CT-Schädel mit KM

Hallo Forum,

bei meiner Frau soll nächste Woche eine CT-Schädel mit KM durchgeführt werden.

Ich frage mich , wie soll das Kontrastmittel in den Schädel gelangen? KM werden doch eigentlich nur oral und rektal verabreicht.

Oder wird meiner Frau das KM irgentwo in den Kopf gespritzt?

Was heisst eigentlich in dem Zusammenhang: „Ausschluß Raumforderung“?

Bin dankbar für jede Antwort.

MfG
Guenter

Ich frage mich , wie soll das Kontrastmittel in den Schädel
gelangen?

Hallo Guenter, das wird dann wohl intravenös geschehen.

KM werden doch eigentlich nur oral und rektal
verabreicht.

Nicht nur. http://adam-eva.freenet.de/loader.php?page=medizin_a…

Oder wird meiner Frau das KM irgentwo in den Kopf gespritzt?

Also ich bin kein Fachmann, aber das kann ich mir jetzt nicht so richtig vorstellen.

Was heisst eigentlich in dem Zusammenhang: „Ausschluß
Raumforderung“?

Das heißt, dass man etwas im Kopf deiner Frau vermutet, was da nichts zu suchen hat. Einen Tumor vielleicht. Welche Beschwerden hat sie denn?

MfG

Hallo Guenter,

wie schon unten beschrieben, wird das jodhaltige Kontrastmittel über einen venösen Zugang gespritzt. Hierbei werden lediglich 50 ml verabreicht. Normalerweise macht man erst ein nativ-CT (also ohne Kontrastmittel) und dann direkt das KM-CT, um einen Vergleich zu haben.
Nachdem das KM verabreicht wurde, wartet man ca. 25 Sekunden und dann können die Gefäße und der Gewebsstatus beurteilt werden.
„Ausschluß Raumforderung“ bedeutet -lapidar gesagt- festzustellen, ob irgendetwas dort ist, was da nicht hingehört. Das kann z.B. ein Tumor, eine Zyste oder auch eine Blutung sein.
Die gesamte Untersuchung dauert keine 10 Minuten.

Gruß, Jürgen

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Vielen Dank für Eure Antworten.

Um auf die Frage von Xolophos zurückzukommen: Meine Frau leidet unter Migräneanfällen, die in letzter Zeit immer häufiger wurden. Der Hausarzt hat auch eine Neurofibromathose festgestellt.

Ich hoffe nur, daß sich so ein „Knubbel“ nicht irgentwo im Gehirn festgesetzt hat und dadurch diese starken Kopfschmerzen ausgelöst werden.

MfG
Günter

Hi,

die Schädelhöhle ist der einzige fast komplett geschlossene knöcherne Hohlraum des Körpers, seine einzige Öffnung befindet sich „hinten unten“, da wo das Rückenmark austritt, also Richtung Wirbelsäule.

Wenn nun in diesem Hohlraum irgendein „raumfordernder Prozeß“ abläuft kann sich das Gewebe letztlich nicht ausdehnen weil es ja, außer der einen Öffnung, keine Möglichkeit dazu hat.
Die beiden einzigen Möglichkeiten sind eben daß sich entweder der Druck erhöht - das nennt man Hirndruck - oder daß ein Druck auf die Öffnung hinten ausgeübt wird (bzw. es passiert beides).

Hirndruck ist insofern gefährlich als zum einen das Gehirn direkt beeinträchtigt wird, aber auch weil sich natürlich die Frage nach der Ursache der Druckerhöhung, also der Grunderkrankung, stellt. Man kann hier z. B. an einen Tumor oder Gehirnblutungen denken.
Eine Druckerhöhung auf das „Austrittsloch“ am Hinterkopf ist ebenfalls gefährlich weil genau an dieser Stelle das Atemzentrum (sog. Medulla oblongata) lokalisiert ist und dieses Schaden nehmen könnte.

Man möchte mit der Kontrastmitteluntersuchung ausschliessen daß womöglich irgendwelche Entwicklungen im Kopf stattfinden, die „raumfordernd“ sind und zu den Kopfschmerzen führen - oder auch um es, wenn es denn so wäre, behandeln zu können.

Laßt euch nicht durch die seitenlangen Aufklärungsbögen verunsichern, die man vor Applikation des Kontrastmittels ausgehändigt bekommt. Da stehen allein aus rechtlichen Gründen so viele theoretisch denkbare Komplikationen drauf daß man am liebsten auf die Untersuchung verzichten und wegrennen würde.
Es gibt faktisch eine (kleine) Gefahr einer allergischen Reaktion auf das Kontrastmittel. Davon dürft ihr euch aber nicht bange machen lassen, es ist eher unwahrscheinlich daß das passiert.

Natürlich geht man in solche Untersuchungen immer mit einer gewissen Sorge. Aber es geht ja darum der Ursache der Kopfschmerzen auf die Spur zu kommen.
Die Untersuchung selber ist aber bis auf den kleinen Pieks für die Applikation des Kontrastmittels überhaupt nicht schmerzhaft und nach wenigen Minuten erledigt.

Alles Gute,

MecFleih

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