Antwort aus bonn
Hi,
Mit Chemie habe ich keine Probleme. Ich mag die Chemie und war
immer sehr gut darin. Ich müsste eh nicht mehr viel davon neu
machen, denn ich mache ja schon viel im Moment (Anorganik +
Praktikum, Organik +Praktikum, Biochemie), was auch teilweise
anerkannt werden sollte…
Ich hab auch Experimentalphysik (Mechanik, Thermodynamik,
Elekrtizität, Opik, Wellen + Praktikum)
ja, ich denke auch mal, dass du da ne menge angerechnet bekommst.
Gerade biochemie. Der prof. da (name grad entfallen, fleischmann oder so) hat diesen bio-dings-studiengang doch erst eingeführt in bonn (oder der is physio-prof, weiß nicht mehr genau).
Was habt ihr denn in der Chirurgie gemacht? Für mich wär die
Psychatrie nichts, da ich wohl leider nahezu „gefühlsblind“
bin, was in der Hinsicht doch wohl schlecht wäre…
Naja, alles in allem kann man über die lehre in bonn streiten. Gerade die wirren nach einführung der neuen approbationsordnung.
Außerdem sagtest du ja etwas von kursen und dass man sich die theorie ja auch privat aneignen könne.
Viel mehr isses auch nicht. Ich glaube die kurse macht man nur, um zu sehen, welches fach man NICHT machen möchte.
Der begriff „praktikum“ ist also alles-in-allem recht euphemistisch gewählt.
Meist geht man morgens dahin, nimmt erstmal auf der ganzen station blut ab und guckt hauptsächlich bei visiten zu.
Das chirurgie-praktikum ist in bonn aber mE sehr gut gestaltet.
Man bekommt zu zweit einen patienten zugeteilt und beschaäftigt sich dann eine woche lang (bzw. 3 tage) mit ihm. Donnerstags stellt man den fall dann im seminar vor.
Zudem darf man ab und an auch mal im OP haken halten.
Man muss im studium allerdings auch noch 4 monate famulaturen ableisten. Hierbei darf man sich die fachrichtungen aussuchen und wird dann ganz gut in den arbeitsalltag eingegliedert.
Hier gibts aber auch gewaltige unterschiede. In peripheren häusern lernt man schnell ne menge selbst zu machen, während man in den unikliniken wieder als blutabnahme-service verheizt wird.
Ich erhoffe mir als Arzt Abwechslung zu erfahren und außerdem
aus idealistischen Ansätzen zu handeln. Das klingt sehr
kitschig, aber es ist wirklich so, dass mir sehr viel daran
liegt, anderen Menschen zu helfen.
Ja, DEN ansatz verliert man aber schnell wieder.
Und glaub’, es ist nicht so, dass man am ende arzt wird und aufgrund seines wissens leuten hilft.
Nein. Man lernt schnell, dass man nur das macht, was einem die jeweilige „studienlage“ erlaubt.
Wieweit kann man sich eigentlich aussuchen, was man später
macht?
Naja, es gibt ja ne menge fächer. Und da kannst du später eigentlich frei wählen (natürlich abhängig von der jeweiligen joblage).
Dass man aber während des studiums die richtung schon bahnen kann ist eigentlich nicht so.
Bis jetzt könnte ich mir besonders die Innere, Hämatologie,
Onkologie, Radiologie, Infektionsbiologie oder so
vorstellen…
Klingt doch gut.
Mit infektionsbiologie meinst du wohl sowas wie immunologie oder virologie. Hier musst du aber wissen, dass diese fächer auch aufs labor begrenzt sind…
Fazitär kann man trotz der widerheiten dennoch sagen, dass es spass macht und man auch ne menge lernt.
LG Alex:smile: