ad 1.)
Basaliome sind nicht direkt vererbbar. Zwar werden bei Tumorerkrankungen immer wieder genetische Faktoren diskutiert,
aber die Gene sind meistens nicht die alleinige Ursache.
Damit eine Krebszelle entsteht, müssen in der Regel mehrere
Voraussetzungen erfüllt sein, d.h. es müssen genetische Veranlagung
auf bestimmte Umwelteinflüsse treffen. Beim Basaliom ist eine häufige Ursache die UV-Strahlung, d.h. Personen, die viel in der
Sonne sind, haben hier ein leicht erhöhtes Risiko.
ad 2. + 3.)
Richtig gefährlich ist die Erkrankung zunächst nicht. Das Basaliom
ist ein gutartiger Hauttumor, welcher keine Fernmetastasen setzt.
Allerdings wächst ein Basaliom, welches nicht entfernt wird, immer
weiter und führt dann zu einer fortschreitenden Zerstörung des Gewebes. Da Basaliome zumeist im Gesicht entstehen (wo die meiste
UV-Strahlung hinkommt), kann dieses zu einem kosmetischen Problem
werden. Kritisch wird es schließlich, wenn auch Knochen und Gefäße
im Schädelbereich durch den einwachsenden Tumor beschädigt werden.
Dieses kann dann gefährlich werden.
ad 4.)
Wenn der Tumor komplett operativ entfernt wird, so ist die Chance
groß, daß nichts mehr nachwächst. Bei inkompletter Entfernung sind
Rezidive jedoch leider häufig. Aus diesem Grund sollte die OP auch
möglichst in einem frühen Stadium durchgeführt werden.
Ich hoffe, ich konnte alle Deine Fragen beantworten.
Gruß
Kai (Assistenzarzt für Innere Medizin)
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Eigentlich nicht, es entsteht vor allem an Stellen, die viel der Sonne ausgesetzt sind/waren.
2.was genau ist das gefährliche an dieser erkrankung?
Das problematische daran ist, daß es unter anscheinend normalen Hautschichten wachsen kann. Das heißt, man setzt die Grenzen der Tumorumschneidung fest, weil die Haut oben gut aussieht, in der Tiefe unten kann es aber weiterwachsen. Zieht man die Haut darüber zu früh zu, so kann es sein, daß man Tumorzellen vergräbt, die in der Tiefe munter wachsen können und irgendwann nach oben durchbrechen. Das sollte heute allerdings nicht mehr passieren. Wir lassen deshalb die Stelle in der Regel offen oder nähen Platzhalter ein, bis der Pathologe sagt: jawoll, das Ding ist draußen.
An der Schläfe kann man ja auch bei der ersten Umschneidung etwas großzügiger sein, als zum Beispiel an der Nase, wo man ja Gewebe sparen möchte.
3.kann man daran sterben ?
Nur wenn’s extrem dumm läuft, verschleppt wird und irgendwelche Komplikationen wie Infekte auftreten, sollte heute eigentlich nicht passieren.
Bei Sitz an der Schläfe würde ich mal „nein“ sagen.
„Vorteil“ des Tumors: er wächst zwar an Ort und Stelle unter Zerstörung von lokalem Gewebe, setzt aber keine Metastasen und die sind ja das Hauptproblem von Hauttumoren.
4.wie hoch ist die chance eines rezidives ?
Wenn das Ding sicher im Gesunden umschnitten ist, sollte es wegbleiben. Allerdings kann man natürlich nicht ausschließen, daß an anderen Hautstellen ein anderes Basaliom entsteht (wegen Ursache zum Beispiel in hoher Sonnenbelastung)
Wie groß ist denn das Basaliom?
Hoffe, das hilft etwas. Wie gesagt, das Ding sollte eigentlich kein allzugroßen Problem darstellen.
darf ich kurz mein kleinkariertes, böses zweites Ich rauslassen? *g*
Das Basaliom
ist ein gutartiger Hauttumor, welcher keine Fernmetastasen
setzt.
Genau gesagt, ist das Basaliom semimaligne, das heißt - für den interessierten Leser - er ist halb bösartig, halb gutartig.
Weil: Keine Metastasen (also gut), aber kann dennoch sehr zerstörerisch wachsen (also schlecht).
Komplett gutartige wachsen zwar auch, aber verdrängen dabei gesundes Gewebe und zerstören es nicht.