mir wurden in beiden knien die knorpel wegen verschleiss entfernt.man sprach von verschleiss im 4-5 grad. ich habe ständig schmerzen, treppensteigen wird zum alptraum, und ich kann schon früh voraussagen ob es regnet. die knie werden dann leicht steif. gibt es eine wirksame medizien? man hat mir auch angeraten auf leichte behinderung zu plädieren. geht das überhaupt? die ärzte sagen ich muß damit leben, oder beide knie gegen künstliche tauschen. wer weis rat?
Hallo Hartmut,
mir wurden in beiden knien die knorpel wegen verschleiss
entfernt.
das ist eigentlich das Letzte, was man dir „antun“ würde…
Man hat warscheinlich irgendwelche gelöste Fragmente entfernt, bzw. die Restbestände des vorhandenen Knorpels geglättet.
man sprach von verschleiss im 4-5 grad.
Knorpelschäden werden, abhängig von dem Grad der Schädigung, in die von dir genannten „Stufen“, eingeteilt.
ich habe ständig schmerzen, treppensteigen wird zum alptraum, und ich
kann schon früh voraussagen ob es regnet. die knie werden dann
leicht steif. gibt es eine wirksame medizien?
Ab einem bestimmten Ausmaß der Arthrotischen Veränderung, leider nicht mehr.
man hat mir auch angeraten auf leichte behinderung zu plädieren. geht das überhaupt?
Plädieren? In welchem Zusammenhang? Das wird, so fern es mit der BG und Rentenansprüchen zusammenhängt, vom gutachterlichern Urteil abhängen.
die ärzte sagen ich muß damit leben, oder beide
knie gegen künstliche tauschen. wer weis rat?
Zuerst ist es von Relevanz, wo und in welchem Ausmaß der Knorpel geschädigt ist. Bei einer einseitigen Schädigung (innen oder außen)
wäre zuerst eine Umstellungsosteotomie (statische Belastungsveränderung auf die nichtgeschädigte Seite), oder Teilprothese der geschädigten Seite, in Erwägung zu ziehen.
Die Indikation für eine Vollprothese stellt, schmerzbedingt und in Anbetracht des Verlustes der Lebensqualität, in erster Linie der Patient, nach Rücksprache, Aufklärung und Beratung, der Patient selbst.
Gruß, rollifern
Hallo Hartmut,
klingt sehr merkwürdig was du da schreibst. Hattest du schon Knie - Operationen? Schau dich mal hier um, da findest du viele „Kniespezialisten“ http://www.softrock.de/forum/thw/board.php?boardid=5
Gruß rene
Knorpelverlust in beiden Knien
Hi Hartmut,
Ich leide auch unter Knorpelschäden im Kniegelenk (OP) und habe einem Beitrag des Sportmediziners Dr. Wolfgang Grebe, Internist und Lehrbeauftragter für Sportmedizin an der Uni Gießen folgendes entnommen:
Bei Knorpelschäden handelt es sich um so genannte degenerative Gelenkerkrankungen. Die Knorpel trocknen aus, werden rissig, spröde und dünn. Verbunden damit sind Schmerzen und Schwellungen.
Feste Knorpel brauchen spezielle Nährstoffe, die jedoch mit zunehmendem Alter immer weniger der Nahrung entnommen werden können, nämlich Glucosamin- und Chondroitinsulfat. In jungen Jahren entnimmt der Körper genügend davon aus der Nahrung und baut genauso viel Knorpel wieder auf, wie er durch die natürliche Belastung abgebaut hat. Später erlischt diese Fähigkeit der Vitalstoffentnahme und der Körper leidet unter einem Mangel.
Diese Knorpelschädigung lässt sich bremsen und die Knorpelstruktur lässt sich erheblich verbessern, bestehende Micro-Verletzungen können abheilen und eine Schmerzlinderung ist möglich, wenn man die Nährstoffe Glucosamin und Chondroitin in so genannten „Schichttabletten“ zu sich nimmt. Als Beispiel wurde „taxofit Gelenk plus“ genannt, was man in jedem Drogerie-Markt für unter 7,-- € kaufen kann. Eine mögliche Wirkung setzt aber erst nach einer Einnahme von ca. 4 - 6 Wochen ein.
Auch sollte man auf sein Gewicht achten, denn jedes Kilo weniger entlastet den Gelenkapparat.
Ich nehme die Tabletten seit 5 Wochen und meine auch, eine erhebliche Besserung zu verspüren. Vielleicht ist es aber auch nur der berühmte „Placebo-Effekt“? Egal – Hauptsache es hilft!
Mit
…man hat mir auch
angeraten auf leichte behinderung zu plädieren.
ist sicherlich gemeint, dass z.B. bei der BfA (oder wem du angehörst) einen Antrag auf Schwerbehinderung stellst. Das hat - je nach Grad der Behinderung - viele Vorteile - auch steuerliche.
