Eisenmangel?

Hi,

wenn Ferritinwert und Hämaglobinwert zu niedrig sind, aber Eisenwert sehr gut, hat man dann schon Eisenmangel? Eigentlich doch erst, wenn der Eisenwert auch zu tief ist, oder?

Ist ein Ferritinwert von 3 schon sehr tief oder noch so an der Grenze?

Was ißt man als Vegetarier am besten alles so, damit man diesen Ferritinwert wieder etwas höher bekommt?

Weiß zufällig jemand, wenn man zum Blutspenden geht, ob man dann im Falle eines Eisenmangels von dem Blutspendeverein benachrichtigt werden würde?

Vielen Dank

Was ißt man als Vegetarier am besten alles so, damit man
diesen Ferritinwert wieder etwas höher bekommt?

Hi,

viel Eisen ist in Brennessel, Ingwer, Sesam
andere Fundstelle erwaehnt Rote Beete und dunkle Beeren.

Generell haben Vegetarier geringere Eisenwerte im Blut als die Normalesser. Und sie haben dabei gleichzeitig seltener Eisenmangelkrankheiten, eigentlich ein Widerspruch. Giessener Vegetarierstudie

Um viel Eisen (gilt auch fuer andere Elemente) im Koerper zu haben, sollten wir stets mehrere Aspekte im Blick haben:
Zufuhr wo ist es drin
Aufnahme wie helfe ich dem Koerper es aufzunehmen
welche Form muss es haben damit es aufgenommen wird
Speicherort wo befindet es sich im Koerper
Ausscheidung wo fliest es wieder ab
wie verhindere ich die Ausscheidung

Bei Eisen verbessert Vitamin C die Aufnahme und Rotwein erhoeht die Ausscheidung, unabhaengig von dem Gehalt in der Nahrung.

Und die Messung im Blut ist eine Messung auf dem Transportweg. Bei Eisen richtig, aber nicht immer. Wir koennen die Menge Baeume im Land auch nicht an den Baumtransporten auf der Autobahn messen.

Gesunde Gruesse aus dem Taunus von Helmut

mehr zu Eisen bei ww.vegetarismus.ch/info/17.htm

Hallo,

Weiß zufällig jemand, wenn man zum Blutspenden geht, ob man
dann im Falle eines Eisenmangels von dem Blutspendeverein
benachrichtigt werden würde?

Nein, man braucht nicht benachrichtigt werden, da vor der Blutspende eine Bestimmung des Eisenwertes vorgenommen wird. Man darf nur zur Blutspende, wenn der Eisenwert über einer bestimmten Grenze liegt, andernfalls muß man wieder gehen ohne gespendet zu haben.

Gerhard

Hi,

wenn Ferritinwert und Hämaglobinwert zu niedrig sind, aber
Eisenwert sehr gut, hat man dann schon Eisenmangel?

Das Serum-Ferritin ist der Wert, der einem anzeigt, wieviel Eisen ungefähr im Körper als Reserve gespeichert ist.
Beim Eisenmangel unterscheidet man verschiedene Stadien. WEnn der Körper entweder von außen zu wenig Eisen bekommt oder Eisen verliert (z.b. durch Blutungen, die Periode), so versucht er seinen Bedarf durch das gespeicherte Eisen zu decken. Daher sinkt der Serum-Ferritin-Wert (weil dann ja weniger Eisen im Speicher noch vorhanden ist).
Gleichzeitig kommen noch weitere Mechanismen in Gange, so wird z.b. die Eisenaufnahme im Darm aus der Nahrung erhöht (normalerweise nimmt der Darm nur etwa 10% des Nahrungseisens auf).

Dies alles ist nötig, weil der Körper Eisen zur Herstellung von Hämoglobin braucht, den roten Blutfarbstoff, der das dringend benötigte Sauerstoff transportiert.

Reichen diese Mechanismen nicht aus, wird im späteren Verlauf weniger Hämoglobin produziert, weil der Baustoff eben nicht in ausreichender Menge vorhanden ist. Dann sinkt auch der Hämoglobinwert.

