nachdem ich mir hier gerade das 3. bier (so ganz allein beim www-schauen) reinkippe bin ich mich am fragen ob ich nicht langsam zum alki werde, sollte ich es nicht schon sein…
gibt es normen ? so nach dem motto: jeden tag 1 glas wein = leberschaden garantiert, alki sowieso ?
Die Frage stellt sich eigentlich nicht. Jeder Alkoholiker merkt selbst genau, wenn er einer ist. Wenn er Alk. vor seinen Leuten versteckt, in der Öffentlichkeit kaum trinkt oder gar nicht, aber seine Bierflasche, die zu Haus steht, dabei im Kopf hat.
Ansonsten kann einer mit zwei Flaschen Bier Alk. sein oder auch mit zwei Flaschen Wein.
Die meisten (99%) streiten auch dann noch ab, Alk. zu sein.
Wenn man diese Kumpels/Kumpelinen fragt, gibt es nicht mal Alkoholiker.
Gruß Werner
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Hallo Fred…
sorry, aber ganz pragmatisch: sobald sich eben diese Frage stellt.
Denn wie schon in den anderen Antworten raus zu lesen ist: auf die absolute Dosis kommt es weniger an als auf eine individuelle Abhängigkeit. Im Gehirn bilden sich vermehrt Rezeptoren für die Wirksubstanz (in dem Fall Alkohol) und wenn diese nicht „besetzt“ werden, kommt es zu einem subjektiven Mangelgefühl.
Alkoholismus ist daher eine ähnliche (zunächst einschleichende) Sucht wie jeder andere Genußmittel-Abusus, der gesellschaftlich zudem fast immer toleriert wird.
Sollte ein solches Mangelgefühl bestehen, das Dich an die Flasche denken läßt, ab zum Entzug.
Alles Gute, und das ist keine Floskel, denn die lüsternen kleinen Rezeptoren zum Verstummen zu bringen, ist eine Leistung, die viel an Disziplin verlangt. Am besten zugleich nachschauen, welche Mängel - z.B. an Beziehung - gleichzeitig bestehen und dort ansetzen. Gewohnheiten überprüfen und ändern, die mit dem „Bierchen“ zusammenhängen.
Genußmittel-Abusus ist auch stark sozial bedingt.
Ich weiß, das klingt ein wenig missionarisch - es soll aber nur konkrete Denkanregungen bieten.
Du bist sicher ein feiner Kerl, vermut ich mal.
Vo.
Die Frage stellt sich eigentlich nicht. Jeder Alkoholiker
merkt selbst genau, wenn er einer ist.
Oh nein! Das Problem ist, dass es gerade der Alkoholiker meistens als letzter merkt. Leider!
Ganz einfacher Test. Schafft man es 4 Wochen _völlig_ ohne Alkohol? Nicht einmal ein Bierchen.
Es gibt viele Menschen die das nicht mehr schaffen. Dann würde ich sagen: Vorsicht! Abhängigkeitsgefahr!
Die Frage stellt sich eigentlich nicht. Jeder Alkoholiker
merkt selbst genau, wenn er einer ist.
Oh nein! Das Problem ist, dass es gerade der Alkoholiker
meistens als letzter merkt. Leider!
… merken schon, aber „nicht wahrhaben wollen“ …
Ganz einfacher Test. Schafft man es 4 Wochen _völlig_ ohne
Alkohol? Nicht einmal ein Bierchen.
Es gibt viele Menschen die das nicht mehr schaffen. Dann würde
ich sagen: Vorsicht! Abhängigkeitsgefahr!
