesagt, daß ich Borreliose habe. hatte ich aber
trotzdem. Meine Borrelien hatten wohl noch keine Bücher
gelesen, welche Symptome sie hervorrufen sollen.
Ohne auf alles was Du geschrieben hast im Detail einzugehen:
1.) ich habe nicht bestritten, dass es Borreliose-Patienten gibt…
2.) Warum wirst Du persönlich/unsachlich? Ich habe Deine persönliche Krankengeschichte weder gekannt noch kommentiert noch in Frage gestellt noch Dich irgendwie persönlich angesprochen,
3.) es gibt definitiv eine Reihe von Patienten, die meinen sie hätten eine Borreliose und dann für differentialdiagnostische Weisheiten nicht offen sind. Schuld an deren Problemen sind dann immer die Ärzte…
4.) Deine Pauschalurteile gegen ‚die lieben Ärzte‘ halte ich (selbst KEIN Arzt sonder NUR Mikrobiologe) für vollkommen unangebracht. Deinen Zeilen ist zu entnehmen, dass DIE Ärzte offenbar ÜBERHAUPT keine Ahnung von Borreliose haben. Frage: warum gehst Du dann überhaupt zu diesen Ärzten, wenn die doch alle so schlecht sind und nur die Privatpatienten im Visier haben? Was gibt Dir das Recht, so pauschal zu urteilen und was ist Deine Qualifikation, die es Dir erlaubt derart pauschal zu urteilen ( bedenke : was Du hier an Ratschlägen gibst, wird von vielen Leuten gelesen. Dabei mögen durchaus auch Menschen sein, die auf Grund Deiner Worte ihre Meinung bilden ohne weiter darüber nachzudenken).
5.) Eine Serumnarbe ist sowohl im ELISA wie auch im WB nachzuweisen. Die Interpretation des Ergebnisses setzt eine Menge Kentnisse voraus. Wer sagt Dir denn, dass die Ärzte, die Deinen WB interpretiert haben, mehr Ahnung hatten oder weniger Fehler machen, als Dein behandelnder Arzt (wer hat denn letztlich Dein WB-Ergebnis interpretiert und eine Behandlung veranlasst?)
6.) Sehr viele Menschen, die mit Borrelien in Kontakt kommen, erkranken NICHT , entwickeln aber Antikörper (die dann im ELISA und/oder WB nachweisbar sind!). Man spricht vom so genannten Manifestationsindex. Hierunter ist die Quote der Menschen zu verstehen, die nach einer Infektion tatsächlich erkranken. Diese Quote variiert von Erreger zu Erreger. Keine Infektionskrankheit hat einen Manifestationsindex von 100%. Meist liegt der Index so im Bereich 10 bis 25%. Gemeinsam ist aber den Individuen die nicht erkranken, dass sie auf Grund des Erregerkontakts Antikörper bilden (‚protektive Antikörper‘). Vielleicht beziehst Du diese Faktoren mal in Deine Überlegungen ein.
Die Dinge sind, gerade in der Mikrobiologie/Infektiologie, nicht immer so einfach wie sie auf den ersten Blick aussehen. Eingehen will ich an dieser Stelle gar nicht auf so Sachen wie das Wirkspektrum von Antibiotika, die Frequenz an spontanen Abheilungen zwischen den einzelnen Stadien der Borreliose etc. Es gibt zu viele Einzelfälle um zu pauschalisieren, aber ich halte es für äußerst wichtig, eine differenzierte Betrachtungsweise an den Tag zu legen, vor allem, wenn man öffentlich Ratschläge erteilt.
Viele Grüße,
Oliver