Hallo an alle!
Ich gehe morgen zum Zahnarzt und lasse mir ein paar
Amalgamplomben entfernen.
Servus Katrin!
Warum läßt Du Dir die Amalgamfüllungen entfernen? Taugen sie nichts mehr? Gefällt Dir die Farbe nicht?
Bekommt man da eine Spritze?
Man bekommt eine, wenn’s wehtut, oder wenn man fürchtet, daß es wehtun könnte. Es ist richtig, daß der Nerv weit unten drin sitzt. Richtig ist aber auch, daß feine und empfindliche Nervenfasern das Zahnbein bis unter den Schmelz durchziehen. Aber - wenn Du damals, als die Amalgamfüllungen gemacht wurden keine Spritze gebraucht haben solltest, dann kannst Du es auf jeden Fall erst mal ohne Spritze probieren. Zurücknehmen kann man die Spritze nämlich nicht, wenn sie mal drin ist. Man kann aber immer noch einspritzen, wenn PatientInnen merken, daß es doch zu unangenehm ist.
ja, warum eigentlich? Soweit ich weiß, liegt der Nerv weit
unten im Zahn und kann somit nicht getroffen werden.
Was nimmt man denn heutzutage für Plomben? Gibt’s da
verschiedene Füllungen? Wenn ja, wäre es schön, wenn mich
jemand über Vor- und Nachteile aufklären könnte.
Jetzt willst Du den Rahmen dieses Forum sprengen! Ganz kurz:
Man nimmt am liebsten die sogenannten Kunststofffüllungen (richtiger ‚Composite‘ füllungen). Vorteil: zahnfarben, dauerhaft, dicht
Nachteil: hohe Sorgfalt und Zeitaufwand durch Zahnarzt/ärztin erforderlich. Zahnzwischenräume, in die sich nichts einbeißt (Fleischfasern) schwierig zu machen. Ohne, teilweise nennenswerte, Zuzahlung nicht zu kriegen. Zeitaufwändig.
Bei den vorderen (Front-)zähnen ist alles halb so dramatisch. Aber in den Frontzähnen hast Du ja auch keine Amalgamfüllungen.
Gut, aber nicht zahnfarben sind Goldgußfüllungen (Inlays). Weiter hinten, wo außer Zahnärzten niemand hinschaut durchaus eine gute Alternative. Vorteil: seit Jahrzenhnten eingeführte und gut beherrschte Technologie mit ausreichend Korrekturmöglichkeiten. Zahnzwischenraumproblematik gut beherrschbar.
Nachteil: wer mag schon Gold, wenn’s zahnfarben geht? Nachdem Abdrücke und Zahntechniker notwendig sind, sind Inlays meist noch teurer als Composite. Übrigens beileibe nicht wegen des hohen Goldpreises.
Ein sinnvoller Kompromiß ist IMO die Verwendung von Composite im gut sichtbaren Bereich und von Gold weiter hinten.
Was mich an dieser Stelle außerdem interessieren würde: Man
weiß ja, dass sich hauptsächlich in den Zahnzwischenräumen
Spreisereste ansammeln. Somit kann sich dort auch verstärkt
Karies bilden. Wie kann der Zahnarzt dort ein Loch
feststellen?
Sondieren und vor allem - röntgen. Die Entscheidung, mehrere Füllungen auszuwechseln, sollte auf jeden Fall auf der Basis von ausgewerteten Röntgenaufnahmen fallen.
Wenn man sehr eng stehende Zähne hat, kann man da
weder reinsehen noch mit einem noch so feinen „Werkzeug“ (*g*)
dazwischen.
Freue mich auf eure Antworten! Danke!
Hoffe, das war nicht zu ausführlich, aber drunter ging’s nicht.
Kai