Eigentlich
doch erst, wenn der Eisenwert auch zu tief ist, oder?

Nein, der Körper versucht ja, die Menge des Eisens im Blut selbst auf einem konstanten Niveau zu halten (=Homöostase). Wenn er dafür aber an die Reserven gehen muß und diese dabei erschöpft werden, ist das ein Zeichen dafür, daß entweder zu wenig zugeführt wird oder zuviel verloren.

Ist ein Ferritinwert von 3 schon sehr tief oder noch so an der
Grenze?

Dazu gibt es unterschiedliche Normalwerte. Je nach Alter und Geschlecht (und je nach Labor - wie üblich *g*).
*nachschlag*
Für Frauen zw. 18 und 45 gilt ein Wert von 6-70 ug/l als normal.

Weiß zufällig jemand, wenn man zum Blutspenden geht, ob man
dann im Falle eines Eisenmangels von dem Blutspendeverein
benachrichtigt werden würde?

Also, ich wurde jedesmal wegen allem möglichen Furz herzitiert. Das könnte aber je nach Organisation und Blutspendezentrale anders sein…
Aber mal so unter uns:
Bei einem Eisenmangel täte ich nicht Blutspenden :wink:

Gruß,
Sharon

Nein, man braucht nicht benachrichtigt werden, da vor der
Blutspende eine Bestimmung des Eisenwertes vorgenommen wird.
Man darf nur zur Blutspende, wenn der Eisenwert über einer
bestimmten Grenze liegt, andernfalls muß man wieder gehen
ohne gespendet zu haben.

Gerhard

Hallo,

ist das wirklich der Eisenwert?
Du meinst doch diesen Tropfen den die vorher immer aus dem Finger nehmen oder?
Ist das nicht der Blutzuckerwert?

Meike

Hi,

Reichen diese Mechanismen nicht aus, wird im späteren Verlauf
weniger Hämoglobin produziert, weil der Baustoff eben nicht in
ausreichender Menge vorhanden ist. Dann sinkt auch der
Hämoglobinwert.

Eigentlich
doch erst, wenn der Eisenwert auch zu tief ist, oder?

Nein, der Körper versucht ja, die Menge des Eisens im Blut
selbst auf einem konstanten Niveau zu halten (=Homöostase).
Wenn er dafür aber an die Reserven gehen muß und diese dabei
erschöpft werden, ist das ein Zeichen dafür, daß entweder zu
wenig zugeführt wird oder zuviel verloren.

Gruß,
Sharon

Hallo,

aber solange der Eisenvorrat, also der Ferritinwert, noch nicht ganz leer ist, müßte man doch noch genug Eisen im Körper haben, selbst wenn es schon an die Reserven geht. Wenn man nix mehr verdient, aber einen Haufen Geld auf dem Sparbuch hat, gehts einem ja auch noch gut, solange das Konto nicht leer ist.

Und wie kann es denn sein, wenn der Eisenwert noch gut ist, daß schon der Hämaglobinwert schlecht ist. Müßte doch umgekehrt sein.
Als allererstes der Eisenspeicher leer (also Ferritin)
Als zweites der Eisenwert schlecht (also erst wenn Ferritin ganz unten ist).
Und dann erst der Hämaglobinwert schlecht. (wenn gar kein Eisen mehr da ist)

Oder wie ist das?

Danke :smile:

Hi,

aber solange der Eisenvorrat, also der Ferritinwert, noch
nicht ganz leer ist, müßte man doch noch genug Eisen im Körper
haben, selbst wenn es schon an die Reserven geht. Wenn man nix
mehr verdient, aber einen Haufen Geld auf dem Sparbuch hat,
gehts einem ja auch noch gut, solange das Konto nicht leer
ist.

