Hallo liebe Experten,
kann mir jemand in recht einfachen Worten und für mich als Medizin-Laie und Psychologie-Studentin verständlich erklären, wie genau das PET funktioniert und was die Subtraktions-Methode genau ist?! Wie man die Bilder interpretiert usw?!? Wäre super lieb!!!
Vielen Dank und ein schönes Wochenende! LG, Anna.
Hallo liebe Anna,
zur Technik der Bildgebung kann ich nichts beitragen, aber wie die Positronen entstehen.
Dazu werden radioaktive Nuklide, speziell Kohlenstoffkerne mit der Masse 11 und Fluorkerne mit der Masse 18 verwendet.
Diese Kerne sind leichter als die natürlich vorkommenden und instabil. Sie zerfallen unter Aussendung eines Positrons ín das Nuklid, das eins weiter links im Periodensystem steht (Bor beim Kohlenstoff, Sauerstoff beim Fluor).
Die Halbwertzeit der verwendetetn Elemente ist ziemlich kurz, sodaß die radioaktive Belastung zeimlich gering ist.
Gandalf
Hi Anna.
Bei der PET wird dem Patienten eine Lösung eines radioaktiven Stoffs injiziert. Dabei handelt es sich um Präparate, die, wie Gandalf schon gesagt hat, beta±Strahler wie 18F, 15O oder 11C (mit HWZ im Minutenbereicht) enthalten, die unter Positronenemission zerfallen. Die entstandenen Positronen treffen aber sehr schnell auf ihre Antiteilchen, also Elektronen. Bei der folgenden Paarvernichtung (Annihilation) entstehen dann zwei Gammaquanten mit definierter Energie (je 511 keV), die im Winkel von 180° auseinander fliegen. Mit einer ringförmigen Anordnung von Detektoren werden genau diese Quantenpaare detektiert und aus den erhaltenen Daten wird ein Bild errechnet.
Bei der Subtraktionsmethode geht es wohl darum, bestimmten Hirnregionen Aktivitäten bei bestimmten Aufgaben zuzuordnen (läuft dann über markierte Zucker oder so, die in den aktiveren Bereichen stärker verstoffwechselt werden), aber da weiss ein Mediziner sicher mehr.
Grüße,
Grünblatt
Hallo Anna,
Zu meinen Vorrednern kann ich auch noch meinen Teil dazu beitragen.
Der Patient bekommt für eine PET - Untersuchung eine Substanz (ein Pharmakon), an dem ein Radionuklid z.B. 18F, 15O oder 11N im Heisslabor gebunden wird. Für Hirnuntersuchungen wird ganz gerne das 18Fluor - Desoxyglukose (sprich: ein Zucker) verwendet, der wir der normale Zucker am Stoffwechsel teilnimmt und sich damit auch im Hirn anreichert.
Dieses Abreicherungsverhalten wird dann mittels einem rotierenden Detektorsystem aufgenommen. (Grünnblatt hat dies gut dargestellt)
Die aufgenommenen Bilder zeigen dann nur das Anreicherungsverhalten im aufgenommenen Gebiet, aber keine Morphologie (Beispiel: bei der Suche nach Metastasen kann man nur mittels PET - Aufnahmetechnik bestimmen, wie sich eine Metastase anreichert, aber ich welchem Organ, in welcher Organstruktur sich die Metastase befindet, kann man über die reine PET - Untersuchung nicht feststellen.)
Um dennoch Aussagen über die Morphologie machen zu können werden PET - Untersuchungen oft mit einem PET - CT gekoppelt (Anreicherungsverhalten des PET und Morphologie aus dem CT) und die Bilder werden dann gemeinsam verrechnet.
Die Subtraktionsmethode ist eigentlich ganz einfach erklärt.
Um Aussagen über pathologische Areale im Hirn machen zu können, werden bei einem Patientbild alle Areale im Hirn, die gesund sind elektronisch aus dem Bild geschmissen, damit nur noch die krankhaften Areale sich darstellen. (die gesunden Bereiche werden statistisch von einer Gruppe von gesunden Menschen, die bei irgendwelchen Studien teilgenommen haben, errechnet.
Ich hoffe die PET, ist ein kleines bisschen klarer geworden.
Bis denn
Andi