Hallo Susanne,
danke, dass ist ja schon mal ein guter Anfang!
Mir geht es vor allem darum, zuverlässig recherchieren zu
können, wie heute mit Antibiotika beherrschbare Krankheiten
Infektionskrankheiten (auch Kinderkrankheiten) im 18. und 19.
Jahrhundert behandelt wurden, als es ja im Grunde keinerlei
wirklich wirksame Arznei gab.
Danke für Deine Mühe und viele Grüße,
Clarissa
Hallo Clarissa, heute behandelbare Krankheiten ist ein dehnbarer Begriff unter den hunderte Krankheiten fallen: Ich kann mich erst mal um die klassischen „Kinderkrankheiten“ stürzen und mal schaune ob ich etwas dazu finde, aber deine zweite Aussage
Ein zweiter Aspekt wäre der, allgemeine Krankheitsbilder wie
„Schwindsucht“ anhand von zeitgenössischen
Krankheitsbeschreibungen und dem medizinischen Wissen von
heute etwas differenzierter zu betrachten.
deutet ja darauf hin, dass es auch um andere der geschichtlich bedeutsamen Krankeiten geht. Schwindsucht ist im übrigen keine „allgemeine Krankheitsbeschreibung“ wie schnupfen oder so, sondern einfach ein alter Name für Tuberkulose.
Das Kapitel alte NAmen für heute anders benannte Krankheiten ist eines für sich. Oft sind regionale Bezüge dabei, zB. englische Krankheit = Rachitis, FranzosenKrankheit = Syphillis, englischer Schweiß = Diphterie etc.
Das was du sucht ist im Grunde eine komplette Bibiographie der Medizingeschichte. Das gibt es zawr auch, aber ich werd sie sicher nicht hier abschreiben.
Drum wäre ich dankbar, wenn du dein Interesse auf ein paar Krankheiten eigrenzen könnest. ansonsten werd ich mich schon mal nach etwas umfassender Literatur umschauen. An die einzelnen Quellen musst du dann schon selbst gehen (zB. gibt es im Corpus hippocraticum eine schöne Beschreibung von Mumps).
Was die Behandlungsmöglichkeiten angeht sind sie sehr beschränkt gewesen, eher eine Unterstützung der Selbstheilungskräfte und das ist wirklich nicht ausreichend (entsprechend gab es hohe Sterberaten). Schwitzen und Bettruhe ist meistens das Mittel der Wahl gewesen, ab und an noch Kräuter u.a. Mittel als Tee, Extrakt etc. Nur bei einzelnen Krankheiten gab es wirklich wirksame Arzneien, die allerdings nicht ohne Nebenwirkungen waren (also nichts mit weniger Nebenwirkung als Antibiotika), aber die These dass es gar keine wirksamen Arzneien gab, stimmt eben auch nicht.
Bei der Syphillis hat man vor allem eine Quecksilbersalbe angewendet (was durchaus ein hilfreiches Arzneimittel gerade für die Hauterscheinungen war)und wieder Schwitzkuren, oft auch kombiniert wodurch allerding auch manch Syphillisopfer eher durch das Quecksilber starb.
Später hat man dann zusätzlich das Guajakholz als Tee verabreicht (ebenfalls hilfreich und wirksam).
Bei Malaria war es das Cinin aus der Chinarinde. Das wirkt u.a. auch Abtreibend.
Zu diesen Maßnahmen kam natürlich bei vielen Krankheiten als wesentliches Mittel auch die Quarantäne/Isolation und etwas später die Impfung.
Mehr sobald ich die Bücher gewälzt hab, da kam ich noch nicht zu, denn gegen Schnupfen und die klassische Erkältung ist heute immer noch Bettruhe das beste.
Schöne GrüßeSusanne