Um bei deinem Beispiel zu bleiben:
Hast du als Arbeitsloser noch 1000 € auf dem Konto, geht es dir mit Sicherheit einige Zeit noch gut. Doch nach…naja, sagen wir 2 Monaten hast du das verbraucht und dann nur noch 5 € aufm Konto oder bist gar im Minus… und dann? :wink:

Es wäre schon sinnvoller, BEVOR es zum sozialem Absturz kommt etwas zu unternehmen - weil man sonst aus einer Schuldenfalle sehr viel schwieriger wieder rauskommt. *g*

Und wie kann es denn sein, wenn der Eisenwert noch gut ist,
daß schon der Hämaglobinwert schlecht ist. Müßte doch
umgekehrt sein.

Zwar streiten sich immernoch einige der Herren Gelehrten, aber üblicherweise wird ein niedriger Ferritinwert als beweisend für einen Eisenmangel gesehen.
Ich vergaß allerdings zu erwähnen, daß du die EInheiten beim Ferritin berücksichtigen solltest! Ich habe den Normalwert geschrieben, allerdings mit der Einheit ug/l - dies ist wichtig, denn wenn andere Einheiten benutzt werden, sind völlig andere Werte normal!
Bitte vergleichen!

Zur Eisenbestimmung und dem gemessenen „normalen“ Eisen:
„Ein niedriges Serumeisen beweist keinen Eisenmangel. Der SerumEisenspiegel unterliegt ähnlich vielen Einflüssen wie das Transferrin. Im Tagesverlauf kann der Gipfelwert dreimal so hoch sein wie der Minimalspiegel. Die biologische Schwankungsbreite der Serum-Eisenkonzentration ist sehr groß“
(Quelle: http://info.multimedica.de/public/html/gufischer/KLF… )

Durch diese Schwankung und/oder einer Fehlbestimmung im Labor kann es durchaus sein, daß man einen normalen oder gar erhöhten Wert mißt.
Zu einer Fehlbestimmung kann es kommen, wenn z.b. es beim Blutabnehmen oder im lange liegengelassenen Blutröhrchen es zu einer Hämolyse kommt. Hämolyse bedeutet, daß die roten Blutkörperchen zerfallen, platzen oder was auch immer und dabei ihre Inhaltsstoffe incl. dem Eisen freiwerden. Dann mißt man auch einen (relativ) zu hohen Wert.

Als allererstes der Eisenspeicher leer (also Ferritin)
Als zweites der Eisenwert schlecht (also erst wenn Ferritin
ganz unten ist).
Und dann erst der Hämaglobinwert schlecht. (wenn gar kein
Eisen mehr da ist)

Theoretisch ist das so :wink:
Aber in der Praxis… *hmpf*
Rein logisch und theoretisch betrachtet, dürfte der Eisenwert auch erst anfangen zu fallen, wenn Ferritin Null ist - aber ehrlichgesagt hab ich noch nie einen Pat. mit einem Ferritin von Null gesehen *ggg*

Noch Fragen? Dann fragen! :wink:

Gruß,
Sharon

Hi,

Noch Fragen? Dann fragen! :wink:

Gruß,
Sharon

Huhu,

hab noch paar Fragen :smile:)

ist denn Ferritin von 4 schon sehr tief?
Falls ja, kann ein so tiefer Wert innerhalb ein paar Wochen oder Tagen kommen, oder kann man dann sagen, daß der Eisenmangel schon sehr lange besteht?
Und falls der schon sehr tief ist, kann man den alleine mit eisenhaltige Ernährung wieder höher bekommen?
Z.B. wenn ich jeden Tag Spinat esse? (Fleisch geht nicht, bin Vegetarierin :smile:).

Ist jeden Tag eine Kapsel Ferrogamma ein vernünftiges Eisenpräperat?
Oder gibt es da was besseres?

Verträgt sich ein Eisenmedikament mit Schilddrüsenhormonen?

Kann man die beide morgens zusammen nüchtern einnehmen , oder vertragen die beiden sich nicht?

Danke

-))

Hi!

ist denn Ferritin von 4 schon sehr tief?