… das schaffen auch „Profialkoholiker“ - das ist überhaupt kein Beweis, sondern eher für einen selber die Beruhigung … bin ja doch keiner … ich schaffs ja 4 Wochen ohne … aber das feier ich dann nach den 4 Wochen erstmal mit ein paar Bierchen …
Ich denke erst wenn ein Mensch wirklich 100 % in der Lage ist auch über lange Zeit (halbes Jahr / ganzes Jahr) hinweg keinen Tropfen Alk anzurühren und es nicht mal als Verzicht sieht - und dabei auch nicht dauernd dran denken zu muss (!!!) kann man evtl. davon reden , dass da keine Abhängigkeit besteht … aber wer kann das schon ?
Ganz einfacher Test. Schafft man es 4 Wochen _völlig_ ohne
Alkohol? Nicht einmal ein Bierchen.
Es gibt viele Menschen die das nicht mehr schaffen. Dann würde
ich sagen: Vorsicht! Abhängigkeitsgefahr!
… das schaffen auch „Profialkoholiker“ - das ist überhaupt
kein Beweis, sondern eher für einen selber die Beruhigung …
bin ja doch keiner … ich schaffs ja 4 Wochen ohne … aber
das feier ich dann nach den 4 Wochen erstmal mit ein paar
Bierchen …
Wirklich? Die Alkoholiker, die ich kenne, würden das nie schaffen. Nicht ohne Entzugserscheinungen.
Ich denke erst wenn ein Mensch wirklich 100 % in der Lage ist
auch über lange Zeit (halbes Jahr / ganzes Jahr) hinweg keinen
Tropfen Alk anzurühren und es nicht mal als Verzicht sieht -
und dabei auch nicht dauernd dran denken zu muss (!!!) kann
man evtl. davon reden , dass da keine Abhängigkeit besteht …
aber wer kann das schon ?
Da ist aber eher der gesellschaftliche Zwang das Problem. Erkläre mal auf dem Geburtstag, dass Du keinen Sekt mittrinkst. Das ist sehr schwer!
Andere Meinung
Hmm. Bei einer Blutspende habe ich mal die Ärtzin gefragt und sie erzählte mir von einer 4-stufigen Klassifizierung.
Ich selbst setze den Maßstab an der Fähigkeit zum „normalen“ Alttag an.
Also:
Morgens geregelt aufstehen können, auch nach wenig Schlaf
Den Tag über leistungsfähig sein, nach Belastung kurze Erholzeiten
Auch spät abends noch kommunikationsfähig und psychisch stabil sein.
Konzentrationsfähigkeit vorhanden.
Soziales Umfeld OK (Freunde, Beziehungen, Verhältnis zu Kollegen)
Ich selbst habe bei einigen Menschen 3 Phasen kennengelernt.
Suche nach Anerkennung
Schlechtmachen Anderer
Verfolgunswahn (was hat der über mich gesagt?)
Alle diese Dinge äußern sich meist nur verbal und sehen auch nicht nach typischen Psychosen aus. Man muss schon etwas zuhören um die Phasen festzustellen, aber bei einem Bekannten kann ich den übergang in die 3. Phase deutlich feststellen.
Laß Dir mal was von einer Süchtigen sagen… *g*
Hallo Kaj,
reingefallen, bei mir geht es nur um Nikotin…
Ich denke erst wenn ein Mensch wirklich 100 % in der Lage ist
auch über lange Zeit (halbes Jahr / ganzes Jahr) hinweg keinen
Tropfen Alk anzurühren und es nicht mal als Verzicht sieht -
und dabei auch nicht dauernd dran denken zu muss (!!!) kann
man evtl. davon reden , dass da keine Abhängigkeit besteht …
aber wer kann das schon ?
Das ist KEINE Kunst! Die besteht nämlich darin, das angebotene Glas abzulehnen bzw. genau zu wissen, daß im Kühlschrank noch eine Flasche Wodka, Champagner, oder was auch immer, steht und diese NICHT anzurühren. Genau das ist aber doch der innere Schweinehund eines jeden Süchtigen: er kann nicht widerstehen, oder?
