Resochin Dosierung

Liebe Wissende,

auf dem Beipackzettel steht, eine Dosierung von 2,5 mg pro kg Körpergewicht soll nicht überschritten werden, das entspricht einer Dosierung von einer Tablette (200 mg) pro Tag.

Nun gut, aber was, wenn ich nicht die dafür erforderlichen 80 kg auf die Waage bringe sondern 25 kg weniger? Eigenmächtig die Dosis herabsetzen (die Tabletten lassen sich aufgrund von Einkerbungen vierteln)? Oder mit dem Therapiebeginn bis zur nächsten Kontrolle in einem halben Jahr warten? Oder lästig sein und den ohnedies fast überforderten Arzt ungeplant aufsuchen? Oder einfach dem Arzt vertrauen und eine ganze Tablette täglich einnehmen?

Hanna,
der vom Beipackzettellesen immer ganz flau im Magen wird …

n’abend!

auf dem Beipackzettel steht, eine Dosierung von 2,5 mg pro kg
Körpergewicht soll nicht überschritten werden, das entspricht
einer Dosierung von einer Tablette (200 mg) pro Tag.

Resochin bzw. Chloroquin verwendet man bei Malaria und einigen rheumatischen Erkrankungen. Je nach Erkrankung ist die Dosierung jedoch etwas anders, somit kann man deine Frage nicht einfach so beantworten, zumindest nicht mit ruhigem Gewissen.

Zwar steht (zumindest auf meinem Waschzettel - ich hab auch grad Resochin zufällig zuhaus *g*) die genaue Dosierung je nach Erkrankung und Körpergewicht, aber wenn du Zweifel hast, dann frag lieber noch mal beim Doc nach -
dafür ist der doch schließlich da!

Außerdem sind die Dosisangaben im Waschzettel Therapieempfehlungen bzw. entsprechen der Standardtherapie. Es kann jedoch sein, daß Schwere und Ausprägung einer Erkrankung es nötig machen, von der empfohlenen Standarddosis abzuweichen.
Dies entscheidet aber dein Arzt, da er ja den Überblick über deine Erkrankung hat.

Und lieber einmal zuviel gefragt, als dann falsch eingenommen - und das sogar ein halbes Jahr!!

Nee, nee, nerv ihn lieber morgen früh nochmal, ist ja dein gutes Recht :wink:

Gruß,
Sharon

Liebe Hanna,
ist Deine Resochin-Einnahme als Malaria-Prophylaxe gedacht?
Wenn ja, dazu Folgendes: in den allermeisten Regionen der Welt sind die Malaria-übertragenden Mücken resistent (also immun) gegen die Inhaltsstoffe von Resochin. Deshalb empfehlen die Tropen-Ärzte, entweder auf ein anderes (allerdings sehr teures) neues Mittel auszuweichen. Ich habe den Namen momentan nicht mehr parat, aber das weiß man sogar in der Apotheke. Oder man nimmt eine Kombination aus Resochin und Paludrin (ein anderer Wirkstoff) ein. Das habe ich bisher immer gemacht bei Reisen nach Afrika und Indonesien. Resochin kann in der Tat sehr viele Nebenwirkungen haben, ich hatte Augenflimmern, Kopfschmerzen und Magendrücken. Es hat sich folgender Trick bewährt, von einem Arzt empfohlen. Du nimmst nicht jeden Tag eine Portion, sondern verteilst die Wochenration auf zwei Tage in der Woche (immer den gleichen Tag wählen, sonst hast Du zwischendurch keienn Schutz). Bei dieser Art der Dosierung hatte ich keine Probleme. Zur Höhe der Dosierung: Frauen überdosieren oft, weil in der Laborphase auf den durchschnittlich 80 Kilo schweren Mann hin „experimentiert“ wird. Frage Deinen Arzt, was er von einer halben Dosierung hält. Ich glaube aber (unabgesichert!), daß Du die Dosierung von einer Tablette einhalten solltest.
Grüße von
Kerstin

Liebe Wissende,

auf dem Beipackzettel steht, eine Dosierung von 2,5 mg pro kg
Körpergewicht soll nicht überschritten werden, das entspricht
einer Dosierung von einer Tablette (200 mg) pro Tag.

