Hallo, liebe Leute,
wie kommt es eigentlich, dass einem immer k…übel wird, wenn man beim Autofahren liest(als Beifahrer natürlich). Ich jedenfalls kann das keine drei Minuten, dann muss ich aufhören. Auf dem Rücksitz reicht einfaches Mitfahren!
Hat es was mit der fehlenden Rückmeldung der Körperposition über die Augen zu tun?
Vermutet - Anette
Hi,
wie kommt es eigentlich, dass einem immer k…übel wird, wenn
man beim Autofahren liest(als Beifahrer natürlich). Ich
jedenfalls kann das keine drei Minuten, dann muss ich
aufhören. Auf dem Rücksitz reicht einfaches Mitfahren!
gute frage
Hat es was mit der fehlenden Rückmeldung der Körperposition
über die Augen zu tun?
Vermutet - Anette
RICHTIG!
Der körper bzw. sein lageempfinden signalisiert bewegung. Dies hätte er auch ganz gern über die augen bestätigt.
Besteht eine diskrepanz zwischen beiden input-kanälen, so kommt es bei geneigten menschen eben zu übelkeit…
LG Alex:smile:
Naja, es geht zum Glück nicht allen so!
Ich hab das Problem nicht.
Es ‚wackelt‘ aber immer stärker, je dichter Du an einem Objekt bist, das Du anguckst. Daher die Übelkeit, wenn man zB Buchstaben entziffern will.
Bei Seekrankheit empfiehlt man immer, an den Horizont zu schauen - das ist die grösste Distanz, und somit die ‚am wenigsten wackelnde‘.
Müsste im Auto auch gehen - auch wenn da nicht immer zu viel Horizont zu sehen ist (daher geht’s aber auch vorne besser als hinten - weiterer Horizont).
Rückwärts sitzen (zB im Zug) ist auch gut, zumindest wenn man rausguckt. Denn so schnellt alles an einem langsamer vorbei, sozusagen.
gruss, isabel
Hallo, liebe Leute,
wie kommt es eigentlich, dass einem immer k…übel wird, wenn
man beim Autofahren liest(als Beifahrer natürlich).
„einem“???
also ich kann überall und jederzeit lesen. egal ob Flugzeug, Auto, Bahn, Schiff - Hauptsache ich hab was zu lesen bei. Ich wüsste auch gar nicht, wie ich sonst so eine laaaangweilige Fahrt überstehen sollte.
aber es ist dohc eher allgemein die Frage - warum wird überhaupt jemand reisekrank? so richtig nachvollziehen konnte ich das noch nie, ich werde auch nicht seekrank - im Gegenteil, macht doch erst Spaß, wenn es mal ein bißchen schaukelt!
(aber ich hab Höhenangst - beim Riesenrad fahren könnte mir echt schlecht werden, weil das so hoch ist *Panik*)
Queedin
Hi!
Hat es was mit der fehlenden Rückmeldung der Körperposition
über die Augen zu tun?
Der Körper merkt, dass er sitzt und sich nicht bewegt und dennoch wird er mal durchgeschüttelt, durch Fliehkraft zur Seite gedrückt und die Umgebung um ihn herum bewegt sich sehr schnell. Sehr verwirrend für das Auge und den Gleichgewichtssinn. Dies kann bei einigen Menschen zu Übelkeit führen. Anderen wird schon durch das Rütteln und einem empfindlichen Magen schlecht.
Wenn es nur an den Augen liegt, dann kann man es durchaus üben. Mir wurde als Kind auch immer schlecht, bis ich einen Freund mit Auto hatte und mit dem immer öfter unterwegs war. Jetzt kann ich auch weite Strecken ohne Probleme mitfahren.
Auch Nervosität ( weil einem einmal im Auto schlecht geworden ist und man es nicht noch einmal möchte ) kann zu einer Art Übelkeit führen. Da hilft Bonbons lutschen ganz gut.
Auch das Lesen beim Auto fahren kann man üben, wenn man es nur oft genug macht. Der Mensch gewöhnt sich nach einer bestimmten Zeit an fast alles.
Tara
Moin!
Hat es was mit der fehlenden Rückmeldung der Körperposition
über die Augen zu tun?
In meiner Kindheit hatte ich ebenfalls Probleme mit Übelkeit beim Autofahren. Immer, wenn ich hinten saß, wurde mir nach längerer Fahrt flau im Magen. Handelte es sich dann noch um eine kurvenreiche Strecke, war es nur eine Frage der Zeit, wann ich mir „etwas durch den Kopf gehen lassen“ mußte. Lange Autobahnfahrten hingegen ließen sich trotz leichter Übelkeit überstehen.
Meine Eltern und ich haben vieles versucht und folgendes herausgefunden:
Autobahnfahrten sind wegen der recht gleichförmigen Bewegung unkritisch.
Vorn sitzen ist weitgehend unkritisch, weil dabei auch der Blick nach vorn gerichtet ist.
Hinten sitzen ist kritisch, weil der Blick zumeist seitlich gerichtet ist. Saß ich hinten in der Mitte und sah nach vorn, ging’s halbwegs.
Lesen - egal ob vorn oder hinten - ist kritisch. Die vorbeiziehende Landschaft wird ja aus den Augenwinkeln wahrgenommen.
Auf Versuche, mit Scheuklappen zu lesen, haben wir verzichtet. Die Schaukelei hat sicher Einfluß darauf, aber mit geschlossenen Augen auf großen Teilen der Strecke ließ sich selbst in den Alpen der Brechreiz im Zaum halten. Schade um die nicht gesehenen Landschaften, aber die erkunde ich heute mit dem Motorrad lieber selbst - ganz ohne Übelkeit.
Munter bleiben… TRICHTEX