Mandelentzündung seit drei Wochen - was tun?

Hallo Expert/innen!

Vor nun gut drei Wochen hatte ich eine Seitenstrangangina, die mit dem Antibitoikum Zitromax drei Tage lang behandelt wurde. Nach ca drei Tagen traten wieder Halsschmerzen auf und es entwickelte sich trotz Desinfektionssprays und Bettruhe eine akute Pharyngo-tonsillitis (Mandelentzündung mit Stippe). Ich habe erneut eine Antibiotikum-Kur gemacht mit dem Antibitotikum Ketek, 5 Tage lang zwei Tabletten. Letzten Freitag war die Kur beendet und seit heute morgen habe ich wieder Schluckbeschwerden und die Stippe ist (wieder oder vielleicht auch immer noch) da. Ich möchte von euch nun nicht wissen, ob ich wieder zum Arzt muss oder wie meine Überlebenschancen stehen ;o) sondern vor allem eins liegt mir auf dem Herzen: Die letzte Anitbiotikum-Kur hat mich sehr geschwächt und ich bin sowohl physisch als auch psychisch ziemlich angeschlagen. Ich kann mir nicht vorstellen, jetzt schon wieder eine Antibiotikum-Kur zu machen. Aus eigener Recherche sehe ich als einzige Möglichkeit, anhand eines Abstrichs den Erreger zu eruieren und dann ein geeignetes Antibiotikum zu nehmen. Glaubt ihr, es gibt irgend eine Alternative zu diesem Vorgehen? Oder muss es wirklich wieder Antibiotikum sein und wie wird mein Körper damit wohl umgehen? Müsste ich es jetzt sofort nehmen oder könnte ich meinem Körper ein paar Medikamenten-freie Tage gönnen?

Fragen über Fragen von der verzweifelten Schmusedecke…

Hallo,

Vor nun gut drei Wochen hatte ich eine Seitenstrangangina, die
mit dem Antibitoikum Zitromax drei Tage lang behandelt wurde.
Nach ca drei Tagen traten wieder Halsschmerzen auf und es
entwickelte sich trotz Desinfektionssprays und Bettruhe eine
akute Pharyngo-tonsillitis (Mandelentzündung mit Stippe). Ich
habe erneut eine Antibiotikum-Kur gemacht mit dem
Antibitotikum Ketek, 5 Tage lang zwei Tabletten. Letzten
Freitag war die Kur beendet und seit heute morgen habe ich
wieder Schluckbeschwerden und die Stippe ist (wieder oder
vielleicht auch immer noch) da.

Abhängig vom Erreger reicht die antibiotische Behandlung in der beschriebenen Form nicht aus. Sollten Streptokokken verantwortlich sein, ist eine zehntägige antibiotische Therapie mit einem Penicillin oder einer verwandten Antibiotika-Gruppe zwingend erforderlich um gerade die beschriebenen Rückfälle zu vermeiden!

Aus eigener
Recherche sehe ich als einzige Möglichkeit, anhand eines
Abstrichs den Erreger zu eruieren und dann ein geeignetes
Antibiotikum zu nehmen.

Vollkommen richtig. Alles andere wäre jetzt rein empirisches Vorgehen und wenig hilfreich. Abkären lassen, ob es sich um Streptokokken handelt und dann 10 Tage das entsprechende Antibiotikum einnehmen. Sind keine Streptokokken sondern andere Erreger verantwortlich, dann enstprechend ein geeignetes Antibiotikum nehmen.

Glaubt ihr, es gibt irgend eine
Alternative zu diesem Vorgehen?

Wahrscheinlich nicht. Die Angelegenheit ist aber abhängig vom Ergebnis des Abstrichs (muss man dann zu gegebener Zeit evtl. noch mal diskutieren).

Oder muss es wirklich wieder
Antibiotikum sein und wie wird mein Körper damit wohl umgehen?
Müsste ich es jetzt sofort nehmen oder könnte ich meinem
Körper ein paar Medikamenten-freie Tage gönnen?