Nun gut, aber was, wenn ich nicht die dafür erforderlichen 80
kg auf die Waage bringe sondern 25 kg weniger? Eigenmächtig
die Dosis herabsetzen (die Tabletten lassen sich aufgrund von
Einkerbungen vierteln)? Oder mit dem Therapiebeginn bis zur
nächsten Kontrolle in einem halben Jahr warten? Oder lästig
sein und den ohnedies fast überforderten Arzt ungeplant
aufsuchen? Oder einfach dem Arzt vertrauen und eine ganze
Tablette täglich einnehmen?

Hanna,
der vom Beipackzettellesen immer ganz flau im Magen wird …

Hallo Sharon!

Zwar steht (zumindest auf meinem Waschzettel - ich hab auch
grad Resochin zufällig zuhaus *g*) die genaue Dosierung je
nach Erkrankung und Körpergewicht

Jaja, aber nur zum Thema Malaria (Prophylaxe und Therapie); bei chronischer Polyarthritis (rheumatoider Arthritis) wird die Dosierung vereinfacht verwaltet :wink:

Hanna

Hallo Kerstin!

ist Deine Resochin-Einnahme als Malaria-Prophylaxe gedacht?

Nein, sondern als Therapie bei chronischer Polyarthritis.

Resochin kann in der Tat
sehr viele Nebenwirkungen haben, ich hatte Augenflimmern,
Kopfschmerzen und Magendrücken.

Mir ist auch beim Lesen schon übel geworden …

Es hat sich folgender Trick
bewährt, von einem Arzt empfohlen. Du nimmst nicht jeden Tag
eine Portion, sondern verteilst die Wochenration auf zwei Tage
in der Woche (immer den gleichen Tag wählen, sonst hast Du
zwischendurch keienn Schutz).

Ich nehme nicht zwei Tabletten die Woche sondern sieben (täglich eine)!!!

Zur Höhe der Dosierung: Frauen
überdosieren oft, weil in der Laborphase auf den
durchschnittlich 80 Kilo schweren Mann hin „experimentiert“
wird.

Ja, das habe ich mir auch gedacht, deshalb habe ich ja nachgefragt.

Frage Deinen Arzt, was er von einer halben Dosierung
hält.

Die halbe Dosis wird vielleicht zu gering sein. Aber ich könnte ja drei Viertel einer Tablette nehmen.

Ich glaube aber (unabgesichert!), daß Du die Dosierung
von einer Tablette einhalten solltest.

Angesichts der Schwere der Erkrankung tendiere ich auch zu der empfohlenen Überdosierung. Ich werde aufmerksam meinen Körper auf Nebenwirkungen beobachten (von denen einige ja schwer, manche nach längerer Zeit irreversibel, und wieder andere mit tödlichem Ausgang sein können) und hoffe, mich dabei nicht verrückt zu machen …

Hanna

Hi,

Ich werde aufmerksam meinen Körper
auf Nebenwirkungen beobachten (von denen einige ja schwer,
manche nach längerer Zeit irreversibel, und wieder andere mit
tödlichem Ausgang sein können) und hoffe, mich dabei nicht
verrückt zu machen …

sind bei euch in Ö auf den Beipackzetteln auch die Prozentangaben genannt wie häufig die NW auftraten? Wenn du schlimmeres beführchtest oder die Angaben nicht einzuschätzen vermagst frage doch mal deinen Apotheker oder besser gleich den Arzt noch mal. So wie ich (Laie!) die Nebenwirkungsliste lese traten „schlimmere“ Sachen nur bei >0,01 bis

Hi!

Jaja, aber nur zum Thema Malaria (Prophylaxe und Therapie);
bei chronischer Polyarthritis (rheumatoider Arthritis) wird
die Dosierung vereinfacht verwaltet :wink:

Jetzt wirds lustig *hüstel*:
Auf meinem Waschzettel steht jeweils für Malariaprophylaxe, Behandlung der Malaria und eben die Polyarthrits mit den anderen Erkrankungen j e w e i l s eine Tabelle mit Kilogramm- und den zugehörigen Dosisangaben, die in jeder der drei Tabellen jedoch anders sind (eben je nach Indikation).

