Kein Problem mit Tinnitus?

Von: , Frage gestellt am Mo, 24. Jul 2000

Ich (24) habe mein Gehör bisher nicht besonders geschont. Nach regelmäßigen Discobesuchen war die bisherige Krönung wohl das Schiessen mit dem G3, ohne Ohrenschutz, vor 5 Jahren (BW Zeit).

Ich weiß nicht seit wann, aber ich habe seit einiger Zeit (min 3 Jahren) ein deutliches Pfeifen auf beiden Ohren. Deutlich heißt, immer dann, wenn es still ist. Ich hab damit kein richtiges Problem - ich kann einschlafen und Ruhe auch geniessen. Nur wenn ich daran denke, wird es mir bewusst.

Allerdings habe ich seit 2 Jahren ziemlich starke Kopfschmerzen, anfangs ständig, jetzt in regeläßigen Abständen von einer Woche. Ich hab schon "alles" checken lassen und verschiedenste Behandlungen probiert. Nur dieses Ohrengeräusch hab ich, warum auch immer, bisher verschwiegen.

Kann mir jemannd sagen, ob zwischen KS und Tinnitus ein zwingender Zusammhang besteht, ob man Tinnitus einfach behandeln kann oder ob ich das einfach ignorieren sollte?

Vielen Dank im Vorraus,

Andreas

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Kein Problem mit Tinnitus?

    ob man Tinnitus einfach
    behandeln kann oder ob ich das einfach ignorieren sollte?
    Wenn Du eine Methode findest, Tinnitus einfach zu behandeln, ist Dir der Nobelpreis in Medizin ziemlich sicher!!! Auf jeden Fall wirst Du ein reicher Man sein, wenn Du Lizenzen vergibst.
    Im Ernst. Fast alle Tinnituspatienten sind therapieresistent, will heißen, nichts hilft. Die einzige Möglichkeit, damit zu leben ist, ihn zu ignorieren zu lernen. Es gibt ettliche Fälle von Selbstmord, weil die Menschen ihren Tinnitus nicht mehr ausgehalten haben.

    Gandalf

    der seit über 30 Jahren einen hat

  2. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: Kein Problem mit Tinnitus?


    Hi Andreas ;-))) Ich weiß nicht seit wann, aber ich habe seit einiger Zeit (min
    3 Jahren) ein deutliches Pfeifen auf beiden Ohren. Deutlich
    heißt, immer dann, wenn es still ist. Ich hab damit kein
    richtiges Problem - ich kann einschlafen und Ruhe auch
    geniessen. Nur wenn ich daran denke, wird es mir bewusst.
    Sei froh! Etwa 10% aller Deutschen leiden unter Tinnitus. Eine richtige Behandlung dagegen gibt es nicht. Manchmal sollen durchblutungsfördernde Medikamente helfen, auch die hyperbare Sauerstoff-Therapie (HBO) soll manchmal helfen. Aber Tatsache ist, dass die Medizin bei Tinnitus recht machtlos ist. Deswegen, lebe mit deinem Tinnitus so gut wie möglich, denn vermutlich wird er dich den Rest deines Lebens begleiten! Allerdings habe ich seit 2 Jahren ziemlich starke
    Kopfschmerzen, anfangs ständig, jetzt in regeläßigen Abständen
    von einer Woche. Ich hab schon "alles" checken lassen und
    verschiedenste Behandlungen probiert. Nur dieses Ohrengeräusch
    hab ich, warum auch immer, bisher verschwiegen.
    In Verbindung mit immer wiederkehrenden Kopfschmerzen, kann Tinnitus durch einen kleinen Tumor zwischen Gehirn und Innenohr verursacht werden. Dieser Tumor ist sehr gutartig (keine Metastasenbildung), wächst nur sehr langsam (über Jahre hinweg) und kann in einer sehr schwierigen Operation vollständig entfernt werden. Weil der Tumor so langsam wächst und sonst völlig ungefährlich ist, operiert man normalerweise nur junge Menschen und belastet ältere Menschen nicht mehr damit! Dein HNO-Arzt kann mittels einer Mini-Gehirnstrommessung (BORA) feststellen, ob da vielleicht was wächst oder nicht! Da du das Ohrgeräusch aber beidseitig hast, denke ich nicht, dass du dir irgendwelche Sorgen machen musst, weil diese Art Tumor nur selten beidseitig auftritt.

