Nachdem während der ersten Schwangerschaft eine Fruchtwasseruntersuchung nötig war, wüßten wir jetzt gerne, ob es auch Möglichkeiten gibt, mit denen man eventuelle Schädigungen eher erkennen kann. Es war für uns eine große Belastung, zu diesem Zeitpunkt (ca. 15.SSW), uns evtl. für einen Abbruch zu entscheiden. Geht es nicht eher, bzw. etwas anderes?
Wer hat Erfahrungen? Zur Zeit liegt noch keine Schwangerschaft vor, ist aber „geplant“. Untersuchung ist angebracht, da erhöhtes Alter der Mutter, sowie Vorerkrankung des Vaters.
Hallo Frauke,
grundsätzlich gibt es natürlich auch die Möglichkeit, sich als künftige Eltern einem Gen-Test zu unterziehen, die Indikation läge nach Deiner Schilderung ja vor.
Sonst gibt es gentechnische Untersuchungen, die keine Amniocentese erfordern, aber die sind im Versuchsstadium (so weit ich weiß).
fg
V.
Die AMNIOZENTESE (Fruchtwasserpunktion) wird aus dem Grund nicht vor der 14./15. SSW durchgeführt, weil sich erst ab diesem Zeitpunkt eine ausreichend große Fruchtwassermenge gebildet hat, bei der es keine Probleme gibt, wenn 10-15 ml entnommen werden. Entnimmt man diese Fruchtwassermenge hingegen in einem jüngeren Stadium, besteht die Gefahr, das das Kind dadurch u. a. Fußmissbildungen (Klumpfüße) bekommt.
Bei der CHORIONZOTTENBIOPSIE wird Probenmaterial vom Chorion (= Entwicklungsvorstufe zur Plazenta) vaginal oder durch die Bauchdecke, um die 10. SSW entnommen, zur gentechnischen Untersuchung, die nur wenige Tage dauert (nach der Amnioz. muss man 2-3 Wochen warten).
Die Gefahr des Aborts erhöht sich im Verhältnis zur Amnioz. 3 : 1. Und man muss bei der vaginalen erfolgten Biopsie eher mit einer Infektion rechnen.