Grüße
Roman
hallo rene
ja hatte links und rechts eine op. danke für den tipp.
gruß hartmut
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hallo rollifern
mir wurden wirklich aufgrund der hohen schädigung die knorpel fast vollständig entfernt,und zwar innen, man erklärte mir das jetzt die knochen aufeinander reiben,man wollte auch den knochen aufbohren um neuen knorpel zu erzeugen,kam dann aber zu dem entschluss das es in meinem alter kein sinn mehr hat.im krankenhaus erklärte man mir mal über ein künstliches kniegelenke nachzudenken da es sich weiter verschlechtern wird. ich war auch bei einen kniespezialisten, der auch keine bessere lösung hatte.allerdings wird man nicht beraten, sondern die wollen gleich operieren.
gruß hartmut
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hallo roman
das wäre nochmal eine möglichkeit zum ausprobieren. die ärzte und auch ein spezialist für knie nannten das allerdings als nicht mehr reparabel.man hat mir auch von einer sprizenkur abgeraten die nichts mehr bringen würde.danke für den tipp, darüber werde ich mich nochmal mit meinem arzt unterhalten.
gruß hartmut
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Hallo Hartmut,
mir wurden wirklich aufgrund der hohen schädigung die knorpel
fast vollständig entfernt,und zwar innen,
o.k., der geschädigte Knorpel. Das scheint ja wirklich keine gute Prognose zu sein; zumindest hört es sich nicht gut an…
man erklärte mir das
jetzt die knochen aufeinander reiben,man wollte auch den
knochen aufbohren um neuen knorpel zu erzeugen,
Bei dieser sogenannten Anbohrung wird versucht, dass sich aus diesen Bohrlöchern heraus eine Knorpelgewebsähnliche Masse (Callus) bildet.
Diese macht auch Sinn, wenn der Knorpel partiell stark geschädigt ist. Das Problem ist, dass alle knorpelaufbauenden und erhaltenden Maßnahmen immer nur -selbstverständlich auch abhängig von der Belastung der Gelenke- von bestimmter Dauer sind. Wenn ich deine Zeiolen richtig interpretiere, hast du aber eine so ausgeprägte mediale Arthrose an beiden Knien, dass nur noch als „Ultima Ratio“, eine Prothese in Betracht kommt.
kam dann aber
zu dem entschluss das es in meinem alter kein sinn mehr hat.
Die Indikation zur Prothese ist im Prinzip altersunabhängug. Allerdings hast du in sofern recht, dass du dann für den relativ langen Rest deines Lebens durch die Prothese(n) bezüglich der Belastungsfähigkeit, Einschränkungen in kauf nehmen musst.
Allerdings sollte dir auch bewußt sein, dass deine Lebensqualität ohne Prothesen auf Grund deiner starken Arthrose und den damit verbundenen Schmerzen, ebenso oder sogar noch stärker, eingeschränkt ist.
im krankenhaus erklärte man mir mal über ein künstliches
kniegelenke nachzudenken da es sich weiter verschlechtern
wird. ich war auch bei einen kniespezialisten, der auch keine
bessere lösung hatte.
Die Indikation ist also schon einmal durch zwei verschiedene Ärzte gestellt worden. Du kannst ja, zur weiteren Absicherung und somit dann zu deiner e i g e n e n Überzeugung, noch eine dritte Meinung einhiolen.
allerdings wird man nicht beraten,
Ich verstehe dich Hartmut! Dir ergeht es ebenso, wie vielen anderen auch… Wenn einem die Ärzte nicht gerade das sagen, was man gerne hören möchte…
Zumindest hoffe ich, dass Du über die Indikation aufgeklärt wurdest, und über, scheinbar nicht wirklich vorhandene, Alternativen…
sondern die wollen gleich operieren
Das dieser Eindruck entsteht, wollte ich damit vermieden wissen!
Nicht, dass es nicht auch solche Ärzte gibt, aber du hast ja nun schon einmal eine Meinung von 2 verschiedenen Stellen. Und diese wollten, unterstelle ich jetzt einmal, dich nicht überreden, sondern überzeugen!
gruß hartmut
Gruß, rollifern
Hallo Hartmut,
Deine Fragen hat Rollifern schon alle richtig beantwortet.
Eine sog. Chondromalazie 5. Grades ist mir aber nicht bekannt. Ich glaube auch nicht, dass Dir der Knorpel entfernt wurde, so dass Du auf „den Felgen“ läufst.
Ich denke mal, es wurden arthroskopische Operationen durchgeführt und dort will man ja schonend und gelenkerhaltend operieren.
Wenn bei Dir also kein Rheuma oder eine Entzündung im Gelenk vorlag, wird man den Knorpel sicherlich geglättet haben.
Die Anbohrungen machen nur Sinn, wenn eine kleine 4.-gradige Schädigung vorhanden ist, die von genügend „guter“ Knorpelmasse umgeben ist. Am besten liegt dieser Defekt noch in einer nicht oder wenig belasteten Stelle.