Da spreche ich aus Erfahrung, wenn auch - wie gesagt - nicht im Zusammenhang mit Alkohol, aber: sobald mir jemand eine Zigarette anbietet…
Da ist aber eher der gesellschaftliche Zwang das Problem.
Erkläre mal auf dem Geburtstag, dass Du keinen Sekt
mittrinkst. Das ist sehr schwer!
Sollte aber auf jeden Fall RESPEKTIERT werden. Gott sei Dank muß niemand der Höflichkeit halber zur Schnapsdrossel werden. Schließlich würde niemand z. B. einer werdenden Mutter einen Vorwurf machen, wenn sie aus Sorge um Ihren Nachwuchs nichts trinken möchte. Die Gründe für die Ablehnung sind doch eh irrelevant.
Ganz einfacher Test. Schafft man es 4 Wochen _völlig_ ohne
Alkohol? Nicht einmal ein Bierchen.
Es gibt viele Menschen die das nicht mehr schaffen. Dann würde
ich sagen: Vorsicht! Abhängigkeitsgefahr!
… das schaffen auch „Profialkoholiker“ - das ist überhaupt
kein Beweis, sondern eher für einen selber die Beruhigung …
bin ja doch keiner … ich schaffs ja 4 Wochen ohne … aber
das feier ich dann nach den 4 Wochen erstmal mit ein paar
Bierchen …
Wirklich? Die Alkoholiker, die ich kenne, würden das nie
schaffen. Nicht ohne Entzugserscheinungen.
Sicher hat er die. Das hat aber mit seinem Willen nichts zu tun!
Ich denke erst wenn ein Mensch wirklich 100 % in der Lage ist
auch über lange Zeit (halbes Jahr / ganzes Jahr) hinweg keinen
Tropfen Alk anzurühren und es nicht mal als Verzicht sieht -
und dabei auch nicht dauernd dran denken zu muss (!!!) kann
man evtl. davon reden , dass da keine Abhängigkeit besteht …
aber wer kann das schon ?
Da ist aber eher der gesellschaftliche Zwang das Problem.
Erkläre mal auf dem Geburtstag, dass Du keinen Sekt
mittrinkst. Das ist sehr schwer!
Heute überhaupt nicht mehr. Wenn Du sagst, keinen Alk. dann wird es meistens akzeptiert. Wenn nichts geht, fährt man mit dem Wagen hin. Das erklärt alles. Man muß sich schon was einfallen lassen, wenn man will!!!
Werner
Dem untenstehenden stimme ich im großen und ganzen zu, nur die Geschichte mit dem subjektiven Mangelgefühl ist m.E. problematisch.
In einem anderen Posting steht sinngemäß „nicht trinken, ohne daß es einem abgeht“
Leider ist der Mensch ein Gewohnheitstier (oder Gottseidank?)
Wenn jemand 20 Jahre zum Frühstück ein Schwarzbrot mit Marmelade isst und er bekommt z.B. in Japan zum Frühstück Misosuppe und geräucherten Fisch, wird er sich sicher sehr nach seinem Marmeladebrot sehnen, mir sind aber keine Fälle von Marmeladebrotsucht bekannt.
Oder kommen wir wieder näher zum Alk.
Ein typischer Süditaliener, Franzose, Grieche trinkt zum Essen sein Glas (Rot)wein. Na die sind es so gewohnt aber doch nicht alle süchtig.
Wenn Du denen anstatt des Weines ein Cola gibst, werden die schrecklich weinen. Nicht wegen der Rezeptoren, sondern weil es ein Teil ihres Lebens, ihrer Kultur ist.
Gerade das macht es ja so schwer, wo hört die alltägliche Gewohnheit auf, wo fängt die Abhängigkeit an?
Ich will damit nur sagen, das Vermissen einer Sache (auch von Alk) ist sicher kein eindeutiger Hinweis auf Sucht.
Auf Reisen vermisse ich auch meine herrlich harte Matraze, aber ich bin doch nicht Matrazensüchtig
Wolfgang
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