hallo, ich bin neu hier im Forum und versuche hier so, meine Frage beantwortet zu bekommen und meinen Wissensdurst stillen zu können. Mein Problem:
Am Mittwoch habe ich auf Anraten meines Hautarztes beim Chirurgen ein Muttermal entfernt bekommen. Dieses habe ich, weil es auf dem Weg lag, ins pathologische Institut gebracht. Gestern war ich beim Chirurgen zur Kontrolluntersuchung und der Bericht war schon da. Es konnte keine Malignität nachgewiesen werden, wurde aber trotzdem zur weiteren Untersuchung in das pathologische Labor im hiesigen Krankenhaus geschickt. Nun meine Frage:
Ist dieses Vorgehen üblich? Normalerweise reicht doch eine Begutachtung aus, oder? Auf was als sonst Bösartigkeit sollte das Muttermal denn sonst noch untersucht werden? Mach mir Sorgen, weil vor 3 jahren festegestellt wurde, dass ich low risk und ettliche high risk Papillomaviren in mir habe…
auch für mich klingt es etwas komisch, dass dein „Muttermal“ bzw. das Präparat zweimal untersucht wird. Allerdings geht aus deiner Frage nicht hervor, wie es präpariert wurde, wie lang es gedauert hat or wie es untersucht wurde.
Jedoch würde ich mir keine Sorgen machen, sondern es für einen erhöhten Sicherheitsaspekt halten, wenn das Präparat genau untersucht wird.
Übrigens, sehr viele Menschen sind Träger der Papilloma-Viren, das sind Warzen-Viren. Stimmt sie können Carzinome auslösen, aber nicht gleich das Schlimmste annehmen.
Es wurde am Mittwoch entnommen und ich habs an dem Tag in die Pathologie gebracht. Es wurd wohl an dem Tag gleich untersucht, am Freitga vormiittag hatte der Chirurg das Ergebnis schon gefaxt. Ich nehme mal an, dass ene Schichtuntersuchung gemacht wurde. Wei nciht, wie sich das nennt… Bin selber Arzthelferin, aber habe mit chirurgischen eingriffen wenig zu tun. Mir kommt es so komisch vor. Warum zwei Untersuchungen?
Schade, kann niemand helfen? Mache mir ein wenig Sorgen…
Also, ich kenne die genauen Abläufe innerhalb der Pathologie auch nicht genau und kann daher auch nur vermuten, aber: Wenn das erste Ergebnis so schnell kam, könnte es nicht sein, daß zunächst „nur“ ein Schnellschnitt gemacht wurde? Das wäre ein reiner Gefrierschnitt - das Gewebe wird also nur schockgefroren und dann geschnitten und begutachtet. Da könnte es schon sein, daß eine zweite, gefärbte Begutachtung vorgenommen wird, um nochmal genauer alles sehen zu können.
Dieses Verfahren kenne ich bisher allerdings nur als OP-Prozedere, wo also der Patient „offen“ gelassen wird und dann ein Schnellschnitt klären soll, ob z.B. ein Tumor im Gesunden resiziert wurde oder nochmal nachgeschnitten werden muß.
Ob man das auch anwendet, wenn der Patient selbst das Resektat vorbeibringt?
Zumindest würde ich mir keine zu großen Sorgen machen. Besser zweimal Entwarnung als einmal und nachher Zweifel, ob nicht doch was übersehen wurde…
auch ich denke, dass es sich um eine mikroskopische Untersuchung = Histologie, gehandelt hatte & beim zweiten Mal wurde das Präparat eingefärbt.
Soweit ich weiss, ist es so, dass die Präparate zuerst mal angesehen werden & dann, je nach Fragestellung, weiter untersucht & dazu bearbeitet werden (angefärbt, eingefärbt); or auch zur Bakteriologischen Untersuchung weitergeleitet werden, was möglich sein könnte, da es sich ja um Viren handelt.
Schnellschnit würde bedeuten, dass man das Präparat „nur“ unter dem Mikroskop ansieht; auf entartete Zellen hin, Resultat wird weitergemeldet & der Chirurg kann dann seine Operation ausdehnen falls noch „böse“ Zellen vorhanden waren.
Jedoch bei Muttermalen kann man fast immer sicher sein, dass alles „erwischt“ wird beim herausschneiden. - Keine Sorgen machen!!!
Daß von dem Muttermal irgendwas mit einer Schnellschnitt-Technik bearbeitet wurde ist ja völlig unwahrscheinlich, da die Ergebnisse ungenauer sind als bei der Paraffineinbettung.
Was ich mir denken könnte ist, daß in dem Krankenhauslabor nochmal in Bezug auf die Virusgeschichte weiteruntersucht werden sollte. Zum Beispiel weil der niedergelassene Pathologe keine spezifische DNA-Nachweise oder so Zeug machen kann.
Wahrscheinlich also harmlos.
Vielleicht hat die Pathologiepraxis in ihrer Untersuchung Hinweise auf irgendwas virales gefunden?
Wie auch immer, morgen ist Montag. Du solltest also Wiedereröffnung der Praxen für Rückfragen aus erster Hand nutzen. Hier können wir ohnehin nur Vermutungen anstellen. Ich bin mir aber sicher, daß das ganze sich relativ einfach auflösen wird.
Zunächst einmal muß ich erwähnen, daß ich in einem pathologischen Institut als MTA arbeite.
Entnommene Leberflecke werden nicht als Schnellschnitt gemacht, so viel ist schon mal klar! (Evtl. nur wenn es direkt in einer Hautklinik ist, das weiß ich aber nicht)
In der Regel wird das Material so durchgeschnitten, daß man einen Querschnitt erhält. Das Material wird eingebettet… am Mikrotom geschnitten… auf objektträger aufgezogen und letztlich gefärbt.
Man sagt ja, es ist makroskopisch schwer zu erkennen, ob das ein gutartiger oder bösartiger Fleck ist, genauso schwierig ist es auch für den Pathologen. Er sieht zwar untypische Zellen (mikroskopisch), aber dies gleich als Hautkrebs zu orten, ist nicht ganz so einfach.
Er guckt es sich lediglich an, um zu schauen, ob der Leberfleck im gesunden rausgenommen wurde, oder ob noch mal nachgeschnitten werden muß.
Warum nun Dein Muttermal ein zweites Mal untersucht wurde, kann ich Dir nicht genaustens sagen, entweder wurden einfach noch ein paar Stufenschnitte hergestellt (was allerdings in der Regel noch VOR der Befundung veranlasst wird) oder aber es ist tatsächlich etwas ernsteres und es wird eine Antikörperbestimmung gemacht.
Dein Arzt wird aber sicherlich genaueres wissen - frag einfach nach. Du hast als Patient ein Recht zu wissen, was mit Dir und Deinem „Material“ gemacht wird.
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