Was mir ein wenig Sorgen bereitet, ist Dein noch (für Knieprothesen) recht junges Alter.
Nach Deiner Schilderung führt, m.E. und aus der Ferne betrachtet, aber kein Weg an einer Prothese ggf. Teilprothese vorbei.
Erschwerend kommt hinzu, dass anscheinend beide Knie gleichmäßig betroffen sind. Selbstverständlich ersetzt man nicht 2 Prothesen gleichzeitig.
Ein (oder zwei) künstliche Kniegelenke sind aber noch lange kein Grund, ein tristes Dasein zu führen. Es gibt genügend Sportarten oder Bewegungsmöglichkeiten, die ausgeführt werden können.
Fairerweise sollte man noch anführen, dass eine Knie-Prothese nicht ewig hält und man sich auf eine maximale Lebensdauer von durchschnittlich ca. 10 Jahren einstellen sollte, wobei es natürlich Ausnahmen (in beide Richtungen) gibt.
Es gibt viel Information darüber im Internet, wie z.B. die Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik www.ae-germany.com .
Gruß, Jürgen
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Hallo Roman,
das freut mich, dass es dir hilft. Tja, und wenn du den Thread gleich hierüber liest, kann der Glaube offensichtlich alles heilen.
Ich bin zwar der Meinung, dass er wichtig ist und dass Placebo manchmal auch hilft - aber so pauschalieren würde ich es nicht. Der Glaube kann z.B. auch keinen Knorpel wieder aufbauen, oder?
Ich habe was gehört von Muschel-Lyprinol aus dem Reformhaus - ist aber wesentlich teurer als dein Mittel. Nach oben gibt es da wohl keine Grenzen. Die Frage bleibt: Ist es damit auch besser, weil vielleicht die Dosierung der Inhaltsstoffe höher sind und/oder hängt dass vielleicht auch mit der Schwere der Beschwerden zusammen?
Alles Gute
Maren
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Hallo Rollifern
danke für den so ausführlichen bericht, ich werde mir alles nochmal richtig durchdenken.
gruß hartmut
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Hallo Hartmut,
Deine Fragen hat Rollifern schon alle richtig beantwortet.
Eine sog. Chondromalazie 5. Grades ist mir aber nicht bekannt.
Ich glaube auch nicht, dass Dir der Knorpel entfernt wurde, so
dass Du auf „den Felgen“ läufst.
Ich denke mal, es wurden arthroskopische Operationen
durchgeführt und dort will man ja schonend und gelenkerhaltend
operieren.Wenn bei Dir also kein Rheuma oder eine Entzündung im Gelenk
vorlag, wird man den Knorpel sicherlich geglättet haben.Die Anbohrungen machen nur Sinn, wenn eine kleine 4.-gradige
Schädigung vorhanden ist, die von genügend „guter“
Knorpelmasse umgeben ist. Am besten liegt dieser Defekt noch
in einer nicht oder wenig belasteten Stelle.Was mir ein wenig Sorgen bereitet, ist Dein noch (für
Knieprothesen) recht junges Alter.Nach Deiner Schilderung führt, m.E. und aus der Ferne
betrachtet, aber kein Weg an einer Prothese ggf. Teilprothese
vorbei.Erschwerend kommt hinzu, dass anscheinend beide Knie
gleichmäßig betroffen sind. Selbstverständlich ersetzt man
nicht 2 Prothesen gleichzeitig.Ein (oder zwei) künstliche Kniegelenke sind aber noch lange
kein Grund, ein tristes Dasein zu führen. Es gibt genügend
Sportarten oder Bewegungsmöglichkeiten, die ausgeführt werden
können.Fairerweise sollte man noch anführen, dass eine Knie-Prothese
nicht ewig hält und man sich auf eine maximale Lebensdauer von
durchschnittlich ca. 10 Jahren einstellen sollte, wobei es
natürlich Ausnahmen (in beide Richtungen) gibt.Es gibt viel Information darüber im Internet, wie z.B. die
Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik www.ae-germany.com .Gruß, Jürgen
Hallo Jürgen
danke für die aufklärung, der arzt beschrieb das alter der knie auf geschätzte 65 jahre während des eingriffes unter lokalanestehsie.ich wollte es auch nicht glauben.aber ich werde mir doch ernshafte gedanken machen und dann eine entscheidung treffen.so gehts nicht weiter. und nochmal danke für die aufklärung.
gruß hartmut
mir wurden in beiden knien die knorpel wegen verschleiss
entfernt.man sprach von verschleiss im 4-5 grad. ich habe
ständig schmerzen, treppensteigen wird zum alptraum, und ich
kann schon früh voraussagen ob es regnet. die knie werden dann
leicht steif. gibt es eine wirksame medizien? man hat mir auch
angeraten auf leichte behinderung zu plädieren. geht das
überhaupt? die ärzte sagen ich muß damit leben, oder beide
knie gegen künstliche tauschen. wer weis rat?