Kalk in der Schulter

Hallo,

seit nunmehr 5 Jahren plage ich mich mit einer Kalkschulter. Stoßwellentherapie, verschiedenste Spritzen, Krankengymnastik, Naturheilkunde bisher völlig erfolglos. Ganz im Gegenteil: nach solchen Therapien war meine Schulter eher schlimmer dran, entzündete sich.
Meine Bewegung ist mittlerweile sehr eingeschränkt, Schmerzen fast durchgängig.
Mein Orthopäde riet mir nun nach der letzten Röntgenuntersuchung DRINGEND zu einer OP. Da der Kalkherd aber sehr groß ist muß mindestens der halbe Schleimbeutel entfernt werden, nach Aussage der Chirurgen dieser sogar komplett. Der Orthopäde würde atroskopisch operieren und verspricht mir ca. 2 Wochen bis zur vollen Einsetzbarkeit des Arms, die Chirurgen reden von einem kompletten Aufschneiden und etwa 9 Monaten bis zur Ausheilung. HILFE!!!

Ich habe schon viel über dieses Thema studiert und bekomme immer wieder neue Aussagen und Ratschläge.

Hat jemand Erfahrung damit? Da ich den Kalk schon so lange habe und er stetig größer wird ist die einhellige Meinung, dass er sich nicht mehr von alleine auflösen wird. Ist das wirklich so? Oder weiß jemand von Euch vielleicht doch noch ein Mittel, das den Kalk auflösen könnte?
Und: hat jemand Erfahrung mit solchen Schulter-OPs? Ich denke, wenn der Schleimbeutel dann gleich mit entfernt werden muß ist doch die Gefahr einer späteren Arthrose sehr groß, oder? Der ist doch sicher nicht umsonst dort, gell?

Ehrlich gesagt verstehe ich auch noch immer nicht, warum das Kalkdepot nicht direkt mit etwas gespritzt werden kann, das für Auflösung sorgt. Ist das einfach nur noch nicht hinlänglich erforscht oder geht das wirklich „technisch“ nicht?

Wer weiß Rat? Oder Adressen? Wer hat Erfahrung mit einem Leben „ohne Schleimbeutel in der Schulter“?

Bin für jeden Hinweis dankbar.

Viele Grüße
Sophia

hallo sophia,

schau mal im archiv. neulich erst war das thema wieder: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

hier alle einträge zum thema stoßwellen: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/searcharch…

und als ich mal nach kalkschulter gefragt hatte: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

gute besserung
ann

Hallo Ann,

danke für die schnelle Antwort.
Meine Frage war aber eigentlich anders gemeint: gibt es inzwischen weitere bzw. erfolgreichere Therapien?

Viele Grüße
Sophia

hallo sophia,

Meine Frage war aber eigentlich anders gemeint: gibt es
inzwischen weitere bzw. erfolgreichere Therapien?

ich dachte, das ginge aus den antworten unter den betreffenden links hervor: nein, es gibt keine allgemein hilfreiche therapie.
mein liebster hat einiges ausprobiert, letztlich geholfen hat nur voltaren (zäpfchen) zur akuten schmerzbekämpfung, bewegung(!) und geduld.

gute besserung
ann

Hallo Sophia,

so wie ich das interpretiere, leidest Du an einem sog. „Impingement-Syndrom“. Hierbei wird der Raum zwischen Oberarmkopf und Schulterdach degenerativ verengt, was dann zu dem „Engpaß-Syndrom“ führt. Bei jedem seitlichen Anheben des Armes gleitet nun die Supraspinatussehne unter dem Schulterdach und wird geärgert, was sich in einer Entzündung äußert, was man wiederum an den Kalkeinlagerungen sieht.
Bei manchen Patienten hilft eine gezielte Physiotherapie, bei vielen nur eine OP. Diese Operation -sog. endoskopisch subacromiale Dekompression = ESD- wird ambulant durchgeführt, wenn Du kein Risiko-Patient bist. Hierbei wird der einengende Bereich weggefräst und die Sehne kann wieder ohne Beeinträchtigung arbeiten.
Genauere Information erhältst Du u.a. auf der Webseite meines ehemaligen Chefs: www.ingenhoven.de
Da Du ja geschrieben hast, dass Du seit 5 Jahren unter den Schmerzen leidest, halte ich eine Stoßwellen- oder jede andere Therapie für wenig erfolgversprechend.