Ich hatte ja schon darauf hingewiesen, daß die Einheit wichtig ist, vergleich doch mal:
6-70 ug/l versus
30-220 ng/ml
usw.
Zumal der Normalwert je nach Labor auch noch schwanken kann.

Falls ja, kann ein so tiefer Wert innerhalb ein paar Wochen
oder Tagen kommen, oder kann man dann sagen, daß der
Eisenmangel schon sehr lange besteht?

In der Theorie ist beides richtig und möglich:
Nach akutem Blutverlust sinkt der Ferritinspiegel nach relativ kurzer Zeit (ähm, wenn ich mich recht errinnere nach 1-2 Wochen).
Bei chronischem Blutverlust, der länger andauert (z.b. bei Frauen die Periode) und meist auch nicht sooo ausgeprägt ist, sinkt der Ferritingehalt wesentlich langsamer und über einen längeren Zeitraum.

Und falls der schon sehr tief ist, kann man den alleine mit
eisenhaltige Ernährung wieder höher bekommen?

Sinnvoll wäre es, die Ursache in den Griff zu bekommen. Denn für Eisenmangel ist nicht nur Blutverlust verantwortlich, auch chronische Infekte oder eine mangelhafte Eisenaufnahme im Darm können dies verursachen (und einiges weitere mehr, wie z.b. Vegetarismus - aber an diese Ursache wirst du wohl nicht drangehen *g*).

Liegt hier tatsächlich ein manifester Eisenmangel vor, bezweifle ich, daß man mit alleiniger (und vor allem vegetarischer) Ernährung dem entgegenwirken kann.

Z.B. wenn ich jeden Tag Spinat esse? (Fleisch geht nicht, bin
Vegetarierin :smile:).

Oooch, Spinat hat doch gar nicht sooo viel Eisen :wink:

Das Problem ist halt, daß Eisen zwar in fast jedem Nahrungsmittel vorkommt, aber in pflanzlichen in zu geringen Mengen und außerdem in einer biologisch „minderwertigeren“ Form. Das bedeutet, daß von der eh schon geringen Menge noch weniger als bei tierischem Eisen vom Darm aufgenommen wird.
Bevor ich alles tippe, kannst du das hier nachlesen:
(unter dem Punkt: „Wertigkeit: Nimm zwei!“)
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/pza/2005-19/ph…

Der tgl. empfohlene Bedarf für Frauen liegt übrigens bei ca. 15mg pro Tag - wenn kein Eisenmangel vorliegt! (denn dann braucht man logischerweise mehr)
Und ich bezweifle, daß man dies mit alleiniger, vegetarischer… ach, das schrieb ich ja schon *g*

Ist jeden Tag eine Kapsel Ferrogamma ein vernünftiges
Eisenpräperat?

vernünftig ist es sicherlich, allerdings nicht die Dosierung :wink:
In dem Punkt würde ich mich an die Anweisungen deines Arztes halten!

Verträgt sich ein Eisenmedikament mit Schilddrüsenhormonen?

Ferrogamma tut das laut Roter Liste nicht. Die Resorption wird behindert. Frag lieber deinen Arzt nach einem anderen Präparat oder alternativ einer Anpassung/Änderung der Dosierung.

Kann man die beide morgens zusammen nüchtern einnehmen

Je nachdem, was du besser verträgst. Man kann es meist vor oder nach einer Mahlzeit nehmen. Meine Erfahrung ist, daß die Einnahme kurz vor einer Mahlzeit besser von Pat. vertragen wird.

Gruß,
Sharon

Huhu:smile:)
darf ich nochmal was fragen?

ist denn Ferritin von 4 schon sehr tief?
Ich hatte ja schon darauf hingewiesen, daß die Einheit wichtig

ist, vergleich doch mal:
6-70 ug/l versus
30-220 ng/ml

Die Einheit ist 4 ng/ml.
Ist das seeeeeehr tief, oder noch so an der Grenze?

Ist jeden Tag eine Kapsel Ferrogamma ein vernünftiges
Eisenpräperat?

vernünftig ist es sicherlich, allerdings nicht die Dosierung
:wink:
In dem Punkt würde ich mich an die Anweisungen deines Arztes
halten!

