Guten Morgen zusammen,
stelle heute mal selbst eine Frage, in der Hoffnung hier werde ich geholfen
)
Problem: Meine Sehkraft: Kurzsichtig mit -1,5 Dioptrin und eben auch schon das berühmte Problem mit der sich nicht mehr ganz krümmbaren Linse… (tja)
D.h. in die Ferne sehen mit Brille, beim Blick in die Nähe verschwimmt alles mit Brille. Aufgrund der Kurzsichtigkeit brauche glücklicherweise nicht den berühmten langen Arm. (denke ich mir)
So jetzt kommts: Die Gleitsichtgläser haben laut dem Optiker meines Vertrauens alle einen Schma-Schliff, es gibt zwar unterschiedliche, (Fern- und Nahzonen haben jeweils andere Flächen), aber angeblich sind meine die, mit dem größten Komfort.Bisher glaube ich das relativ frustriert, weil Handarbeit zu teuer und wirtschaftlich nicht rentabel ist, wie in allen Bereichen.
Liebe Augenärzte, Optiker und Betroffene: Gibt es eine Möglichkeit, den Schliff individuell zu gestalten, nach meinen persönlichen Bedürfnissen wie
schnelle Blickwechsel(z.B. Präzisionsarbeit wie z.B. was in Seldingertechnik legen, Intubieren - schnelle Blicke auf Monitore mit kleinen Zahlen in etwas Entfernung- dann wieder lesen, was auf kleinen Glasampullen steht - und und, geschweige denn Autofahren…)
Ein ständiger Wechsel von Brillen kommt wie man sich vorstellen kann eher nicht infrage, und wenn ich mit beiden Händen arbeite scheidet das Rauf- und Runterheben der Brille logischerweise auch aus. Das dauerende Hin-und Herpendeln mit dem Kopf bis die Sehschärfe passt, kann in der Freizeit ganz neckisch aussehen, aber in der Arbeit???
Hat also jemand eine Idee für mich, bzw. gibt es in der Glasschleiferei noch Möglichkeiten für das Individuum??
Vielen Dank für eure Antworten
gruss rico
Hi,
das Problem ist eher ein anderes: bei einer Gleitsichtbrille gibt es ja einen Nah- eine Fernteil und einen Übergangsbereich. Egal wie das Glas geschliffen wird, gibt einen oder mehrere Nahteile, (Pilotenbrillen haben zb. oben einen zweiten für die oben angeordneten Instrumente),einen Fernteil und einen Übergang dazwischen. Wenn sich die Sehziele in völlig unterschiedlichen Bereichen des Sehfeldes befinden, muss man logischerweise immer den Kopf und/oder die Augen so drehen, dass sich der für diese Entfernung passende Bereich einer einer Achse mit Sehziel und Auge befindet. Das ist aber gerade im Übergangsbereich schwierig, weil für jede Entfernung nur ein sehr kleiner Bereich der Linse eine scharfe Abbildung gewährleistet, dh. das Zusammenspiel zwischen Akkomodation der Linse, Kopfstellung, Augenstellung muss genau stimmen.
Ich würde eher mal überlegen, ob ggf. eher eine Trifokalbrille geeignet wäre oder eine Bifokalbrille mit einem Nah- und einem Mittelbereich (unter Verzicht auf scharfes Sehen auf große Entfernung mit dieser Brille). GGf. auch Kontaktlinsen für die Ferne und eine Halbbrille für die Nähe.
A.
Hallo Andreas,
erst mal vielen Dank für deine Antwort - Sternchen, weil du mir Diskussionsmöglichkeiten mit Optikern und AA-Kollegen aufgezeigt hast.
Die Idee mit Linsen und Halbglas hatte ich auch schon, aber ich packe einfach keine Kontaktlinsen. Ich spüre sie immer und sehne mich immer danach, sie raus zu nehmen und meine Augen zu „kratzen“, bis sie quietschen
- habe sie schon öfters probiert, habs aber nie anhaltend geschafft, trotz Eitelkeit.
Mit deinen genannten Stichworten werde ich ich mich mal in eine AA-Praxis begeben, vielen Dank nochmal
gruss rico
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Hallo,
bevor jemand meint, es wuesste hier keiner mehr:
In seinem Buch „Rechtes Sehen ohne Brille“ hat Herr Bates beschrieben, wie er hunterte Fehlsichtige geheilt hat, damit sie sowohl nah wie auch fern eben ohne Brille sehen. Deine paar Dioptrien waren in seiner Praxis eine Kleinigkeit.
