Hallo zusammen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie ist das mit einer Röntgenaufnahmen?
Das Bild ist ja nur eine Ebene, also 2-dimensional.
Wenn sich jetzt genau vor oder im hinteren Bereich der Wurzel ein Herd befindet, vor oder hinter der Bildebene, wird der überhaupt auf dem Bild gesehen?
Ich meine es so, daß der Herd außerhalb der Bildfläche wäre.
Auf der 2-dim Aufnahme dürfte es doch nicht erscheinen?
Wie ist die Situation?
Vielen Dank
Beste Grüße
Christine Kaller
Moin, Christine,
ein exakt zweidimensionales Bild entsteht nur bei der Tomographie. Beim Röntgen wird ja die ganze Tiefe durchleuchtet, wobei die Dichte des Materials mehr oder weniger Energie absorbiert und somit der Film entsprechend belichtet wird. Deshalb sind Entzündungsherde durchaus als Zonen zu erkennen, deren Helligkeit sich von der des gesunden Gewebes unterscheidet. Für uns Laien nicht besonders deutlich zu erkennen, aber der Arzt wird Dir gern den Schatten zeigen, durch den eine Entzündung sichtbar wird.
Gruß Ralf
Auf dem Weg von der Röhre zum Film durchquert der Röntgenstrahl das gesamte dazwischen liengende Objekt. Dabei gilt die Regel: Je dichter das Material und je dicker die Struktur desto weniger kommt am anderen Ende an. Auf dem Film sieht man also (oder eben nicht) die Summe der Abschwächungen durch die durchstrahlten Strukturen. Röntgen ist demnach nicht „digital“, d.h. Knochen = weiss und Luft = Schwarz, sondern bildet ganz feine Graustufen abhängig vom Objekt des Interesses ab, man kann sogar Haut und Muskel sehen.
Ist jetzt eine Entzündung zugange, ändert sich die Dichte des Gewebes (Schwellung=Wassereintritt, möglicherweise Gewebsverlust) und damit auch die resultierende Filmbelichtung dahinter, in einem ansonsten sehr dichten Knochen wie dem Kiefer führt das zu schwarzen Flecken.
Gruss, Dennis
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