Lustig die zweite ist:
Auf meinem Waschzettel steht auch eine andere erlaubte Höchstdosis: 4 mg Chloroquinphosphat pro Kilogramm bei Dauergabe.
Allerdings sind meine Tablettchen scheinbar auch anders dosiert als deine. Eins meiner enthält 250 mg Chloroquinphosphat (=155 mg Chloroquin).

Daß sich die Waschzettel je nach Firma dermaßen unterscheiden… *grübel*

Naja, wie auch immer, frag lieber mal bei deinem Doc nach bevor du herumexperimentierst! :wink:

Gruß,
Sharon

Verehrteste, :smile:

schaue Sie doch mal in die (online) RoteListe. Dort werde Sie eine Fachinfo finden mit derlei dreien Dosierungtabellen: Malaria-Prophylaxe, Malaria-Behandlung und Chronische Polyarthritis.

Auszüge:
_Chronische Polyarthritis
Wegen der Gefahr einer Retinopathie bei Dauertherapie sollte bei Erwachsenen und
Kindern täglich nicht mehr als 4 mg Chloroquinphosphat (entsprechend 2,5 mg Chloroquin) pro Kilogramm Körpergewicht gegeben werden.

Hieraus ergeben sich in Abhängigkeit vom Körpergewicht die folgenden Maximal-Dosierungen:

Resochin Tabletten[1]
Körpergewicht Tägliche Maximaldosis
(Anzahl Filmtabletten)
32 bis 62 kg 1/2
63 bis 93 kg 1
94 bis 124 kg 1 1/2_    

Viele Grüße,
J~

[1]Resochin Tabletten
1 Filmtablette enthält 250 mg Chloroquinphosphat
(entsprechend 155 mg Chloroquin).

Verehrteste, :smile:

Mein Lieber :wink:

schaue Sie doch mal in die (online) RoteListe. Dort werde Sie
eine Fachinfo finden mit derlei dreien Dosierungtabellen:
Malaria-Prophylaxe, Malaria-Behandlung und Chronische
Polyarthritis.

Schon mal einen Blick in meine Vika geworfen? :wink:
Ich hab doch die rote Liste sogar zuhause…
… ach, was sag ich, ich kenn die gar auswendig *ggg*
… und den Waschzettel hab ich auch …

… und dennoch habe ich die Dosierungen nicht gepostet.

Überleg doch mal bitte, warum.

Hanna wird vielleicht nun doch überzeugt davon sein, zum Arzt zu gehen und nicht eigenmächtig an der Dosis herumspielen, denk ich zumindest.
Aber stell dir vor, hier lesen auch noch andere (und leider auch viele Idioten *g*) mit und stell dir mal vor, es ginge nicht um ein relativ harmloses Präparat wie Chloroquin, sondern beispielsweise um Herzmedikamente…

Frei verfügbare Information im Netz ist ja schön und gut, aber damit kann man leider auch kleinere und größere Katastrophen verursachen :wink:

Gruß,
Sharon

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Holde,

Schon mal einen Blick in meine Vika geworfen? :wink:

wozu? Die kenne ich inzwischen auswendig :smile:)
Erst Schwester, dann Studium :wink: Dazu einen dämlich blickenden Vogel *grins*

Ich hab doch die rote Liste sogar zuhause…

Das war mir natürlich klar, aber hast du auch die angesprochene Fachinfo?? :wink:

… und dennoch habe ich die Dosierungen nicht gepostet.

Ja, aber meine Meinung zum Heilmittelwerbegesetz habe ich hier auch schon öfters gepostet und kann sie gerne wiederholen. Das zurückbehaltene Informationen Menschen vor etwas schützen könnte ist IMHO ein Irrglaube. In anderen Ländern als Deutschland sieht man das übrigens ähnlich wie ich.
Wenn ich eine offensichtlich gefährliche Information habe dich ich nicht verstehe frage ich doch solange bei klarem Verstand jemanden darum, dass er sie mir erklären möge. Nur in D, wo der Staat mich vor allen Gefahren beschützen will wird mir diese Verantwortung genommen.

