Gefühl eisiger Füße nach Tumorentfernung

Im März d.J. wurde bei mir ein Jahr nach einer Tumorentfernung
(Rektum) eine erneute Tumor-OP notwendig.Im Bereich des Beckens wurde
sehr radikal „ausgeräumt“.Seitdem habe ich unter dem ständigen Gefühl
von kalten Füßen zu leiden,vergleichbar mit „Eisbeinen“ kurz vor dem kribbeln.Die Füße sind aber gut durchblutet,d.h. warm und an den Knöcheln ist der Puls problemlos gut fühlbar,sodaß ich annehme.Ein
Neurologe soll sich der Sache annehmen,aber diese Wartezeiten !!!
Hatte jemand ähnliche Probleme und kann mir dazu etwas schreiben? Es
ist an manchen Tagen kaum auszuhalten.

Da nicht nur Nervenbahnen bei der OP durchtrennt werden sondern auch Lymphgefäße, wahrscheinlich wurden auch Lymphknoten mit entfernt, sollten Sie sich auch nach einem Rezept für eine entsprechnde Lymphdrainage erkundigen. Natürlich muß die Wunde dazu bereits abgeheilt sein.

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Bedauerlicherweise ist diese Meinung…

  • wie so oft - mal wieder von keinerlei Sachkenntniss getrübt.

Bei dem die Nerven betreffenden Teil kann man zustimmen. Wenn
aussteigende Fasern verletzt wurden, was vorstellbar ist, fehlt
die Information die AUS DER EXTREMITÄT kommt. Weil alles beweglich
ist sind aber keine Fasern betroffen die IN DIE EXTREMITÄT führen.

Aber mit dem Halbkreislauf der Lymphe hat das mal gerade garnix
zu tun. Ein Beschädigung daran würde sich nicht durch ein
Kältegefühl sondern durch Lymphablagerung - der Volksmund würde sagen
„Wasser in den Beinen“ - verdeutlichen weil die Gefäß zur Aufnahme
der Lymphe reduziert wurden. (Typisch hier: Armlymphödem nach
Brustamputation)

Zuletzt ist es nicht so dass für Lymphdrainage eine Wunde abgeheilt
sein müsste. Ganz im Gegenteil ist es sogar so dass man mit
Lymphdrainage so schnell wie möglich beginnen sollte, sogar unverzüglich nach Operation bzw. Verletzung beginnen kann.
Kontraindikationen sind hier ganz andere Sachen wie z.B. Fußpilz.

Bitte im Interesse aller also kein Halbwissen verbreiten.
Am Ende glaubt das mal noch einer.

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Hi!

Es ist durchaus möglich, daß die OP dieses Problem ausgelöst hat. Es ist aber auch möglich, daß dies im Rahmen der Grunderkrankung (hier der Tumor) auftritt. Desweiteren kommen auch Medikamente in Betracht, die als Nebenwirkung eben dieses Kältegefühl verursachen können. Oder auch etwas völlig anderes und neues, daß nur zufällig jetzt aufgetreten ist - ergo: hier kann keiner genau sagen, was es ist :wink:

Daher wäre es vielleicht recht sinnvoll, deinen behandelnden Arzt auf dieses Problem anzusprechen (dein Hausarzt oder der, der dich operiert hat - also jemand, der einen guten Überblick über deine Erkrankung hat). Falls er dir nicht helfen kann, wird er dich entweder selbst zu einem Facharzt weiterschicken oder du gehst selbst diesen Weg.

Empfehlenswert wäre wirklich ein Neurologe. Desweiteren könnte man auch zu einem Schmerztherapeuten gehen (es handelt sich zwar hier nicht wirklich um Schmerz, ein Mißempfinden hat aber auch mit Nerven zu tun :wink:). Wenn ich mich recht erinnere, können Schmerztherapeuten auf diesem Gebiet auch einiges machen - nachfragen schadet zumindest nicht :wink:

Es ist aber auch möglich, daß es nicht an den Nerven liegt. Du sagst zwar, daß die Durchblutung in Ordnung ist, aber vielleicht sollte dein Arzt dennoch auch in andere Richtungen denken und mittels Diagnostik nachforschen, z.b Durchblutungsstörungen, Diabetes, Blutdruck… usw.

Ach, und noch ein Tipp:
Da das Kalt-Warm-Empfinden bei dir gestört ist, sei bitte vorsichtig mit „aufwärmenden“ Maßnahmen, also mit Heizkissen, heißes Fußbad etc - du könntest dir sonst leicht die Haut schädigen!

Gruß,
Sharon