Hallo liebe Mitleidende,
bin total verzweifelt und bitte mal um Hilfe, wenn möglich. Ich habe seit15 J. Asthma bronchiale, und bekomme dagegen: Decortin(Kortison), aeromax, Junik und Berotec 100. Vor ca. 31/2 J. wurde bei mir Diabetes mellitus-Typ 2 festgestellt. Eine Behandlung beim Diabetologen mit verschiedenen Tabletten brachte außer an Nebenwirkungen nichts Gutes. Meine BZ-Werte waren dementsprechend. Ein Facharztwechsel folgte. Vor 14 Monaten wurde dann auf Insulin umgestellt, dem noch ein Allergietest vorausging. Es zeigte sich eine Allergie auf Analoginsuline an. Der Arzt ignorierte dies aber völlig, und hat mich die ganze Zeit mit einem Analoginsulin – Novo Rapid- behandelt!!! Da es mir nach einiger Zeit, vor allem mit meinem Asthma so schlecht ging, ich bekam regelrechte Erstickungsanfälle und einen Bauchumfang von bis zu 130 cm und noch Sonstiges, wurde ich ins Krankenhaus überwiesen. Die Behandlung ging dort mit dem gleichen Insulin weiter, obwohl ich Prof. XY mehrfach auf die Allergie hinwies, bekam dort noch Lantus 100 dazu. Die Nebenwirkungen waren verheerend. Nach 14 Tagen wurde ich in einem weitaus schlimmeren Zustand entlassen, als eingewiesen. Seit einiger Zeit werde ich mit einem HumanInsulin –B.Braun-Ratiopharm- behandelt. Es hat sich nichts gebessert, nur die Nebenwirkungen sind mehr und schlimmer geworden. Mittlerweile geht es mir so schlecht, dass ich bei jeder Bewegung in heftige Atemnot gerate und nichts mehr alleine machen kann. Wer leidet auch unter diesen beiden Krankheiten, und bekommt evtl. die gleichen Medikamente? Bei wem hat sich danach auch alles verschlimmert? Wer kennt evtl. Diabetologen, die beide Krankheiten behandeln, oder mit einem Pulmologen „Hand in Hand“ behandeln? Ich habe keinen ausfindig machen können. Es scheint diesbezgl. auch keine Kliniken zu geben. Ich bin nicht mal mehr in der Lage, andere wichtige, notwendige Untersuchungen machen zu lassen.
Ich lebe nur noch in Angst vor den Folgen bei Diabetes, von denen sich bereits Einige so langsam bemerkbar machen.
Ich bin für jeden Hinweis an mich dankbar.
Nette traurige Grüße
Hexe
Hallo Hexe,
dieser Artikel sollte dich interessieren:
http://www.julius-hellenthal.de/
Asthma ewig?
Was tun, wenn, wie es sich immer mehr herauskristallisiert, Asthma im Wesentlichen durch Chlamydien bedingt ist? (Dies laut einer britischen Studie; Quelle: Marion Roussel/Deutschland) Wäre da nicht eine Langfristantibiose mit z. B. Makrolid-Antibiotika (z. B. Roxithromycin) vonnöten und mit Sicherheit keine Cortisontherapie (ohne Langfristantibiose), wie bisher allgemein üblich. Durch diese Cortisontherapie kommt es nur zu kurzfristigen Erleichterungen, auf Dauer gesehen wird das Immunsystem supprimiert (geschädigt). Bakterien vermehren sich um so besser und es kommt wie es kommen muß, zu immer wieder neu auftretenden Asthmaanfällen. Diese Diagnose ist dann in aller Regel für den Rest des Lebens verewigt.
Eine entsprechende antibiotische und immunomodulatorische Therapie würde schätzungsweise DM 2.000,– kosten (Partnerbehandlung nicht mit eingeschlossen). So wie es jetzt aussieht, wird der entsprechende Facharzt (HNO-) oder Hausarzt eine entsprechend teure Therapie selber zahlen müssen, da es ihm in dem entsprechenden Quartal bei weitem sein Quartalsbudget sprengt. Folge für den Patienten leider, dass es so bleibt wie bisher.
Dies kann doch nicht Sinn und Zweck eines so teuren Gesundheitssystems wie des unsrigen sein!
Februar 1999
Zusatz:
Im März 2002 erschien in der medizinischen Publikation „Infection and Immunity“ folgender Artikel bezüglich chronischer, bakteriell ausgelöster Lungenentzündung als Vorstufe von Asthma.
Dallas: Ein chronisches Asthma kann durch eine lang andauernde, bakteriell verursachte Atemwegsinfektion ausgelöst werden. Dies sagen Mediziner der Universität von Texas. Das Bakterium: Mycoplasma pneumoniae, das schwere Lungenentzündung verursachen kann, sei auch Monate nach einer scheinbaren Genesung des Patienten labormäßig noch nachweisbar. Im Tierversuch mit Mäusen wurde jetzt durch Forscher festgestellt, dass eine chronische Infektion mit diesem Krankheitskeim nach 18 Monaten zu asthma-typischen Veränderungen der Lungenbronchien führt.
Dies ist doch ein weiterer Beweis, dass Asthma in der Regel durch Bakterien verursacht wird und eine Therapie der Mycoplasmen (besonders kleine Art von Bakterien) eine mindestens 1-2 monatige (evtl. auch 1 Jahr), langfristige antibiotische Therapie mit speziellen Antibiotika erfordert. Auch eine Behandlung des Partners darf nicht unterbleiben, weil die Mycoplasmen leicht durch Zungenkuss, evtl. auch durch Tröpfcheninfektion (auf dem Luftwege) übertragen werden können.
März 2002