Die Scharfstellung des Auges geschieht nicht nur mit der Linse vorn. Das war um 1900 bekannt und ist heute wohl fast vergessen. Es soll sogar welche geben, die leugnen.
Heutzutage werden Seminare, Buecher und VHS Kurse angeboten zu Augentraining Palmieren usw nach Bates.
Bis das hoffentlich bei Dir wirkt kannst du noch mit irgendeiner Brille rumlaufen.
Suche Deine Chance.
Gruss Helmut
Hi!
Die Scharfstellung des Auges geschieht nicht nur mit der Linse
vorn.
Nein sondern das Gehirn sorgt dafür , dass die Bilder übereinander passen. Durch diese „Rechenleistung“ habe ich täglich Kopfschmerzen gehabt, weil meine Augen unterschiedlich weitsichtig sind und die ganze Zeit am scharfstellen waren. Sehleistung ist bei mir nicht schlecht. Nur diese dauernden Kopfschmerzen machen einen fertig. Aus dem Grund habe ich jetzt eine Brille und keine Kopfschmerzen mehr!
Tara
Hallo Helmut
vielen Dank für deine Antwort - Augentraining?: Bei Kindern sicherlich sehr gut.
Hast du eine Brille?
gruss rico
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Augenuebungen OHNE Brille
Hallo Helmut
vielen Dank für deine Antwort - Augentraining?: Bei Kindern sicherlich sehr gut.
Hast du eine Brille?
gruss rico
Hi,
Bates heilte Kinder praktisch immer und schreibt sogar, wie Kinder Kinder heilten ohne ihn.
Bei alten Leuten fand Bates Schwierigkeiten, ab 70 gehts kaum noch zu aendern. Aber der Beginn der typischen Alterssichtigkeit war fuer ihn noch ein guter Einstieg zur Behandlung.
Ich habe keine Brille und auch nicht gebraucht. Ich mache immer mal wieder Augenuebungen mit, weil die Gruppe das uebt. Ich habe dann auch mal das Buch gelesen. Es tut mir immer leid, wenn das alte Wissen allgemein nicht bekannt ist. Deshalb weise ich darauf hin, ganz im Sinne von wer-weiss-was.
Und auch an Tara:
Die Scharfstellung geschieht nach Bates mit der vorderen Linse, mit den Bildern in Gehirn, da hast Du recht,
UND mit den Zilularmuskeln.
Die gehen wohl rund um den Augapfel und machen ihn bei Anspannung laenger. Das kann jeder ueben. Die Umkehrung fand Bates viel schwieriger, die Verkuerzung des Augapfels durch Entspannung des Zilularmuskels, aber genau das hat er geschafft und meint, auch das kann jeder ueben und meist auch schaffen. Und Tara, auch an den beiden Augen unterschiedlich ueben und unterschiedliche Ziele erreichen. Selbst lesen macht schlau.
Gruss Helmut
Hallo Helmut!
Die Scharfstellung geschieht nach Bates mit der vorderen
Linse, mit den Bildern in Gehirn, da hast Du recht,
UND mit den Zilularmuskeln.
Ohne jetzt Bates gelesen zu haben die Frage, WIEVIELE Linsen gibt es für ihn, dass der Begriff „vordere Linse“ auftaucht?
Die für die Veränderung (Akkommodation) der Linse verantwortlichen Muskeln heißen ©Ziliarmuskeln, und sie sind NICHT
rund um den Augapfel und machen ihn bei
Anspannung laenger.
Die folgenden Texte habe ich aus diesem link herauskopiert:
http://www.onmeda.de/lexika/anatomie/auge_anatomie.html
Strahlenkörper = Ziliarkörper
Der Strahlenkörpermuskel ermöglicht einerseits die Formveränderung der Linse (siehe oben), andererseits kann er den Kammerwasserabfluss über den Schlemmschen Kanal (siehe oben) beeinflussen. Die äußere Schicht des Strahlenkörpers produziert das Kammerwasser und gibt es ins Auge ab. Die Produktionsrate beträgt etwa 2µl/min, so dass es etwa eine Stunde dauert, bis das gesamte Volumen von Vorder- und Hinterkammer (125µl) einmal ersetzt wird.