Was ist denn an der Dosierung nicht in Ordnung?
Das hat der Arzt mir so verschrieben.
Ist das zu viel oder zuwenig?

Verträgt sich ein Eisenmedikament mit Schilddrüsenhormonen?

Ferrogamma tut das laut Roter Liste nicht. Die Resorption wird
behindert. Frag lieber deinen Arzt nach einem anderen Präparat
oder alternativ einer Anpassung/Änderung der Dosierung.

Gibt es denn Eisenmedikamente die sich damit vertragen?
Eisen ist doch Eisen, oder nicht?

Gruß,
Sharon

Hi!

Huhu:smile:)
darf ich nochmal was fragen?

Klar doch :wink:

ist denn Ferritin von 4 schon sehr tief?
Ich hatte ja schon darauf hingewiesen, daß die Einheit wichtig

ist, vergleich doch mal:
6-70 ug/l versus
30-220 ng/ml

Die Einheit ist 4 ng/ml.
Ist das seeeeeehr tief, oder noch so an der Grenze?

Naja, selbst wenn das Labor, das diesen Wert gemessen hat, einen anderen Normwert für Ferritin hat, ist es doch a bisserl wenig. Die Grenze läge ja eher bei 30 ng/ml - oder halt in einem anderen Laborinstitut bei 20 ng/ml. Da ist 4 ng/ml doch arg drunter!

Ist jeden Tag eine Kapsel Ferrogamma ein vernünftiges
Eisenpräperat?

vernünftig ist es sicherlich, allerdings nicht die Dosierung
:wink:
In dem Punkt würde ich mich an die Anweisungen deines Arztes
halten!

Was ist denn an der Dosierung nicht in Ordnung?
Das hat der Arzt mir so verschrieben.

Oh, entschuldige, ich hatte das so verstanden, daß du dir das Mittel selbst in der Apotheke besorgt hast und selbst dosierst…

Ist das zu viel oder zuwenig?

Ich kenne das so, daß man 2 Tabletten am Tag nimmt, also eine morgens und eine abends. Andererseits sollen Medikamente an jeden Pat. individuell angepaßt werden. Also wird sich dein Arzt, der dich auch besser kennt, etwas gedacht haben, ansonsten würde ich nochmal nachfragen. Vielleicht ist es ja auch einfach nur bei diesem Präparat anders.

Du mußt ja wahrscheinlich eh nochmal hin, schließlich sollte man die Blutwerte auch während der Therapie überwachen. Dann frag ihn bei der Gelegenheit danach und auch nach deinen Schilddrüsenhormonen (Thyroxin und Ferrogamma beeinflußen sich laut der Roten Liste)!

Gruß,
Sharon

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Hallöchen,

Also wird sich dein Arzt, der dich auch besser kennt, etwas gedacht
haben.

Da wäre ich mir nicht so sicher. Sonst würde ich auch nicht hier im Internet forschen :smile:)

Vielen Dank für deine Antworten.
Tschüß
Und gute Nacht
Viele Grüße :smile:)

und was ist nun Transferin?
Hallo,
ich fand die Frage hier sehr interessant von Meike und die Antworten dazu sowieso :smile:
Nun stellt sich für mich ähnliches Problem (naja, Problem ist es eigentlich keines!).
Ich habe wohl ebenfalls Eisenmangel, nahm Tabletten ein und war gestern zur Nachuntersuchung dort. Meine Werte sind gestiegen aber noch nicht im normalen Bereich. Jedoch sagte man mir, dass der Transferrinwert erhöht sei, trotz niedrigem Ferritinwert.
Hmpf… was hat das nun zu bedeuten?
Hat das überhaupt irgendeine Bedeutung? oder war das einfach nur quasi Tagesformabhängig?
Ich werde eigentlich die Antwort darauf morgen erfahren, soll den Doc dann nochmal anrufen weil er heute nicht da war, aber es interessiert mich vorab ob ich mich wohl weiteren Blutuntersuchungen über mich ergehen lassen muss oder ob das alles vom prinzip her harmlos ist.
Vielleicht kann mir noch jemand helfen.

