Ein leider unvermeidliches Männerproblem mit zunehmendem Alter ist die gutartige Vergrößerung der Prostata mit Problemen beim Wasserlassen (zu oft, zu wenig, zu dünner Strahl etc. pp.), und die übliche Behandlungsmethode sind Alpha-Blocker, die allerdings gewisse Nebenwirkungen haben (besonders lästig und für mich praktisch inakzeptabel: „trockener Samenerguss“, aber auch Auswirkungen auf den Blutdruck usw.)
Nun hat mir mein Hausarzt (ein unaufgeregter Typ, der speziell von Urologen sehr wenig hält, sich gerne eine eigene, bisweilen skurrile, meistens aber wohlbegründete Meinung leistet, die häufig abweicht von dem, was man so landläufig hört und liest, von Pharmareferenten tunlichst gemieden, Naturheilverfahren zugetan, aber kein Fundamental-Homöopath) empfohlen, es einmal mit Akupunktur zu versuchen. Nicht etwa, dass in die Prostata gepiekt würde (grausige Vorstellung!), sondern es werden irgendwo (z. B. in Knienähe) bestimmte Punkte gesucht, die eine entlastende Wirkung auf die Prostata haben sollen.
Ist das jetzt Vodoo oder soll ich das mal probieren? Er hat umfassende Erfahrungen mit Akupunktur und gerade erst vor ein paar Wochen eine neue Fortbildung belegt, bei der ihm gerade diese Behandlung vermittelt worden sei.
Mein Meinungsbild momentan ist etwa folgendermaßen:
- schaden kann es an sich nichts
- zusätzlich kann ich Naturprodukte nehmen (Sägepalmextrakt, Brennesselwurzel-Kapseln), die das ganze unterstützen
- und wenn es nichts bringt, kann ich immer noch reumütig zu meinem Urologen zurückkehren, zumal ich selbst die Beeinträchtigungen zwar merke, aber nicht gerade darunter „leide“, auch wenn ich halt doppelt so oft aufs Klo renne wie andere und doppelt so lange dort verharre, weil es halt mehr plätschert als rauscht…
Dennoch wüsste ich gerne, wie andere darüber denken - und deshalb dieser Diskussionsbeitrag. Vielen Dank schon einmal im Voraus!