ich denke viele kennen es,
dennoch würde mich interessieren wie und warum es entsteht.
bsp.: man fährt mit dem auto zu schnell in eine kurve und ehe man das eigentlich vom kopf wahrnimmt hat man so ein wärme-gefühl im bauch.
manchmal ist es auch sowas wie ein kleines stechen…
na ja bei aqua-planing ist es mir auch schon aufgefallen.
genau das gleiche, so ein warmes kurzes gefühl im bauch.
vorkurzen war ich einem fahrgeschäft, dort wirkten neg. g-kräfte.
sprich man wurde z. B. aus großer höhe rückwärts und auch kopfüber relativ schnell dem boden näher gebracht.
auch da hatte ich dieses gefühl.
ich hab mich auch schonmal im bekanntenkreis umgehört, doch da ist dieses gefühl total unbekannt…
ich sprech nicht von einem angstgefühl
oder einem „mulmigen“ gefühl.
ist das eine ausschüttung von adrenalin
um mehr konzentration zu haben?
oder wie lässt es sich erklären?
auch ich kenne dieses Gefühl, vor allem bei brenzligen Situazionen im Auto hat es wohl fast jeder schon einmal gehabt. Aus meinem Empfinden ist die Gefahr aber schon so gut wie vorbei, wenn man dieses Gefühl hat. Es ist für mich eher das Signal, gerade noch einmal Glück gehabt zu haben.
In einer wirklich ernsthaften Gefahrensituation fühlte ich etwas anderes. Es ließe sich am ehesten mit einem Tinnitusanfall vergleichen. Sozusagen ein „Warnton“, verbunden mit Unruhe und einem sicheren Gefühl, diesen Ort besser sofort zu verlassen.
Nachdem ich das tat, verschwand das Gefühl. Kurze Zeit später ging es mir deutlich besser, allerdings war ich sehr erschöpft.
Dass die Situation wirklich ernsthaft war, erfuhr ich erst später. Vom Gefühl her wusste ich aber: Weg hier, bevor es zu spät ist! Und es war richtig.
Mich würde eine fachliche Erklärung zu diesem Empfinden auch sehr interessieren. Woher kommt es, kann man es als allgemeingültig einstufen, oder war es eher individuell? Ist das durch liroy beschriebene Gefühl eine „Entwarnung“, wie ich es werte, oder hat er ein anderes „Warnsystem“ als ich, empfinden also verschiedene Menschen in einer Gefahrensituation Unterschiedliches und verstehen es als dieselbe Warnung?
Also diese zweite Variante kenne ich auch. Ich denke aber manchmal, es gibt einfach Menschen die ihren Gefühlen vertrauter sind als andere. Ich denke oder bin fast davon überzeugt, dass gewisse Menschen solche Reize nichtmehr wahrnehmen, warum auch immer…
Also die zweite Variante, dieses WARNEN und nach dem Verlassen der Situation, die Erschöpfung, ist mir sehr gut bekannt.
Hatte es aber eher selten. Ich meine auch, dass dies immer mit sehr großen Gefahren zutun hat. UND: man wird relativ lang vorher gewarnt.
Wobei lang jetzt für 2-3Minuten steht. Es handelt sich aber bei mir bei solchen Situation um ein parmanentes Gefühl, eine Art schlimme innere Unruhe, die wirklich stört!
Das Bauchgefühl hingegen:
ist eine Sache von einpaar Sekunden…
Ich würde das so beschreiben…man fährt in die Kurve…
die Augen und der Kopf erfassen die Situation noch nicht, dann tritt dieses Gefühl für ne Sekunde auf, man handelt ohne bewusst zu denken, dann wird einem die Situation erst wirklich bewusst(vom Kopf her).
Also ähnliche einem „antrainierter“ Reflex…
Ich würde aber auch sagen, dass dieses Gefühl hilft die Gefahr zu bewältigen.
Ich muss aber dazu sagen,
ich bin ein Mensch der in Gefahrsituationen absolut handlungsfähig ist. Mir wird eigentlich nie schlecht, bei was auch immer, ob da nun Blut im Spiel ist oder sich ein Kind den Finger halb abgeschnitten hat.
Zum autofahren kann ich noch sagen, ich habe aus eigenem Interesse verschiedene „Fahrkurse in Extremsituationen“ absolviert, aber damit hat es wohl nichts zutun. Hatte das Gefühl auch schon früher…
Bin ja mal gespannt ob es darauf eine medizinische Erklärung gibt.
da übertreffe ich Dich ja noch um einiges, was die Dauer angeht: Bei mir waren es ca. 24 Stunden. Wobei ich zum Schluß aber auch wusste, dass es jetzt wirklich Zeit ist, mich möglichst schnell auf den Weg zu machen.
Das Gefühl würde übrigens immer stärker.
Ich hatte es auch nur wenige Male.
So, und jetzt möchte auch ich endlich einmal eine Expertenmeinung!
Hallo!
Das Phänomen tritt dann auf, wenn entweder physikalisch oder physiologisch Blut aus den Geweben um den Magen/Darm verlagert wird.
Kennt man zum Beispiel auch vom Freizeitpark in ner Schiffschaukel. Da hat man auch so ein komisches Gefühl im Bauch.
Da der Körper in besagter Auto-Situation angespannt ist und man sich konzentrieren muss, wird Blut quasi der Verdauung entzogen, um es zum Gehirn zu schaffen. Der Körper denkt sich „Ich will doch lieber kurz aufpassen und überleben, als was zu verdauen“…
Das war mal ganz allgemein gefasst das, was bei diesem Bauchgefühl so physiologisch passiert.
MfG
XNick
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
…dass das Ohrgeräusch durch eine verstärkte Durchblutung zu erklären wäre?
Mir fällt im Nachhinein dazu ein, dass ich (ich beziehe mich auf die Situation, die ca. 24 Std. dauerte und wirklich ernsthaft war) damals keinerlei Hungergefühl verspürte.
Nach Verlassen des Ortes normalisierte sich dies sehr schnell, und bereits während der mehrstündigen Autofahrt fühlte ich mich wieder völlig normal. Die Erschöpfung legte sich allerdings nur sehr langsam.