Als mein Sohn ein 3/4 Jahr alt war, bekam er seinen ersten Krupp-Anfall. Der Arzt beruhigte mich, und meinte mit ca 6 Jahren geben sich solche Anfälle von alleine und hören auf. Mein Sohn ist inzwischen 13 Jahre alt und hat immer noch regelmäßig im Herbst und Frühjahr Krupp-Hustenanfälle, nur werden sie jetzt Kehlkopfentzündung genannt. Bisher dauerte alles in allem ca 2-3 Tage und dann war der Spuk nach Medikamentenzugabe vorbei. Jetzt haben wir aber ein Problem. Vor 2 Wochen hatte er am Samstag einen Krupp-Anfall. Er bekam seine Medikamte und Sonntag war alles gut. Aber er hatte eine leichte Erkältung, und der Husten ging nicht richtig weg. Nun hat er seit letztem Sonntag solche Anfälle, das er teilweise 6-8 Stunden ununterbrochen gehustet hatte. Medikamente schlugen nicht an. Heute, nach 6 Tagen Husten und Atemnot, wirkt endlich das Prednisolon und langsam kehrt Ruhe ein. Gott sei dank ist er jetzt schon so „alt“, das er das ganze teilweise schon mit Humor nimmt und wir nachts -im Kalten- Uno-Duelle austragen. Aber es ist für die ganze Familie belastend und ich würde gerne wissen, ob jemand Tips hat, wie wir ihm entweder vorbeugend, oder im akuten Fall noch helfen können. Vielleicht weiß auch jemand, ob es irgendwann aufhört, oder ob er mit 13 irgendeine Grenze überschritten hat und es jetzt bis zum Lebensende behält. Danke im vorfeld von einer zur Zeit sehr müden Mama.
hi arme Silke,
schon so spät und so müde und noch keine Antwort…
Also: „echte“ Krupp-Anfälle sind so selten: kannst Du eigentlich vergessen. Dein Sohn hat(te) wohl eher Pseudokrupp-Anfälle in seiner Jugend. So etwas geht zwischen 4-7 Jahren zu Ende.
Was Dein Sohn jetzt hat, hört sich eher nach einem „hyperreagiblen Bronchialsystem“ an, so eine Art „Fortführung“ des Pseudokrupp. Ansprechpartner sollte natürlich zunächst mal der Hausarzt/ärztin sein, danach ein Lungenarzt. Möglicherweise benötige Dein Sohn Dauermedikamente, evtl. auch ein „inhalierbares Steroid“, also ein einatembares Cortison-Präparat, aber das muss der Arzt/Ärtzin abklären. Gut ist ein sog. „Peak-flow-Meter“, ein Gerät zur Messung der Lungenfunktion, gibt es bein Hausarzt/Lungenarzt meist kostenlos, oder auch in der Apotheke.
Für den „Notfall“ helfen Cortison-Zäpfchen ganz gut, wie Du sie vielleicht aus der Kleinkind-Phase Deines Sohnes kennst.
Gute Besserung für Deinen Sohn und Dir einen guten Schlaf
wünscht synapse
Hallo,
danke erstmal für die Antwort. Das es sich nicht um "echte " Kruppanfälle handelt war mir klar. Entschuldige die Schreibweise. Aber da es bei meinem Sohn schon seit jeher so ist, hat sich diese Sprechweise bei uns eingebürgert. Es geht einfach schneller. Er hat, gerade im Herbst und Frühjahr ständig sein Spray -inhalierbares Steroid- dabei. Cortison Zäpfchen lehnt er seit ca. 2 Jahren ab, und um den Kampf dabei zu vermeiden, habe ich vom Arzt Tabletten bekommen. Die nimmt er dann anstandslos und sie wirken meistens. Was ich als extrem schlimm empfinde, ist die Dauer, die diese Hustenanfälle jetzt annehmen. Langsam habe ich Angst, das sich das ganze evtl wirklich in Asthma „umwandelt“. Vom Kinderarzt, der ihn von Anfang an behandelt, kam noch nicht viel, aber die Idee mit dem Lungenarzt finde ich gut. Ich werde für uns dort einen Termin machen und alles abklären lassen. Vielleicht erfährt mein Sohn damit Linderung. Denn fünf Tage und Nächte mit Dauerhusten ist für ihn anstrengend und für uns sehr nervenaufreibend. Ich wünsche einen schönen 1. Advent. Gruß Sise.