Lass so schnell wie möglich den Abstrich machen und versuche in der Zwischenzeit, mit Hausmitteln weiter zu kommen (Tee mit Honig etc, was halt so die Symptome lindert). Abhängig vom Erregernachweis wird sich wahrscheins eine weitere antibiotische Therapie nicht vermeiden lassen. Bedenke, dass bspw. rezidivierende Streptokokken-Infekte die Gefahr von Folgeerkrankungen inne haben (Entzündungen des Herzmuskels oder ‚Verstopfung‘ der Nierenkanälchen), mit beidem ist nicht zu spaßen.
Aber wie gesagt, klär erst mal ab, wer eigentlich der Übeltäter ist.

Fragen über Fragen von der verzweifelten Schmusedecke…

Hoffe, die Antworten helfen ein bisschen weiter.
Gute Besserung,
Oliver

Hallo Schmusedecke,

ich plage mich seit 4 Wochen mit so was rum, habe allerdings keine Mandeln mehr - deshalb ist es aber nicht weniger unangenehm :wink:

Ich gebe zu, dass ich erst HEUTE zum Arzt gegangen bin um mir ein Antibiotikum verschreiben zu lassen, weil ich bisher gehofft hatte den Streptokokkenbefall (dicker gelber Rotz) mit hochdosiertem Vitamin C und eigenen Abwehrkräften besiegen zu können, das Ganze aber nur verschleppt habe.
Bei deinem Fall irritiert mich zu tiefst, dass die erste Behandlung nur DREI Tage und die zweite kaum länger gedauert hat - da ist doch mit einem Rezidiv zu rechnen bzw. keine vollständige Ausheilung zu erwarten!
Meiner Meinung (und auch der meines Arztes und des ISOCILLIN-Beipackzettels) nach muss bei einer Streptokokkeninfektion MINDESTENS ZEHN Tage ununterbrochen behandelt werden.

Dass dich Antibiotikabehandlungen grundsätzlich kränker machen, bezweifle ich.
Natürlich gibt es Unverträglichkeiten und sogar Allergien gegen einige Antibiotika, dein Arzt muss daher das RICHTIGE Mittel finden, das du gut verträgst.
Dann aber sollte eine Besserung während der Behandlung eintreten!

WB

Großes Unverständnis!
Hallo,

beim lesen deines Artikels standen mir die Haare zu berge und ich ich fragte mich ob es entweder an einem unfähigen Doktor oder an Patient der nicht zugehört hat liegt!

3 Tage Antibiotika! Was soll das denn sein??
Hast du die Dinger eigenmächtig abgesetzt weil es dir besser ging? Oder hast du dem Doc nicht zugehört?
Denn der müsste dir eigentlich erklärt haben, dass man die Packung immer bis zum Ende nehmen sollte. (Diese Reicht i.d.R. zwischen 7 und 10 Tagen)

Mit ein wenig Pach hast du es nun geschafft gewisse Resistenzen des Erregers gegen das Antibiotika zu erzeugen. :frowning:

Im ersten Moment klang das für mich sogar so, als hättest du noch was daheim gehabt was du halt genommen hast… das will ich dir dann aber doch nicht wirklich unterstellen.

Also nochmals ab zum Arzt. Antiobiotika diesmal bis zur letzten Pille verkonsumieren, auch wenn du dich vielleicht schon gesund fühlst, soviel trinken wie eine afghanische Bergziege und schonen!

Gruß Ivo

Nicht meine Schuld!
Nee nee nee Ivo, das lass ich nu aber nicht auf mir sitzen! Ich breche doch nicht eigenmächtig eine Antibiotikum-Kur ab! Bin ja nicht bekloppt! Habe Zitromax als 3 Tages-Kur verschrieben bekommen! Du hälst mich wohl für balla balla? Bin keine doofe Nuss sondern nur an einen Haufen unfähiger Ärzte geraten. Wenn du Olivers Antwort liest, siehst du, dass ich die Situation völlig richtig einschätze und gut informiert bin!

