Fettabsaugung

Hallo,

um eines gleich von vornherein klarzustellen, ich frage natürlich nicht für mich, sondern für einen freund an. :wink:

also,… die prinzenrolle um die hüften kennt nur noch eine tendenz: wachstum, langsam aber, wie es scheint, unaufhörlich.
stellt eurer meinung nach die liposuction (fettabsaugung) eine ernstzunehmende alternative dar, wenn man trotz besserer einsicht die ernährung nicht so umstellen kann, wie es wünschenswert wäre? soviel wie ich weiss, sind die abgesaugten fettzellen ein für alle mal weg, weshalb sich auch an diesen körperpartien keine neuen fettdepots bilden können. wenn aber nun die kalorienaufnahme gleich bleibt, lagert sich dann das fett in anderen potentiellen depots, meinetwegen am po, vermehrt ab oder wird es ausgeschieden? die erste alternative wäre doch wohl ziemlich übel, oder?

auf jeden fall, mein freund ist ganz ratlos und freut sich auf eure tips.

grüße, martin

hallo martin, freund des freundes :wink:)
die fettabsaugung ist ein eingriff, der für den betrachter grauslich aussieht, du selbst (pardon er selbst) ist ja in vollnarkose.
es könne nallerdings kleine sensible hautnerven abgerissen werden, was eine verschlechterung der hautsensibilität nach sich ziehen kann.
sonst ist es ein chirurgischer eingriff, der mit blauen flecken 8besser flächen) einhergeht, die sich aber rückbilden.
der springende punkt ist: reicht die elastizität der haut aus, um den verschwundenen polster schlabberfrei zu decken? straffe verbände sollen das ermöglichen. ein kosmetisches restrisiko bleibt immer.
lieber noch einmal den willen überprüfen, ob es nicht doch mit fdh und bewegung auch geht. denn keine absaugung erspart den muskelaufbau!!
vo

hi, martin!
nur so von der basis: die anlage zu fettpolstern ist genetisch veranlagt, insofern ist es wirlich bedenkenswert einen schritt wie diesen in erwägung zu ziehen, zumal oft mehr danebengeht als so wird wie man will.
warum ist es schwieriger sich selbst so anzunehmen wie man ist als sich zu einem solchen eingriff zu entschliessen?

trotz allem good luck!
susu

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Hallo Martin,
eine Bekannte von mir hat sich vor einigen Jahren das Fett am Bauch absaugen lassen. Nach ihrer Aussage würde sie es nie wieder tun, weil es so schmerzhaft war (hinterher).
Sie hat ihre Ernährungsgewohnheiten auch nicht umgestellt und nach ca. 3/4 Jahr hatte sie die gleiche Figur wie vor dem Eingriff. Man kann nämlich neue Fettzellen bilden und vor allem die noch vorhandenen erheblich vergrößern.
Ich hoffe das macht dich doch etwas nachdenklich…
Gruß Petra

Hi Martin (und selbstverständlich: hi ominöser Freund von Martin),

stellt eurer meinung nach die liposuction (fettabsaugung) eine
ernstzunehmende alternative dar, wenn man trotz besserer
einsicht die ernährung nicht so umstellen kann, wie es
wünschenswert wäre?

Was die ernstzunehmende Alternative betrifft: Sicher!
Allerdings sollte es wirklich die letzte Alternative sein (wenn vernünftige Ernährung & SPORT nix bringen).

soviel wie ich weiss, sind die abgesaugten
fettzellen ein für alle mal weg, weshalb sich auch an diesen
körperpartien keine neuen fettdepots bilden können.

Auch richtig! Fettabsaugen gibt Dir aber - laß es mich so salopp ausdrücken - keine Lizenz zum unkontrollierten Weiterfressen. Der menschliche Körper verfügt quasi überall über Fettzellen (Doppelkinn, Schwabbelarme, etc.), sonst würden wir erfrieren.

Wenn die unerwünschten Fettzellen gekillt wurden, sollte auf jeden Fall die Ernährung umgestellt werden und zwar LANGSAM. Es bringt nix von heute auf morgen unter größtem Widerwillen nur noch Müsli & Grünzeug zu füttern. Viel besser ist es schrittweise vorzugehen und zu Anfang z. B. erst einmal eine Woche lang die fette Salami durch mageren gekochten Schinken oder Geflügelwurst zu ersetzen; eine Woche später auf das morgendliche Brötchen (als Ersatz für das fette Croissant) Halbfettmargarine zu schmieren, etc.

Der Rückfall ist bei einer Nur-Noch-Müsli-Karacho-Kur ist geradezu vorprogrammiert und ein absoluter Unsinn. Du mußt Deinen Geschmackszellen erst einmal die Gelegenheit geben, sich nach und nach an die neuen Gewohnheiten (nix fette Salami - sondern leckere magere Putenbrust) zu gewöhnen. Niemand, wirklich niemand, ist in der Lage die festgefahrenen „Programme“ von heute auf morgen zu ändern. Das bringt nur Frust, Freßattacken (Heißhunger!) und JoJo-Effekt.