    Eine andere Ursache für dein Ohrgeräusch wäre eine langsame Verkalkung des Innenohres. Diese tritt fast immer beidseitig und im mittleren Lebensalter auf. Durch die zunehmenden Kalkablagerungen können sich die Gehörknöchelchen nicht mehr so gut bewegen, wodurch es zu mechanischen Spannungen in der "Schnecke" kommt, die du als Piepen empfindest. Auch hier kann eine Operation helfen, indem künstliche Gehörknöchelchen eingesetzt werden.

    Du brauchst dir also keine grossen Sorgen zu machen, die oben beschriebenen "schlimmsten" Fälle kriegt man medizinisch sehr gut in den Griff. Allerdings solltest du auf jeden Fall mal zum HNO-Arzt mit deinem Tinnitus-Problem. Der kann eine BORA machen und daran schon sehen, ob alles in Ordnung ist oder nicht.

    Sollte der Arzt nichts finden, dann darf ich dich im Club der Tinnis begrüßen ...

    cu Stefan, der auch ein Tinni ist.

  3. Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
    Re: Kein Problem mit Tinnitus?

    Hey Andreas,
    du hast mein ehrliches Mitgefühl. Ich hab Gott sei Dank selber keinen Tinnitus, aber mein Mann seit einigen Jahren. Er hat auch schon viel ausprobiert (Durchblutungspillen, Akupunktur, oder einfach ignorieren - ist aber manchmal einfacher gesagt wie getan). Zuletzt hat er regelmäßig über einige Monate Eigenblutbehandlung machen lassen - das hat ihm etwas geholfen. Es ist nicht weg, aber weniger geworden.
    Es heißt ja auch, dass Tinnitus streßbedingt sein soll.

    Mein Mann hat aber kein Kopfweh dabei. Von daher muss dein Kopfweh vielleicht nicht unbedingt damit zusammenhängen.
    Geh doch vielleicht mal zum anderen Arzt.
    (Kannst mir ja mal dein Ergebnis mailen)

    Gruß Chris [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  4. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Kein Problem mit Tinnitus?

    Einen Beitrag dazu kannst Du auch hier im Archiv lesen oder an folgender Adresse: http://members.chello.at/help.sv/Tinnitus.htm
    Es gibt zahlreiche unterschiedliche Faktoren, daher keine einheitliche Therapie. Man sollte deshalb die für Dich zutreffenden Faktoren zur Entstehung Deines persönlichen Pfeifgeräusches möglichst genau herausfinden und dann eine Therapie planen.
    V.

  5. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    HWS, Verspannung?

    Wie sieht es denn mit Deiner Halswirbelsäule aus oder mit dem Kopf nahen Gelenken (Kiefer, Brustmuskulatur).

    Die Kombination Kopfschmerz + Tinnitus deutet auf einen sog. motorischen Tinnitus hin. Hatte ich nach einem verrenken Brustwirbel im Januar.

    Sonst fallen mir Druckschäden im Hirn- bzw. Schädelbereich ein. Jedenfalls nur wegen der Gemeinsamkeit.

    • Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
      Re: HWS, Verspannung?

      Wie sieht es denn mit Deiner Halswirbelsäule aus oder mit dem
      Kopf nahen Gelenken (Kiefer, Brustmuskulatur).
      Alles schon überprüft! o.B. Die Kombination Kopfschmerz + Tinnitus deutet auf einen sog.
      motorischen Tinnitus hin. Hatte ich nach einem verrenken
      Brustwirbel im Januar.

      Sonst fallen mir Druckschäden im Hirn- bzw. Schädelbereich
      ein. Jedenfalls nur wegen der Gemeinsamkeit.
      Hatte mal ne Platzwunde am Kopf - meinst Du sowas?

      MfG

      Andreas

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