Wenn Venen krankhafte Adern fuer die Blutzufuhr des Herzes ersetzen koennen diese, da sie doch weniger stark sind, den
Blutdruck ohne weiters aushalten oder laeuft man die Gefahr
einen Aneurysmus Opfer zu fallen??
Weiss das jemand?
mfG
Elisa
Hallo Elisa!
Meinst Du by-pass-Operationen? Gefäße die dazu aus den Beinen des Operierten entfernt werden?
Und wenn, sind diese denn weniger stark?
Gruß Werner
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Hallo Elisa,
ja, ich habe davon gehört, daß auf lange Sicht gesehen Bein-Venen, die als Bypass eingesetzt werden, dem Blutdruck nicht so gut standhalten wie Arterien. Allerdings ist das auch immer von Patient zu Patient verschieden, es hat ja nicht jeder gleich stabile Venen!
Von einer Aneurysma-Bildung in einem solchen Fall habe ich noch nichts gehört, eher das Gegenteil, nämlich daß die überbelasteten Venen „dicht“ machen und daher ein neuer Bypass gelegt werden muß.
Es wird übrigens für Bypass-Op´s mittlerweile auch eine Arterie aus dem Brustraum verwendet, genau aus oben genannten Gründen. Leider weiß ich deren Namen nicht mehr und ich kann dir auch nicht sagen, wann diese verwendet wird und wann nicht.
Vielleicht konnte ich dir ja schon ein bißchen weiterhelfen!
Viele Grüße
Claudia
Hallo Elisa!
Bin kein Experte, habe aber selbst vier by-pässe.
Vor der OP und nachher in der Reha, wird einem alles 100fach erklärt, wie man zu leben hat und was event. passieren kann.
Von einer „Überlastung“ der neuen Gefäße war nie die Rede, nur von einem erneuten Dichtsetzen bei Fortsetzung des „unsoliden“ Lebens. (Rauchen, Fett, Cholesterin usw).
Das eine Gefäß, welches Du da ansprichst, wurde bei mir ebenfalls verwendet. Es wird abgetrennt und als by-pass angeschlossen.
Gefäße, die dichtmachen, sind immer dicht durch Ablagerungen, nicht durch Überlastung. Der Blutdruck steigt, wenn sie dicht sind, wie bei einer normalen Pumpe auch.
Gruß Werner
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Hallo Elisa, hallo Werner, hallo Claudia,
ja, ich habe davon gehört, daß auf lange Sicht gesehen
Bein-Venen, die als Bypass eingesetzt werden, dem Blutdruck
nicht so gut standhalten wie Arterien.
Können sie auch gar nicht, weil Arterienwände wesentlich dicker sind, als die der Venen.
Gruß
Tessa
Hallo Tessa!
Und was bedeutet das? Daß diese Ersatzgefäße leicht mal platzen??? Das wäre ganz neu. Ich beschäftige mich damit, seitdem ich selbst davon betroffen bin, aber, daß ein by-pass mal geplatzt ist, habe ich noch nie gehört. Vor allem würde man dann zu anderen Mitteln greifen und nicht solche Schwachstellen einbauen. Denk ich mal.
Gruß Werner
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Lieber Werner,
um Himmels Willen, nicht doch! So leicht geht der Mensch nicht kaputt… Bitte entschuldige vorab meine lebhaft bildhafte Erklärung; es ist halt manchmal einfacher, das Ganze auf diese Weise nachzuvollziehen.
Auch die „Ersatzgefäße“ halten eine ganze Menge aus. Denk doch mal bitte z. B. an das überaus unangeheme Gefühl, wenn eine übereifrige Krankenschwester (Azubi?!) die Manschette des Blutdruckgeräts mal eben bis zum „Anschlag“ vollpumpt und Dir quasi den Arm abschnürt.
Die Venen werden zwar zusammengequetscht, platzen aber trotz des Drucks nicht. Wenn Du Dir den Druck des durchfließenden Blutes auf die so brutal gequetschten Venen vor Augen hältst… Es passiert nix!
Arterienwände sind nun einmal von Natur aus dicker als die der Venen, weil sie dem enorm starken Blutausstoß aus dem Herzen standhalten müssen, durch den die im Blut enthaltenen Nährstoffe & Sauerstoff auch in die am weitesten entfernte Zelle (z. B. am linken kleinen Zeh) gepumpt werden muß. Dazu brauchst Du Kraft und zwar eine Menge. Folglich müssen die Leitungen bzw. die Wände derselbigen auch kräftig genug sein, um das zu verkraften.
Die Venen (also die Autobahnen zum Herzen und darüber zu der Lunge zurück) können es allerdings wiederum ganz locker angehen lassen. Sie müssen ja schließlich keine lebenswichtigen Zellen mehr versorgen, sondern transportieren sozusagen lediglich Müll ab (in Berlin wären die Venen sozusagen mit der BSR zu vergleichen).
Die Lösung mit den Bein-Venen hat übrigens ihren berechtigten Sinn. Es handelt sich um eine große und demzufolge recht dicke Vene mit entsprechend dicken Wänden. Also ist das eingesetzte Stück - sofern es nicht gerade besonders dilletantisch vernäht wurde - auch durchaus in der Lage, die Aufgaben einer Arterie zu übernehmen und hält locker dem Blutdruck Stand.
Es gibt im Übrigen auch Bypässe, die geplatzt sind (siehe dazu bitte aber DILLETANTISCHES VERNÄHEN im vorausgegangenen Absatz).
Wenn ich Dir abschließend noch einen Tip geben dürfte: es
heißt „bypass“ (also OHNE Bindestrich, aus dem Englischen wörtlich übersetzt: „Umleitung“, was die Sache ziemlich genau trifft).
Konnte ich Dich ein bißchen beruhigen?
Viele Grüße
Ex-Schwester Tessa
Hallo Schwester!
Ich weiß, was „by-pass“ heißt und bedeutet. Dieses Wort wird schon immer in der Technik verwendet. Im gleichen Sinn. Es ist also keine Erfindung der Medizin, auch wenn sie heute so tun, als wäre es ihre Erfindung.
Das Wort wurde von uns immer mit Bindestrich geschrieben. Siehe auch techn Wörterbuch von Dluhy. Man kann es schreiben, wie man will.
Fast jedes Filter in einem techn Betrieb hat ein by-pass, um dieses Filter auch mal während des Betriebes im Notfall reinigen zu können.
Da bin ich ja beruhigt, daß ich meine by-pässe behalten kann und diese nicht reklamieren muß.
Bevor man sich über die verschiedenen Drücke unterhält, müßte man erstmal wissen, wie hoch ist der Blutdruck im Bein, wie hoch am Herzen?
Gruß Werner
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man kann die verwendeten venen in einer spezielen klebetechnik mit einem metallnetzschlauch verstärken.
Biocompound. Dr. Zurbrügg. DHZB.
Der netzschlauch wird irgendwo in der schweiz produziert.