Gruß, Jürgen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Jürgen,

danke für Deine Antwort.
Leider nein, es handelt sich nicht um ein

„Impingement-Syndrom“.

Das ist (leider) sowohl durch Röntgen- als auch durch Kernspin-Untersuchung ausgeschlossen. Der Knochzwischenraum ist von der Größe her völlig o.k. Es wächst nur leider der Kalk und ist inzwischen nach Aussagen meines Orthopäden „riesengroß“. Es wäre mir lieber, wenn ich wüsste, dass „einfach nur“ das SChulterdach vergrößert werden müsste und ich wäre meine Beschwerden los. Dann würde ich auch eine entsprechende OP sinnvoll finden. Das ist aber nicht so.

Begonnen hat das alles vor 5 Jahren mit der Diagnose „Maus-Arm“: Überbelastung der Schulter durch Fehlhaltung. Sollte durch entsprechende Gymnastik, Entzündungshemmer und Haltungskorrektur behoben werden. Auf die Haltung achte ich seitdem extrem selber. Leider ohne Erfolg.
Die ersten Jahre hatte ich auch den Nachtschmerz extrem: Schmerzen beim Drehen auf die Schulter. Das hat sich aber geändert. Mittlerweile habe ich mehr Schmerzen, wenn die Schulter „frei“ ist und merke Erleichterung, wenn sie von außen „zugedrückt“ wird (Pressen an Armlehnsessel, Drauflegen beim Schlafen).
Selbst beim normalen Stehen schmerzt die Schulter.
Und: ich muß sie ständig bewegen. Jede Bewegungseinschränkung (Zwangshaltung) schmerzt.
Strahlt aus bis in die Hand und in den Kopf. Nacken ständig verspannt, Schulter ständig bretthart.

Und sie knackt und knirscht. Oft habe ich beim Knacken den Eindruck, dass es Erleichterung bringt. Wenn es ganz schlimm ist denke ich auch oft: jetzt einmal „richtig“ knacken und der Kalk bricht auf und dann ist Ruhe.

Meine Frage dazu ist: kann der Kalk denn nicht ohne OP aufgelöst werden?

Viele Grüße
Sophia

Hallo Sophia,

es gibt auch Impingement-Syndrome, die auf der Rö-Aufnahme oder im MRT nicht verdächtig aussehen.
Wie würdest Du denn das Kalk-Depot erklären ?
Ich würde auf jeden Fall eine Athroskopie empfehlen, so dass der Kalk erstmal entfernt werden (meistens) und vor allem die Supraspinatussehne begutachtet werden kann.

Gruß, Jürgen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo sophie
hab selber in beiden schultern kalk gehabt. meine rechte schulter ist athrokopisch operiet(stationär, fand ich auch netter), erfolgreich. die probleme, die ich vorher hatte waren weg, konnte auch wieder tennis spielen zb. das mobilisieren und auftrainieren der schultermuskulatur dauert aber sicher länger als 2 wochen. bin selber physiotherapeutin und hab nach 6 wochen wiedr gearbeitet. das gleitlager/bursa subacromialis wird zwar entfernt um den raum zu vergrößern, bildet sich aber neu:1. unter dem musker deltoideus, oben aussen oberarm sizt ebenfalls eine bursa überoffene verbindungen kann eine neues gleitlager hochwandern, 2. wo was fehlr kommt bindegewebe hin und bildet das neue gleitlager.
wenn schallwellenzertrümmerung nicht hilft, gibt es keine alternative
trude

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]