Hallo,
in einer Folge der TV-Serie „Monk“ wird ein zum Tode verurteilter, der durch die Giftspritze hingerichtet werden soll, vorher ermordet (vergiftet), weil er Organspender war und jemand verhindern wollte, dass ein bestimmter Mensch ein Organ dieses Mannes bekommen sollte. Ich hab mich dabei gefragt, ob man denn überhaupt ein Organ von jemandem, der durch die Giftspritze hingerichtet wurde, noch jemand anderem einpflanzen kann?
Organe werden mit wenigen Ausnahmen (z.B. Lebendspende einer Niere oder von Knochenmark etc.) stets hirntoten Menschen entnommen, deren Kreislauf noch funktioniert. Das wird (zumindest europaweit) nach der abgeschlossenen Hirntoddiagnostik in einer OP gemacht, wobei erst nach bzw. während der Organentnahme der Kreislauf entgültig erlischt. Bis zum Entnahmezeitpunkt wird der Kreislauf nötigenfalls mit medikamentösem Aufwand aufrecht erhalten.
Bei Hinrichtungen wird „Gift“ gespritzt, bis der Delinquent klinisch tot ist, also das Herz und die Atmung stillsteht. Ab diesem Moment nehmen die Organe, allen voran das ZNS, mit jeder Sekunde des Stillstandes mehr Schaden. Man müsste den Todeskandidaten sehr schnell reanimieren (was angesichts der verabreichten Medikemente nahezu unmöglich ist), ihn in eine Klinik schaffen, den Hirntod sicherstellen ohne dass jedoch andere Organe betroffen sind etc. - alles absolut irreal. Ich sage: Das geht so nicht.
Eine Möglichkeit bestünde darin, den Menschen unter klinischen Bedingungen zu narkotisieren, die Organe zu entnehmen und dann nicht mehr wach werden zu lassen. (Wie auch, ohne Herz?) Quasi die Organspende als Hinrichtungsmethode. Aber so total abgefahren sind selbst die völlig verrückten Amis (noch) nicht. Aber denen traue ich mittlerweile alles zu.
in einer Folge der TV-Serie „Monk“ wird ein zum Tode
verurteilter, der durch die Giftspritze hingerichtet werden
soll, vorher ermordet (vergiftet), weil er Organspender war
und jemand verhindern wollte, dass ein bestimmter Mensch ein
Organ dieses Mannes bekommen sollte.
na, dann kann es sich ja nur um lebenswichtige Organe handeln (Herz, Leber, Niere) die sind alle durchblutet und natürlich voll Gift welches natürlich biologisch nach dem Tod auch nicht mehr abgebaut wird. Und die sollen einem eingepflanzt werden??
Das macht wohl keinen Sinn. Wenn der Todeskandidat hingegen erstickt werden würde…
Eine Möglichkeit bestünde darin, den Menschen unter klinischen
Bedingungen zu narkotisieren, die Organe zu entnehmen und dann
nicht mehr wach werden zu lassen. (Wie auch, ohne Herz?) Quasi
die Organspende als Hinrichtungsmethode. Aber so total
abgefahren sind selbst die völlig verrückten Amis (noch)
nicht. Aber denen traue ich mittlerweile alles zu.
Das finde ich einen interessanten ansatz. Vorrausgesetzt der delinquent würde dem zustimmen.
Interessant deshalb, weil es vor einiger zeit in den usa einen ähnlichen fall gab.
Da wollte ein verurteilter eine aufschiebung erwirken, damit er einer verwandten noch ein organ spenden kann.
Dem wurde nicht stattgegeben. Später ging es auch nicht mehr, da NACH hinrichtungen organe wohl nicht mehr transplantabel sind.
Damit wäre DIE frage auch beantwortet.
Es handelt sich ja um ein gift. Welches ist eigentlich egal… Da die transplantierbaren organe, nämlich leber, nieren, herz zu den wichtigsten organen zählen, werden diese auch am besten mit blut versorgt, also auch als erstes „kontaminiert.“
Ethisch wäre eine „hinrichtung auf dem op-tisch“ natürlich in keinster weise zu rechtfertigen.