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Oliver, deine Antwort hat mir sehr geholfen und ich habe direkt einen Termin für morgen früh beim Arzt gemacht. Ich werde wohl auch die nächste Antibitiotikum-Kur überstehen müssen, mal sehen.
Sternchen von mir!
Gruß, Schmusdecke

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Hallo Schmusedecke,

ich kann Dir nur empfehlen, per Abstrich herausfinden zu lassen, um welche Erreger es sich handelt und diese dann gezielt zu behandeln.

Gute Besserung, viele Grüße
Anna

Halbes Unverständnis! :wink: Zithromax…
Hi!

beim lesen deines Artikels standen mir die Haare zu berge und
ich ich fragte mich ob es entweder an einem unfähigen Doktor
oder an Patient der nicht zugehört hat liegt!

Na, na :wink:
Generell hast du zwar Recht, aber bei Zithromax handelt es sich um ein relativ neues Antibiotikum, welches tatsächlich nur 3 Tage lang eingenommen wird. Es soll so auch genauso wirksam sein wie die bisher üblichen Antibiotika - allerdings habe ich das so gelernt vor einiger Zeit und weiß nciht, ob es neuere Studien dazu mittlerweile gibt (bin jetzt zu faul zu suchen *g*).

Ist in dem Fall also weder ein Fehler vom Patienten noch vom Arzt gewesen.

Also nochmals ab zum Arzt. Antiobiotika diesmal bis zur
letzten Pille verkonsumieren, auch wenn du dich vielleicht
schon gesund fühlst, soviel trinken wie eine afghanische
Bergziege und schonen!

Da stimme ich dir uneingeschränkt zu! :smile:

Gruß,
Sharon

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Hi Schmusedecke,

Ich werde wohl auch die nächste Antibitiotikum-Kur überstehen
müssen, mal sehen.

keine Panik - nicht jedes Antibiotikum macht dich so fertig wie Ketek… und,
es kann nur besser werden…

Beim HNO warst du schon? Wäre evtl. sinnvoller als der HA.

Gute Besserung,
Simon

Hallo,

kauf Dir in der Apotheke eine Großpackung Enzyme (200 Stck.), auch, wenn sie teuer sind. Als gesetzl. Vers. mußt Du sie selbst zahlen.

Diese Wobenzym Drag. nimmst Du hochdosiert ein:
2-3 Tage lang 3 x tgl. 4-5 Drg. ca. 1/2-1 Std. vor dem Essen
dann 3 x tgl. 3 Drag.
nach Besserung 3 x 2 Drag. bis alles gut ist und noch 3-4 Tage darüber hinaus.
Sie helfen bei allen Entzündungen, Prellungen, Blutergüssen usw. Man sollte so was immer daheim haben.

Gute Besserung wünscht Dir

Rosa

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Hallo Schmusedecke,

nur ein Tipp - vor einigen Jahren hatte ich auch eine langwierige Mandelentzündung und war dauernd schlapp. Nach drei Monaten unsinniger Behandlung kam dann raus, dass ich Pfeiffersches Drüsenfieber hatte; vielleicht mal darauf testen lassen!

Gruß, Annika

Bin schon auf dem Weg der Besserung :o)
So ihr Lieben, heute morgen war ich beim HNO und er hat gesagt, alles halb so schlimm. Es ist zwar noch eine Entzündung vorhanden, deswegen die Schmerzen, aber es ist wohl nicht mehr bakteriell, das heißt Ketek hat geholfen :o) Nehme jetzt nur noch ein Lokalanästhetikum (?) und desinfiziere mit Chlorhexidin. Danke für eure lieben Tipps!
Schmusedecke

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