Ernährung bei Neurodermitis?

Von: , Frage gestellt am Di, 18. Okt 2005

Hallo, WWWler,


Seitdem ich klein bin, leide ich an leichter Neurodermitis, die sich bis jetzt nur auf die Schienbeine beschränkte und nicht weiter 'der Rede wert' war; ein leichtes Trockenheitsgefühl und Jucken, wenn es Winter wurde und ich die Heizung aufdrehen musste. Dies war jedoch durch öfteres Eincremen gut zu behandeln.
Seit ein paar Tagen jedoch ist sie schlimmer geworden, heißt, fast am ganzen Körper, die Haut ist rot und gereizt und juckt intensiv.

Ich würde gern wissen, inwieweit meine Ernährung zur Verbesserung beitragen kann. Bisherige Internetrecherche ergab nur, dass jeder Patient individuell entscheiden sollte, was er essen kann und was nicht, allerdings muss es doch wenigstens sowas wie 'Richtlinien' geben.
Was verträgt die Haut besser, was schlechter?

Für einige Tipps wäre ich euch sehr dankbar!

Gruß,
Freya

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ernährung bei Neurodermitis?

    Hallo Freya,

    Ich kenne das. Es ist einfach schrecklich, obwohl nicht wirklich schlimm bei mir, aber meine Schwester hat es ganz doll!!!
    Also, manche Dermatologen sagen, man solle mal auf Weizen und Milchprodukte verzichten, bzw. deren Verzehr reduzieren. Erfahrungen damit habe ich jedoch noch nicht selbst gemacht, aber einem ehemaligen Nachbarn in meinem Alter, der diese Diät gemacht hat, hat es geholfen.
    Ich hoffe dir geholfen zu haben.
    VG, Stefan

  2. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ernährung bei Neurodermitis?

    Hallo Freya,

    Neurodermitis ist ja eine recht vielschichtige Erkrankung. Einmal ist sind es - wie Du ja auch schreibst - die äußeren Umstände. Bei trockener Heizungsluft im Winter muss man eben öfter cremen. Dann ist es die Ernährung oder andere Allergien (Waschpulver, Shampoo oder ähnliches), und dann kommt die Psyche hinzu. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass man diese Dinge eben nicht isoliert betrachten kann. Ich habe auch manchmal jahrelang Ruhe und muss nur kleine Stellen eincremen, und dann geht mal wieder das volle Programm los, und man muss stöbern, was eigentlich los ist. Das ist schon anstrengend.

    Insofern ist ein allgemeingültiger Tipp recht uneinfach. Allerdings: Ich vermeide bei solchen Anfällen "saure Lebensmittel", Orangen, Zitronen etc., oder aber insgesamt solche wie Erdbeeren und Nüsse und auch Vollmilchprodukte. Parfümhaltige Körperpflegeprodukte sind dann ebenso tabu. Es ist aber wirklich recht individuell, was man dann tun und lassen darf.

    Seit ich eine gute, neurodermitisverträgliche Hautcreme ohne Cortison hab, ist das Probieren nicht so schlimm.

    Ich wünsch Dir viel Geduld.
    Gruß,
    Rosa :-) [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ernährung bei Neurodermitis?

    Hallo Freya, Bisherige Internetrecherche ergab
    nur, dass jeder Patient individuell entscheiden sollte, was er
    essen kann und was nicht,
    Das ist richtig. Du kannst es auch selber rausfinden, indem Du sehr genau darauf achtest, wie Dein Körper auf verschiedene Lebensmittel reagiert. Das ist mehr wert als jeder Allergietest. Die Reaktionen kommen manchmal sofort, manchmal erst nach Stunden oder über Nacht. Das macht es schwieriger. Trotzdem: Wenn Du schon im Mund ein leichtes Bizzeln spürst - weglassen. Wenn nach dem Essen Juckreiz auftritt oder die Haut heiß wird, später wieder versuchen und rausfinden, woran es lag. Vertraue Deiner Intuition. Wenn die Dir sagt, ein Lebensmittel könnte nicht gut für Dich sein, lass es weg.

    Letztendlich kannst Du die Neurodermitis nicht über die Ernährung heilen oder besser machen. Du kannst lediglich Schübe verhindern, indem Du Deinem Körper allergische Reaktionen ersparst. allerdings muss es doch wenigstens
    sowas wie 'Richtlinien' geben.
    Dein Körper gibt Dir die Richtlinien vor. Vertraue dem mehr, als klugen Ratschlägen. Was verträgt die Haut besser, was schlechter?
    Ist wirklich bei jedem anders. Falls Du sie noch nicht kennst: "Elidel" ist eine cortisonfreie Salbe, die sehr gut helfen kann. Lass sie Dir vom Hautarzt verschreiben - ich komme damit seit Jahren hervorragend ohne Schübe durch den Winter.

    Viele Grüße,
    Iris

    • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
      Danke!

      Danke für eure Tipps.

      Dass es zum Beispiel helfen kann, auf Milchprodukte zu verzichten, wusste ich nicht.

      Ich werd es in den nächsten Tagen versuchen und hoffe auf Besserung!

      Gruß,
      Freya

  4. Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
    Re: Ernährung bei Neurodermitis?

    Bei meiner Tochter habe Kapseln mit Nachtkerzenöl geholfen, Einnahme über drei Jahre von 1x 1000 mg, 1 x 500 mg, 1 x 250 mg täglich (pro Jahr reduziert). Leider sind sie sehr teuer. Seit 9 Jahren hat sie keine Beschwerden mehr, selten leichtes Jucken bei normaler Haut.
    Ersatzweise kann man auch Hanföl oder auch Borretschöl verwenden, welches sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet werden kann. Diese beide Öle haben auch eine hohen Gehalt an Gamma-Linolen-Säure. Für Bäder einfach die Öle mit einem Eßlöffel Honig vermengen.
    Auch Salben mit Harnstoff können manchmal hilfreich sein.
    Versuche einfach längere Zeit auf Weizen- und Milchprodukte zu verzichten und beobachte ob es besser wird.

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