Apropo’s Heißhunger: nehmen wir mal an, es gelüstet Dich plötzlich nach Schokolade und Du schiebst eine ganze Tafel in Dich hinein. Du kannst 100 % davon ausgehen, daß Dein Körper im nächsten Moment nach etwas Herzhaftem schreit, um seine Insulinwerte wieder in den Griff zu kriegen. Also stopfst Du Dich weiter mit Chips oder einem zünftigen Salamibrot mit Essiggurken voll (dabei sind die Gurken das geringste Problem). Und gehst auf, wie ein Hefekuchen…

wenn aber nun die kalorienaufnahme gleich bleibt, lagert sich dann das
fett in anderen potentiellen depots, meinetwegen am po,
vermehrt ab oder wird es ausgeschieden?

Schöne Vorstellung, aber leider ein Wunschtraum. Wenn das Fett einfach unverdaut ausgeschieden werden würde, wäre es ja geradezu genial und die ästhetische Chirurgie würde zur Weltmacht ausarten (just um das Ideal „für immer schlank“ durch Entfernung jeder einzelnen Fettzelle des menschlichen Körpers sicherzustellen, womit sich die Ärzte bis zur nächsten Generation erst einmal arbeitslos machen würden). Sicher ein Teil wird ausgeschieden, aber der Rest wird für den Fall einer „Hungersnot“ eingelagert.

Noch ein Wort zu den plastischen bzw. ästhetischen Chirurgen: leider ist es in Deutschland noch so, daß selbst ein HNO-Arzt (einer davon geistert sehr oft in TV-Sendungen herum), Kinderarzt oder ein „einfacher“ Chirurg solche Operationen vornehmen kann, auch wenn er das mittlerweile angebotene Facharztaus- bzw. -weiterbildung für kosmetische & ästhetische Chirurgie nicht absolviert hat. Viele dieser Herrschaften operieren seit Jahren und zwar mit zum Teil grauenhaftem Erfolg.

Solltest Du Dich zu einer OP entschließen, erkundige Dich nach z. B. bei der zuständigen Ärztekammer oder bei der Deutschen Gesellschaft für kosmetische Medizin (NUR VORSCHLÄGE!!!), nach der Seriösität des Arztes bzw. der Klinik. Und laß Dich dabei nicht von wohlklingenden - auch ausländischen - Namen der Verbände, Vereinigungen, etc., denen die Ärzte angehören, täuschen.

Ich habe einen tollen plastischen Chirurgen, der sitzt aber leider in Berlin.

Falls ich Dir weiter helfen kann, nur zu…

Hallo,
entschuldigt, wenn ich mich einmische, aber dieses Thema interessiert mich auch – nur glaube ich einen entscheidenden Schritt schon hinter mir zu haben.

In Kürze: Hatte seit meiner Kindheit/Pubertät ständigen Aufwärtstrend auf der Waage. Die üblichen Prozeduren: Diäten, Erbrechen, Tabletten, Hypnose und Abführmittel hatte ich auch schon hinter mir.
Nach über 2 Jahren Therapie bin ich nun seit über einem Jahr zumindest auf dem gleichen Gewicht geblieben – und das OHNE mich irgendwie zurückhalten zu müssen. Nur meine Einstellung zum Essen und das „in mich Hineinhorchen“ was mein Körper fühlt und braucht haben mich nun so weit gebracht.

Leider haben sich fast alle Fettzellen an meinen unteren Körperbereich angelagert während ich einen „schlanken“ Oberkörper habe. Deshalb überlege ich auch die Möglichkeit einer Fettabsaugung.
An die Ärztekammer möchte ich mich nicht wenden – denn „keine Krähe hackt der Anderen ein Auge aus“.

Wer hat mit Fettabsaugung – speziell an den Oberschenkeln - schon Erfahrung gemacht?
Wer kennt einen guten Facharzt (Süddeutschland) dafür?
(Gerne auch Erfahrungsaustausch über eMail)

Danke,
Andrea

Hi Andrea,

nichts für Ungut, aber: richtig, so ganz verstehe ich nicht, warum Du gerade in mein Posting platzt. Ich verurteile weder Diäten (außer derjenigen unserer Politiker) noch irgendwelche Abnehm-Bemühungen.

aber dieses Thema interessiert mich auch – nur glaube ich einen entscheidenden
Schritt schon hinter mir zu haben.

Ich glaube deutlich genug gesagt zu haben, daß jeder diesen Schritt für sich selbst entscheiden muß.

Die üblichen Prozeduren: Diäten, Erbrechen, Tabletten, Hypnose
und Abführmittel hatte ich auch schon hinter mir.

Siehst Du: gerade daraum ging es ja nicht, sondern um eine nachhaltige um langsame Umstellung der Ernährung.

Nach über 2 Jahren Therapie bin ich nun seit über einem Jahr
zumindest auf dem gleichen Gewicht geblieben – und das OHNE
mich irgendwie zurückhalten zu müssen. Nur meine Einstellung
zum Essen und das „in mich Hineinhorchen“ was mein Körper
fühlt und braucht haben mich nun so weit gebracht.

Gott sei Dank machst Du eine Therapie; Erbrechen und Abführmittel sind nämlich KEINE Möglichkeit zum dauerhaften Abnehmen sondern eine Garantie zum körperlichen Ruin.

Das mit der Ärztekammer hast Du vielleicht ein wenig falsch verstanden.

Wer kennt einen guten Facharzt (Süddeutschland) dafür?

In Süddeutschland zwar nicht, aber ich kann mich bei meinem Arzt gerne nach einem qualifizierten Kollegen erkundigen.

Liebe Grüße

Tessa