Ein Patient, der an Allergien leidet, wird von einem Facharzt für Diabetes über 2 ½ Jahre mit den falschen Medikamenten behandelt. Zuerst mit verschiedenen Tabletten, zuletzt mit Insulin, (Analog-und Humaninsulin). Für den Patienten, der auch noch Asthma hat, sind die Folgen verheerend, er kann sich mittlerweile ohne fremde Hilfe kaum noch bewegen, und nicht nur die BZ-Werte sind katastrophal. Den Arzt kümmert dies nicht weiter, er meint, es läge ja am Patienten, bzw. an den anderen Medikamenten. Ein Epicutan-Test, der vor 2 Jahren-und ein weiterer Provokationstest vor kurzer Zeit erst, erweisen sich beide als überflüssig und vor allem falsch, da es sich um hier um verzögerten Wirkungseintritt handelt. Der Patient weiß darum seit fast 15 Jahren, und hat den Arzt auch darüber informiert! Nun nimmt der Patient die Sache selber in die Hand, und erfährt, das diese beiden Teste völlig falsch waren. Bei dieser Gelegenheit erfährt er auch, das es in Deutschland nur 2 Labore gibt, in denen dieser Spezialtest (Lymphozyten-Transformations-Test/ LTT) gemacht wird. Er teilt dies seinem Arzt mit, und erlebt eine böse Überraschung. Nicht nur, das dieser Arzt den Patienten mit äußerst massiven Vorwürfen überschüttet, er verweigert auch die Mithilfe, um den Test in so einem Labor durchführen zu lassen. Kann dieser Vorfall bei der Ärztekammer gemeldet werden?
Hallo Hexe,
wäre eine Anfrage bei der Krankenkasse nicht sinnvoller? Bei der Ärztekammer gibt es eine Schlichtungsstelle. Oder ist der Schaden nicht doch so hoch, dass man einen Rechtsanwalt einschalten sollte?
Alles Gute
Utemaus
hallo, Hexe,
man kann natürlich alles (auch) bei der Ärztekammer melden, aber es ist fraglich, ob das immer so viel weiter hilft. Wichtig scheint mir
1.daß Deinem Bekannten geholfen wird. Da anscheinend das Vertrauen in den bisher behandelnden Arzt verloren ist, ob er einen anderen suchen sollte? Hier könnte er vielleicht über die Ärztekammer die Namen anderer Diabetologen erfahren.
2. Oft helfen mit allen Fragen, von den wissenschaftlichsten bis zu banalsten Alltagsproblemen, Selbstthilfegruppen beratend weiter. Darüber kommt man als betroffener Patient mitunter an Informationen und Adressen, die einem sonst verborgen geblieben wären. Vielleicht gibt es in einer der Diabetes-Selbsthilfegruppen auch beratende Spezialisten, die etwas zu dem gewünschten Test sagen können.Meist kann man Adressen von Selbsthilfegruppen inzwischen von Krankenkassen erfahren. Es gibt aber auch Taschenbücher zum Thema, in denen die verschiedensten aufgelistet sind.
3.In diesen Fragen - Diabetologe, Tests - könnte sich Dein Bekannter auch von seiner Krankenkasse beraten lassen. Sollte die Krankenkasse sagen, sie würde den Test extra bezahlen, nicht im Rahmen des dem untersuchenden Arzt zur Verfügung stehenden Kontingentes ( danach sollte gefragt werden!), würde ich mir das schriftlich bestätigen lassen und diese Bestätigung an den behandelnden Arzt geben.
4.Wenn eine Klärung etwaiger Fehler des derzeit behandelnden Arztes unumgänglich ist, sollte man den Weg über einen Ombudsmann suchen, der von der Ärztekammer gebahnt wird. Vielleicht gibt es hier Wege der gütlichen Einigung. Denn Deinem Bekannten tut Streit nicht gut ( die Blutzuckerwerte steigen unter Streß).
Gute Besserung!
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Hallo Hexe!
Mir ist noch nicht ganz klar, worin Du den Schaden siehst. Meinst Du,
dass eine Allergie aber KEIN Diabetes vorlag und der Patient
fälschlich auf Diabetes behandelt wurde? Sehr unwahrscheinlich…
Wenn ein Patient Diabetes hat, ist neben diätischen Massnahmen eine
medikamentöse Therapie möglich, manchmal eben auch eine
Insulintherapie. Da es sich ja wohl um einen Typ-II-Diabetes handelt,
sehe ich da keine falsche Behandlung. Warum sollte denn nun eine
Behandlung einen Schaden verursacht haben, wenn auch noch Asthma
vorliegt?
Meinst Du, dass der Bekannte eine allergische Unverträglich auf die
Tabletten UND die beiden von dir genannten Insuline hat? Sehr
unwahrscheinlich…
Es mag ja sein, dass irgendeine (auch schwerwiegende) allergische
Problematik vorliegt. Aber worin genau seht ihr die Probleme, die ihr
bei der Ärztekammer anzeigen wollt?
Jedem Patienten steht es doch zu, sich einen anderen Arzt zu suchen,
wenn er seinem Diabetologen nicht mehr vertraut.
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Meinst Du, dass der Bekannte eine allergische Unverträglich
auf die
Tabletten UND die beiden von dir genannten Insuline hat? Sehr
unwahrscheinlich…
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft informiert zu Allergischen Reaktionen auf Humaninsulin: http://www.akdae.de/20/20/794_20050408.html
Ich finde es auch wichtig, an eine Allergie auf Medikamente oder aber
z.B. Injektionsmittel / Spritzen etc. zu denken. Nur : Dann wäre es
doch eher unwahrscheinlich, dass gleichzeitig eine Allergie auf die
Tabletten besteht, die ja gerade kein Insulin sind… Ich glaube, da
stimmt irgendwas nicht.
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