Aber stell dir vor, hier lesen auch noch andere (und leider
auch viele Idioten *g*) mit und stell dir mal vor, es ginge
nicht um ein relativ harmloses Präparat wie Chloroquin,
sondern beispielsweise um Herzmedikamente…

Die Menschen sind für sich selbst verantwortlich (von Kindern, Verwirrten usw mal abgesehen). Wer ohne davon überzeugt zu sein das nötige Wissen zu haben seine Medikamente anders nimmt als verordnet muss wissen was er tut. Deswegen muss nicht ein ganzes Volk dumm gehalten werden :wink:))

Frei verfügbare Information im Netz ist ja schön und gut, aber
damit kann man leider auch kleinere und größere Katastrophen
verursachen :wink:

Ja, weil jeder Vollidiot irgendwelchen Schwachsinn ins Netz stellen darf, nur die Leute nicht, die es WIRKLICH wissen (RoteListe z.B.)

Viele Grüße,
J~

Holde,

Verehrtester :wink:

Ja, aber meine Meinung zum Heilmittelwerbegesetz habe ich hier
auch schon öfters gepostet und kann sie gerne wiederholen. Das
zurückbehaltene Informationen Menschen vor etwas schützen
könnte ist IMHO ein Irrglaube.

Ich habe auch etwas dagegen, wenn Informationen zurückgehalten werden! Schließlich kann man mit einem gut informierten Pat. auf einem ganz anderen Level diskutieren.
Aber wenn man plädiert, pauschal sämtliche Informationen unkontrolliert zu verbreiten, macht man es sich selbst wiederrum zu einfach.
Oder meinst du, daß es demnächst bei wer-weiss-was eine FAQ geben soll, wie man sich multirestistente Pockenviren züchtet? :wink:

Die Menschen sind für sich selbst verantwortlich (von Kindern,
Verwirrten usw mal abgesehen). Wer ohne davon überzeugt zu
sein das nötige Wissen zu haben seine Medikamente anders nimmt
als verordnet muss wissen was er tut.

Aber darum geht es ja:
es ist eben nicht das nötige Wissen verbreitet worden, sondern (gefährliches) Halbwissen.
Mit dem unkommentierten Abtippen der Dosisinfo wird suggeriert, daß das alles Wissen ist, was der Pat. braucht.

Hanna fragte, ob sie der Anweisung des Docs folgen sollte und eine Tbl am Tag nehmen soll. Dies widerspricht anscheinend dem Waschzettel.
Entweder hat der Arzt sich also vertan oder er hat Informationen, die er berücksichtigt hat und die wir nicht kennen. (Und in beiden Fällen kann man dies nur klären, wenn man den Arzt fragt).
Um jetzt der Fragestellerin sagen zu können, wieviel sie nehmen soll, müßtest du ihre Beschwerden genau kennen, sie untersucht haben, Labor- und andere Befunde vorliegen haben und diese überhaupt erst interpretieren können, desweiteren müßtest du den Krankheitsverlauf eruieren und nach weiteren Nebenerkrankungen Hanna fragen und so weiter.

Mit anderen Worten, es fehlten noch eine ganze Reihe von Informationen, die du der Fragestellerin hättest geben müssen, um eine geeignete Dosis auszuwählen. So nach dem Motto: wenn du die und die Symptome hast, und Laborwert x so und so hoch ist, dann hast du wohl einen schwereren Verlauf und solltest soundso viel nehmen…

Ok, das ist jetzt alles etwas übertrieben für dieses Medikament, doch nun gehts ums Prinzip *g* - aber verstehst du die Quintessenz?
Informationen sind eben eine Sache, eine andere, wie man damit umgeht und wie man sie RICHTIG anwendet.
Und genau das gehört nun mal zumindest zum Teil in FACHhände.

Hanna kann doch nicht wissen, was sie alles beachten muß, um die richtige Dosis zu wählen. Wenn du nur die Dosisangaben postest, glaubt sie, das sei alles, mehr an Infos bräuchte man nicht.

Gruß,
Sharon