Lg Carina

Und ein dickes Danke vorab - auch für die vielen Infos die an Meike weitergegeben wurden!

Hi!

Ich habe wohl ebenfalls Eisenmangel, nahm Tabletten ein und
war gestern zur Nachuntersuchung dort. Meine Werte sind
gestiegen aber noch nicht im normalen Bereich.

Bei Eisenmangelanämie steigen die Hämoglobinwerte unter der Eisentherapie relativ schnell (so ca nach einer Woche sollte dies der Fall sein). Ist ja auch logisch, neu zugeführtes Eisen wird vom Körper in dem Fall dort eingebaut, wo es dringend benötigt wird: im Hämoglobin, das den Sauerstoff transportiert. Erst wenn die Situation wieder normal ist, werden die Speicher aufgefüllt.

Bis der Mangel an Eisen aber völlig ausgeglichen und auch die Speicher wieder einigermaßen aufgefüllt sind, vergeht eine längere Zeit. Daher sollte die Eisentherapie mindestens 3 Monate durchgeführt werden (üblich sind 3-6 Monate).
So lange dauert es auch, bis sich die anderen Werte ebenfalls normalisieren.

Jedoch sagte
man mir, dass der Transferrinwert erhöht sei, trotz niedrigem
Ferritinwert.
Hmpf… was hat das nun zu bedeuten?
Hat das überhaupt irgendeine Bedeutung? oder war das einfach
nur quasi Tagesformabhängig?

Kann sein. Siehe meine Antworten an Meike. Allerdings schwankt Transferrin nicht ganz so stark wie das Serumeisen. Dafür beeinflussen aber Hormone seine Konzentration: nimmst du beispielsweise die Pille, wirst du einen höheren Transferrinwert haben.

Ferritin hatte ich ja schon erklärt. Wenn der Wert noch immer zu niedrig ist, heißt das, daß noch zu wenig Eisen im Speicher ist.

Transferrin gehört ebenfalls zum Eisenstoffwechsel. Es ist ein Transporteiweiß oder verständlicher ausgedrückt: es ist der LKW, der das verfügbare Eisen dorthin liefert, wo es gebraucht wird. *g*
Bei der Eisenmangelanämie ist das Transferrin typischerweise erhöht.

Das kann man an folgendem Beispiel einfach verständlich erklären:
Im Labor wird nicht jeder LKW (Transferrin) gezählt, sondern nur die leeren LKW, also die ohne Ladung. Bei einem Eisenmangel findet man aber logischerweise mehr leere LKWs als volle(*). Daher ist der Transferrinspiegel erhöht.

Das bedeutet nichts anderes, als das noch immer ein gewisser Eisenmangel vorherrscht und die Therapie noch weitergeführt werden muß, bis auch diese Werte ebenfalls wieder ok sind.

Hier noch ein Hinweis: ich spreche gerade vom Transferrinwert selbst, bei der sogenannten Transferrinsättigung sieht es anders aus. Aber ich nehme an, es ist hier tatsächlich ersteres gemeint :wink:

P.S: sollte bei dir die Therapie allerdings schon sehr lange andauern, täte ich mal den Arzt darauf hinweisen, daß man nach der Ursache (Blutungsquellen vor allem) suchen sollte :wink:

(*) Ich weiß, dieses Beispiel ist nicht ganz korrekt, aber auf diese Weise kann man es leichter verstehen :wink:

Gruß,
Sharon

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Weiß zufällig jemand, wenn man zum Blutspenden geht, ob man
dann im Falle eines Eisenmangels von dem Blutspendeverein
benachrichtigt werden würde?

Wenn Du einen zu niedrigen Hämoglobin-Wert hast, darfst Du gar nicht spenden. Der wird als erstes noch vor der Spende untersucht.

Bis denne
Schnoof