Dennoch: interessant ist die idee; zumind. von dem ansatz her seine straftat der gesellschaft gegenüber zu sühnen…
So giftig ist das Zeug auch nicht, es handelt sich wohl um ein Barbiturat, ein Muskelrelaxans und Kaliumchlorid, also alles Sachen, die auch bei Explantationen uU verwendet werden…
Ethisch wäre eine „hinrichtung auf dem op-tisch“ natürlich in
keinster weise zu rechtfertigen.
Warum nicht?
Meiner Meinung nach ist eine Hinrichtung generell in keinster Weise zu rechtfertigen. Wenn man aber zu den Staaten gehört, die da eine andere Einstellung haben, könnten diese doch auch moralisch rechtfertigen daß Organe Hingerichteter sinnvoll weiterverwendet werden.
Es gibt übrigens immer mal wieder Berichte daß dieses in China gemacht wird, also Organe und Körperteile Hingerichteter verwendet werden, unter andem für zahlungskräftige westliche Kunden, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind. Ob es stimmt weiß ich nicht, gehört habe ich es mehrfach.
Es gibt übrigens immer mal wieder Berichte daß dieses in China
gemacht wird, also Organe und Körperteile Hingerichteter
verwendet werden, unter andem für zahlungskräftige westliche
Kunden, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind. Ob es stimmt
weiß ich nicht, gehört habe ich es mehrfach.
Das habe ich auch gehört und das die Hinrichtungen nach dem Organbedarf in Europa stattfinden. Also von den Häftlingen sind bereits alle relevanten Daten erfasst und wenn es passt mit den Daten eines transpantationsbedürftigen Patienten, ist er halt dran. Es muß ja alles ziemlich schnell gehen.
Das ist trotzdem für den Betreffenden gesundheitlich besser als z.B. eine Niere von einem europäischen Drogenabhängigen, der sie aus Not verkauft. Ich möchte das Land nicht benennen. Insider wissen eh wo die Organe herkommen.
Zunächst zur sogenannten „Giftspritze“… In den USA werden den zum Tode Verurteilten drei „Medikamente“ hintereinander über ein automatisches Spritzenpumpensystem gespritzt („Medikamente“ in Anführungszeichen, weil sie eigentlich gedacht sind, Menschen zu helfen):
Ein Barbiturat (z.B. Thiopental), das normalerweise zur Einleitung von Narkosen verwendet wird und den „Patienten“ innerhalb weniger Sekunden einschlafen läßt.
Ein Nicht-Depolarisierendes Muskelrelaxans (z.B. Vecuronium), das ebenfalls im Rahmen von Narkosen verwendet wird und alle willkürliche Muskulatur lähmt und schlaff macht - einschließlich der Atemmuskulatur; man hört also auf zu atmen.
Kalium, in der Regel als Kaliumchlorid-Lösung, da - etwas vereinfacht - ab einem bestimmten Kalium-Spiegel im Blut das Herz zu schlagen aufhört; Kalium wird in der Regel bei zu niedrigen Kaliumspiegeln gegeben, aber in viel niedrigeren Dosen.
Wenn alles klappt (im Sinne der Vollstrecker), dann wird der Verurteilte also zunächst bewußtlos, hört dann zu atmen auf, und schließlich hört sein Herz auf zu schlagen; damit ist er klinisch tot (keine Atmung, kein Kreislauf), und das durch Stoffe, die tagtäglich in Anästhesie und Intensivmedizin eingesetzt werden, somit einer Transplantation nicht zwangsläufig im Wege stehen müssten.
Das hauptsächliche Problem ist aber, daß man Organe zur Transplantation Hirntoten entnimmt, bei denen das Gehirn nicht mehr arbeitet, das Herz aber noch weiter schlägt (geht für einen langen Zeitraum gut, solange man künstlich beatmet!); es liegt also ein anderer Zustand vor als beim Hingerichteten, bei denen man Herz und Atmung, d.h. Sauerstoffzufuhr künstlich blockiert. In der Folge werden alle Organe und Gewebe mehr oder weniger schnell durch den Sauerstoffmangel geschädigt und werden dadurch unbrauchbar für potentielle Empfänger - man müßte also sehr, sehr schnell die Organe entnehmen…