Linse:
Die Linse ist neben der Hornhaut für die Bündelung der Lichtstrahlen und ihre scharfe Abbildung auf der Netzhaut verantwortlich. Der Linse ist eine Veränderung ihrer Form und damit der Brechkraft für das Sehen in der Nähe möglich.
Diesen Vorgang nennt man Akkommodation. Das ist möglich, weil die Linse von einer elastischen Kapsel umhüllt und durch Linsenaufhängebänder (Zonulafasern) mit dem Strahlenkörpermuskel verbunden ist.
Mit Abnahme der Elastizität im Alter nimmt auch die Akkommodationsfähigkeit ab, weshalb dann eine Lesebrille benötigt wird. Die Linse besteht aus transparentem Gewebe. Die Eiweiße in der Linse kondensieren im Alter und können damit zu einer zunehmenden optischen Verdichtung der Linse und damit zum so genannten grauen Star führen
Der Aufbau des Auges sieht so aus:
http://m.i4o.de/auge_anatomie_quer.gif
Angelika
Hallo Rico!
Ein erfahrener und guter Optiker wird sich Deines Problemes mit Sicherheit erfolgreich annehmen.
Es gibt mittlerweile so viele unterschiedliche Glashersteller mit ebenso unterschiedlichen Schlifftechniken, dass sich bestimmt eines davon für Deine besonderen beruflichen Anforderungen finden lässt.
Die Anpassung dauert mindestens 1-2 Stunden, und das kann ein Augenarzt in seiner Praxis nicht wirklich leisten.
Zudem hat er nicht die Möglichkeiten, Dir einen echten Überblick über die unterschiedlichsten Glasmöglichkeiten vorzuführen.
Zudem verdient er an der eigentlichen Brille nichts, fühlt sich also nur bedingt dafür verantwortlich, im Gegensatz zum Optiker der von der Zufriedenheit seiner Kunden lebt!
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir empfehlen, Dich im Freundes- und Kollegenkreis intensiv nach Optiker-Erfahrungen zu erkundigen, grade im Hinblick auf Gleitsichtgläser, die NICHT o8-15 sind!!
Mit einigen Adressen ausgestattet gehst Du in die Läden und fragst, wie man sich dort Deiner „Problematik“ annehmen will und welche Preise auf Dich zukommen.
Interessant ist auch zu wissen, ob es eine Nachbesserung inclusive gibt oder eine Garantie.
Es ist mit Sicherheit nicht einfach, sich an eine Gleitsichtbrille zu gewöhnen, und man muss auch lernen, die einzelnen Sichtbereiche herauszu"fummeln".
Hat man sich dann aber daran gewöhnt, ist es prima.
Good luck (look?)
Angelika
Hallo,
da ich kein Augenkenner bin, was Du gut vorfuehrst, frage ich mich in diesem Moment, welchen Muskel Bates meinte, der rund um das Auge laeuft und beim Zusammenziehen den Augapfel laenger macht. Vielleicht muss ich das Buch nochmal lesen, vielleicht fehlt er nur in Deiner Zeichnung, aber Bates schreibt von entsprechendem Training und erreichte Heilungen. Die groessten Leistungen waren Normalsichtige nach Wegoperation der Linse. Die 9 oder 11 Dioptrien Fehlsichtigkeit hat er oft (nicht immer) wegtrainiert. Ich denke, es ist besser, das Buch zu lesen. Ich kann Dir schlecht erklaeren, was unsere Augenmediziner -optiker heute nicht mehr koennen. Uebrigens, steht das Buch eigentlich neben dem Brillenregal?
Gesunde Gruesse aus dem Taunus
Hallo!
Auf der Zeichnung auf dieser SEite sieht man die Muskeln sehr schön: http://de.wikipedia.org/wiki/Augenmuskeln
Danke.
Gemeinsam schaffen wir es. Die beiden Muskeln
Musculus obliquus superior und Musculus obliquus inferior (jedenfall die beiden, die den Augapfel quer zur Blickrichtung umschliessen, und dann nach hinten abgelenkt sind) koennte man gemeinsam anspannen und damit den Augapfel laenger machen. Oder eben gemeinsam beide locker lassen und der Augapfel wird in Sehrichtung kuerzer. Das beeinflusst die Akkomodation, das Scharf-Sehen. So habe ich Bates verstanden.
Gesunde Gruesse von Helmut